Sankt Andrä findet wieder in die Spur

1. Klasse Nord

Mit dem 4:1-Auswärtssieg über den SC Apetlon holte man nach dem desaströsen Saisonauftakt den bereits zweiten Sieg in Folge.

Von von Marco Haider

Stefan Wüger (Grätsche) und seine Pamhagner gewannen gegen Julian Schmid (re.) und Frauenkirchen mit 1:0.

Stefan Wüger (Grätsche) und seine Pamhagner gewannen gegen Julian Schmid (re.) und Frauenkirchen mit 1:0.

© Marco Haider

Beim Spiel zwischen Apetlon und dem FC Veganis Sankt Andrä bekamen die 450 angereisten Zuschauer einiges geboten. Die Partie war schnell, offensiv geführt und es kam zu vielen Torraumszenen. Also also, was man sich als Fan eben so wünscht. Die Hausherren zeigten in der ersten Halbzeit ein vollkommen anderes Gesicht als noch vor einer Woche in Wallern. Spielwitz, gute Zweikampfführung und der nötige Einsatz war da und so ging man auch verdient in Front, doch Sankt Andrä glich postwendend aus. Was folgte war ein Leistungseinbruch sondergleichen. Wenige Ideen nach vorne und Unkonzentriertheit hinten. Sankt Andrä hingegen wurde stärker und übernahm das Zepter. Die Gäste spielten wieder den Fußball, denn man von der Guttmann-Truppe auch erwartet. Vor allem Angreifer Simon Marko war in absoluter Top-Form. Er beschäftigte die Abwehr das ganze Spiel hindurch und erzielet auch zwei Tore. Am Ende wurde es richtig deutlich. Das Match endete mit einem 4:1 für Sankt Andrä. Somit hat der SCA die Rote Laterne in der Hand und Sankt Andrä scheint nach dem komplett misslungenen Saisonstart wieder allmählich in die Spur zu finden. „Der Sieg ist meines Erachtens zu hoch ausgefallen“, gab Guttmann zu.

Und wie war das nochmal mit dem ASV Nickelsdorf? Drei Spiele, drei Siege und damit eine blütenweiße Weste, doch dann kam Zurndorf. Das Team von Trainer Mladen Pejic ist perfekt in die Meisterschaft gestartet und war vollgepumpt mit Selbstvertrauen. Zurndorf hingegen hatte eher gemischte Gefühle. Vom Spielverlauf her, lief es auch so, wie man es sich erwartet hatte. Nickelsdorf machte das Spiel und Zurndorf verteidigte klug und wartete auf die richtigen Momente. Dieser Matchplan ging sichtlich gut auf. Antalek, Winkler und Pethö waren die Torschützen beim doch überraschenden 3:0-Auswärtssieg der Zurndorfer in Nickelsdorf. „Über die 90 Minuten gesehen, hatten wir die besseren Chancen und somit geht der Sieg meiner Meinung nach auch in Ordnung“, so Zurndorfs Sektionsleiter Rafael Brandl.

Mönchhof siegt auch im Top-Spiel gegen Wallern

Mentalität. Das ist das Wort, das denFC Mönchhof am besten beschreibt. Eines würde noch gut passen. Einheit. Doch nicht nur das. Auch spielerisch überzeugt das Team von Trainer Patrick Kasuba in allen belangen. Über die gesamten 90 Minuten ließ man nur zwei klare Torchancen der Wallerner zu und in den entscheidenden Momenten konnte man sich auf einen sicheren Rückhalt im Tor durch Stefan Könnyü verlassen. Mönchhof hat in diesem Match bewiesen, dass sie nicht nur kämpfen, sondern auch reifen und einen variablen Fußball spielen können. Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte. „Die Tabellenspitze ist verdien und vielleicht nur ein Vorgeschmack auf das, was in dieser Saison noch möglich ist“, meinte Kasuba. „Leider fehlte am Ende das Glück für einen den Lucky Punsh“, analysierte Wallern-Sektionsleiter Michael Thullner.

Pamhagen gegen Frauenkirchen war nicht gerade ein Leckerbissen. Es war ein sehr chancenarmes Spiel, was vor allem der starken Defensivarbeit der Pamhagner geschuldet war. Die Gäste hatten kaum Durchschlagskraft und konnten die Ausfälle von drei Schlüsselspielern keineswegs kompensieren. Das entscheidende Tor zum 1:0-Heimsieg des UFC erzielte Angreifer Stefan Andert. Was folgte, war ein Gelb-Rote Karte nach einem klassischen Frustfoul von Frauenkirchens Kevin Kurcsis, der seiner Mannschaft somit gegen die NSC Juniors fehlen wird. „Es war eine super Partie von uns, wir haben keine einzige Chance zugelassen und hoch verdient gewonnen“, brachte Pamhagens Sektionsleiter und Co-Trainer Wolfgang Leyrer auf den den Punkt. „Ein glückliches Tor hat das Spiel entschieden“, betonte Frauenkirchen-Trainer Robert Rainalter.

Wulkaprodersdorf konnte gegen Jois das Duell der Aufsteiger mit 4:2 für sich entscheiden. Damit ist die Negativserie gegen den FC Hill endlich gerissen. „Es war eine sowohl kämpferisch als spielerisch starke Leistung und damit ein verdienter Sieg“, stellte Wulka-Sektionsleiter Gerald Kain fest. „Leider haben wir uns oft einfach blöd angestellt“, bedauerte Jois-Coach Günther Reitprecht.

