Jubel und Rückschläge im Tabellenkeller
1. Klasse Süd
Wiesfleck setzte mit einem 1:0-Sieg in Welgersdorf ein Zeichen im Abstiegskampf der 1. Klasse Süd. Für Rudersdorf und Kemeten wird es zunehmend enger.
Danijel Vincelj und Rudersdorf konnten gegen Zuberbach punkten, wirklich weiter hilft das aber nicht.
© Martin Ivansich, Ivansich
Mit Wiesfleck, Rudersdorf und Kemeten stecken drei Teams im Tabellenkeller fest. Erstere konnten am Samstag einen wichtigen Sieg aus Welgersdorf entführen.
In einem offenen Spiel merkte man von Beginn an, dass beide Mannschaften an diesem Tag einen Dreier mitnehmen wollten. Die Welgersdorfer hatten über das gesamte Spiel gesehen eine Chancenhoheit, die aufgrund des überragenden Gäste-Goalies Jenö Toth unbelohnt blieb. In der 93. Spielminute konnte der zuvor eingewechselte Stefan Weghofer bei einer Standardsituation per Appraller den Sieg für sein Team einfahren – ein klassischer „Lucky Punch“. Wiesflecks Trainer Martin Omischl lobte seine gesamte Mannschaft für eine kämpferische Top-Leistung: „Wir haben bis zum Schluss gefightet und uns dann belohnt“. Besonders für den erst 16-jährigen Torschützen freut sich Omischl: „Stefan ist ein Rohdiamant und ein grandioser Fußballer. Dass er uns mit seinem wichtigen Tor nun den Dreier beschert hat, ist für mich die Kirsche auf der Torte.“ Und Wiesfleck fand durch den Sieg auch wieder Anschluss, der Viertvorletzte Minihof-Liebau ist „nur“ noch fünf Punkte entfernt. Auf Rudersdorf hat man drei Zähler Vorsprung. Bei zwei Absteigern ist Wiesfleck nach derzeitigem Stand also „safe“, bei drei Absteigern braucht es noch Punkte – der Anfang ist defintiv gemacht.
Anders sieht es für Rudersdorf und Kemeten aus. Der USV konnte gegen Zuberbach überzeugen und ein 0:0 holen – gut, aber womöglich zu wenig. Für Kemeten stand das wichtige Spiel gegen Kirchfidisch am Programm. Nach 90 Minuten gab es keine Punkte, 0:2 hieß es am Ende aus Kemeten-Sicht. Eine Niederlage, die die Hoffnung auf den Nichtabstieg schwinden lässt. Anders in Kirchfidisch, wo man sich über die wichtigen Punkte freute: „Wir hatten einige Ausfälle, konnten die aber toll kompensieren“, lobte der Sportliche Leiter Rainer Stubits den Auftritt.
Auch Minihof-Liebau ist nach einer Niederlage in Sankt Michael noch nicht ganz von der Abstiegsgefahr befreit. Zunächst starteten die Gäste gut ins Spiel und konnten durch Livio Kral (15.) früh in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit kam Sankt Michael dann besser ins Spiel und Zan Horvat (60.), Ajdin Kadric (70.) und Blaz Kocijan (90+3.) drehten das Spiel zugunsten der Hausherren. Sankt Michaels Sportlicher Leiter Andreas Kopitar hob die Moral hervor: „Wir sind unglücklich in Rückstand geraten, aber haben nicht aufgegeben und in der zweiten Halbzeit sehr konzentriert gespielt.“