Mönchhof und Wallern im Glück

1. Klasse Nord

Mönchhof schnappte sich dank eines 5:1 in Podersdorf den Titel. Wallern stieg als Zweiter (0:0 gegen Purbach) auf.

Von Christopher Schneeweiss

Mönchhof und Wallern im Glück

© Franz Frania

Das Finale um die Meisterschaft hatte es in sich: Mönchhof, Wallern und Purbach kämpften um die Krone. Am Ende jubelte überraschend der FC Mönchhof. Weil dieser nämlich auf eines angewiesen war: Wallern und Purbach mussten im direkten Duell Remis spielen. Und genau das trat ein, in einem spannenden Match vor 900 Zuschauern reichte es nur zu einem 0:0. Für Wallern bedeutete das zumindest Platz zwei und damit den Aufstieg in die 2. Liga Nord. Purbach ging leer aus.

„Wir sind nach dem Spiel im Kreis zusammengestanden und gewartet, wie die Partie in Wallern ausgeht. Als das 0:0 feststand sind natürlich alle Dämme gebrochen“, beschreibt Mönchhofs Coach Patrick Kasuba die Momente nach dem großen Wurf. Der 5:1-Auswärtserfolg gegen den UFC Podersdorf war schlussendlich das letzte Puzzleteil zum Titel. „Wir haben unsere eigene Partie gegen ein dezimiertes Podersdorf schnell im Griff gehabt und waren dann natürlich über Live-Ticker und Telefonkontakt über die Situation in Wallern informiert. Einen Meistertitel zu feiern, ist etwas ganz Besonderes. Ich weiß nicht, wie es mir damit gegangen wäre als Zweiter auf den Aufstieg anzustoßen.“

Mönchhofs großer Coup glückte. „Und das vor vielen Zuschauern, die mitgekommen sind. Der Platz war sehr gut gefüllt. Das war natürlich ein unbeschreibliches Gefühl.“ Ein Erfolg, der für Kasuba auf drei Grundfesten gebaut wurde. „Wir haben eine unglaubliche Hinrunde gespielt. Wir haben Wallern zwei Mal geschlagen und wir haben uns nochmals aufgerichtet, nachdem uns der Gegenwind mit drei Niederlagen in Folge entgegenblies.“ Ein Meistertitel, der viele Väter hat. Dabei hob Kasuba einen großen Anteil der jungen aufstrebenden Spieler wie Simon Aagaard, Daniel Lentsch, Michael Karner oder auch Stefan Lentsch hervor. „Bei den routinierten Spielern stachen ein Dominik Adam oder Julian Luisser heraus.“ Kasuba: „Es war insgesamt eine unglaubliche Mannschaftsleistung.“

Als knappe Kiste könnte das 0:0 zwischen Wallern und Purbach bezeichnet werden. Zwar waren die Heimischen spielbestimmend und hatten mehr Chancen. Purbach war aber stets auf der Höhe und wurde im Finish gefährlich. Zwei Topmöglichkeiten der Gäste hätten durchaus den Lucky Punch bringen können.

Am Ende jubelte aber der USC Wallern über das 0:0 und den Aufstieg. „Im ersten Moment war ich traurig, dass es nicht der Meistertitel geworden ist. Aber dann überwog schnell die Freude über den Aufstieg in die 2. Liga Nord“, berichtete Wallerns Coach Wolfgang Fischer. Er machte mit seinem Team das schier unmögliche möglich: Acht Punkte Rückstand hatte der USC in der Winterpause auf Purbach, 15 auf Mönchhof. „Und wir konnten alles aufholen. Das hätte ich so nicht erwartet“, gab Fischer zu. Die Feierlichkeiten dauerten in Wallern bis in die frühen Morgenstunden an. Nach dem Abstieg 2023 wird der USC also wieder sein Comeback in der 2. Liga Nord geben.

Die Enttäuschung war Purbachs Trainer Patrick Castek nur wenige Stunden nach dem 0:0 gegen Wallern und den damit verbundenen verpassten Aufstieg kaum mehr anzumerken. „Es war klar, dass Mönchhof in Podersdorf gewinnt. Dementsprechend war uns bewusst, dass wir Wallern besiegen müssen, um den Titel zu holen und das Aufstiegsticket zu buchen.“ Am Ende reichte es aber um Haaresbreite nicht. „Wir haben aber den Aufstieg sicher nicht gegen Wallern verspielt“, so Castek, der den USC im Endspiel sehr stark erlebte. „Wallern war über 80 Minuten die stärkere Elf.“

Purbach selbst war „in der Offensive zu schwach.“ Zu schwer wog der Ausfall eines wesentlichen Erfolgspuzzles. „Thomas Dragschitz hat sich im Training eine schwere Knöchelverletzung zugezogen. Das war nicht zu kompensieren.“ Castek: „Es tut weh, aber ich bin unglaublich stolz, was die Mannschaft geleistet hat“, meinte Castek abschließend.