„Erste Halbzeit hui, zweite Halbzeit pfui“, beschrieb NSC-Sektionsleiter Stefan Denk die Leistung der Juniors gegen Podersdorf. Und das trifft es ziemlich gut. Podersdorf kam zweite Halbzeit viel besser in die Begegnung und siegte schlussendlich mit 2:1. Podersdorf-Trainer Franz Ziniel: „Der Sieg war hart erkämpft und wir sind extrem glücklich über diese drei Punkte.“

Sankt Andrä findet wieder in die Spur

© Foto:Marco Haider

SC Apetlon – FC VEGANIS Sankt Andrä 1:4 (1:1).-Torfolge: 1:0 (31.) Frank, 1:1 (34.) Bors, 1:2 (71.) Micovcak, 1:3 (87.) Marko, 1:4 (90.+6) Marko.- Gelb-Rot: A. Pethö (Apetlon, 66.). –

Reserven:0:1 (Clemens Rath).-
SR: Mag. Leitner. – Apetlon, 450.

Apetlon:Strapak; Lukas Payer, Bagi, Fabio Haider, Pethö; Szücs, Kobercik; Füzföi (62. Thaler), Kovacevic, Matz (86. Ebner); Frank (65. Tschida).

Sankt Andrä:Orlando; Heller (90.+2 Patrick Pfeffer), Valek, Regner, Durmaz; Bors (89. Lang), Stulajter, Macho, Horvath (85. Rath); Micovcak, Marko.

ASV Nickelsdorf – ASV RAIBA Zurndorf 0:3 (0:1).–
Torfolge: 0:1 (28.) Antalek, 0:2 (67.) M. Pethö, 0:3 (75.) Winkler. –

Reserve:3:0 (Strasser, Wurm, Laubner).-
SR: Maxharri. – Nickelsdorf, 250.

Nickelsdorf:Lacko; Scherhaufer, Horvath, Limp, Enz (80. Wegleitner); Szöllös (66. Semjan), Dzaferovic, Kellner (71. Hlavac), Kiss; Rybansky, Sovcik.

Zurndorf:Ruzinsky; Maxime Medvid, Horvath, Antalek (84. Sattler), Bencsik; Milosevic, Wrba (90.+2 Meixner); Reiter (81. Fertsak), Oliver Medvid, Winkler; Pethö.

FC Mönchhof – USC Wallern 1:0 (1:0).–
Torfolge: 1:0 (35.) Brodziansky. –

Reserven:7:0 (Friedl 2, Kirschner 2, Rath, Göltl, Stefan Lentsch).-
SR: Tekeli. – Mönchhof, 200.

Mönchhof:Könnyü; Florian Karner, Danyukov, Koch; Aagaard, Julian Luisser, Gollowitzer (72. Philipp Karner), Elias Luisser; Adam; Brodziansky (86. Michael Karner), Daniel Lentsch.

Wallern:Schwarz; Pichler, Engelbert (84. Leurer), Morhac, Fabian Perlinger (90.+2 Kaintz); Györvari, Janisch (66. Mayer); Kampf, Takac, Oliver Theiler (66. Lukas Haider); Cambal.

UFC Pamhagen – SC Frauenkirchen 1:0 (0:0).–
Torfolge: 1:0 (79.) Palensky. –
Gelb-Rote Karte:Kurcsis (82., Foul). –
SR: Koc. – Pamhagen, 300.

Pamhagen:Hros; Kandelsdorfer, Sukala, Pirka, Leyrer; Janovsky; Steinhofer (61. Unger), Wüger, Mihalik, Horvath (73. Munzenrieder); Andert (88. Fleischhacker).

Frauenkirchen: Brauneis; Pejic, Weigl, Lang, Ettl; Derka, Gollowitzer, Schmid, Otapka (76. Palensky); Kurcsis, Enz.

UFC Podersdorf – NSC Juniors 2:1 (0:1).–
Torfolge: 0:1 (19.) Millner, 1:1 (69.) Kolarik, 2:1 (90.+1) Reeh. –
Gelb-Rote Karte:Millner (75., Foul). –
SR: Ruffa. – Podersdorf, 90.

Podersdorf:Köllö; Szücs, Lentsch, Csizmadia, Füleki; Florian Steiner (59. Kolarik), Sipos; Haszonits, Nagy, Janoki-Jaszai (88. Lahcen); Fekete.

Neusiedl:Mödlhammer; Michal Maas, Haider, Sonnleitner, Pittnauer; Matej Maas (70. Fekete), Millner, Mcgirr, Moro; Strommer (90.+3 Dittrich); Gruidl (90. Reeh).

SV Wulkaprodersdorf – FC Hill Jois 4:2 (1:1).–
Torfolge: 1:0 (8.) Halasz, 1:1 (9.) Hrdlicka, 2:1 (62.) N. Mandl, 2:2 (67.) Knezevic, 3:2 (67.) N. Mandl, 4:2 (72.) Varadi. –
Rote Karte: De Souza (54., Tätlichkeit). –
SR: Kazanci. – Wulkaprodersdorf, 150.

Wulkaprodersdorf: Zoltani; Gusek, Welkovits, Niklas Mandl, Kremsner; Nico Mandl, Pejic, Richter (80. Delari); Varga, Halasz (74. Varadi), Wieser (87. Kain).

Jois:Kolesar; Florian Steurer (87. Ehardt), Akbiyik, Pollreisz, Panic; Kalmar, Hrdlicka; Hackl (85. Doleschi), De Souza, Schuber (71. Kara); Knezevic.