Unterschützen und Oberdorf schossen sich fürs Gipfeltreffen warm

1. Klasse Süd

Am Wochenende trifft der SKU auf den ASK und die Generalproben passten bei beiden. Wir haben alle Spielberichte aus der 1. Klasse Süd.

Von Max Wiesler

Salih Gashi verlor mit Goberling das so wichtige Duell gegen Heiligenbrunn - 1:2.

Salih Gashi verlor mit Goberling das so wichtige Duell gegen Heiligenbrunn - 1:2.

© Mike

Unterschützen – Zuberbach 8:0. Der Tabellenführer zeigt sich weiterhin in Torlaune. Gleich mit 8:0 kegelte der SK Unterschützen die ersatzgeschwächten Gäste aus Zuberbach vom Platz. Die erste Möglichkeit im Spiel hatten aber die Zuberbacher. SKU-Goalie Rene Wagner rettete allerdings in höchster Not. Nach dem verschlafenen Start machten es seine Vorderleute besser. Den Torreigen eröffnete schließlich der junge Jonas Grabenhofer nach 21 Minuten. Danach ging es Schlag auf Schlag, noch bis zum Pausenpfiff stellte der SKU auf 3:0 und machte auch nach dem Pausentee dort weiter. Die letzten drei Treffer gingen auf das Konto von Einwechselspielern – ein Zeichen für die Breite des Unterschützer Kaders. Coach Patrick Tölly war zufrieden: „Es war eine sehr, sehr gute Leistung von uns, wir schießen zurzeit echt viele Tore.“ SVZ-Coach Alexander Kern wusste schon im Vorfeld, dass es schwer wird: „Wir hatten kaum etwas entgegenzusetzen.“

Oberdorf – Deutsch Kaltenbrunn 4:0. Wie der Tabellenführer, so auch der Tabellenzweite. Der ASK Oberdorf gab sich gegen Deutsch Kaltenbrunn keine Blöße und siegte mit 4:0. Vor der Pause trat ein Mann ins Rampenlicht. Mittelfelspieler Bine Kovacic netzte gleich doppelt und sprang so für seinen fehlenden Kollegen, Stürmer Filip Merlin, perfekt in die Bresche. Der „steirische Kroate“ Merlin rückte nämlich kurzfristig zur Geburt seiner Tochter nach Graz aus. Nach dem Wiederanpfiff legten die souveränen Oberdorfer noch zwei weitere Treffer drauf. Die Torschützen: Leo Jakopec und der erst 17-jährige Erik Reiner. Sektionsleiter Wolfgang Halper meinte: „Es war ein solider Auftritt der Mannschaft und wir hatten überhaupt keine Probleme.“ Deutsch Kaltenbrunn kämpfte mit krassen Personalproblemen. „In Summe fehlten mir acht Spieler, daher war für uns nicht mehr drin“, haderte Trainer Martin Omischl.

Loipersdorf-Kitzladen – Bad Tatzmannsdorf 0:1.Auch der dritte Topklub im Bunde blieb siegreich. Ein früher Treffer von Defensivmann Ivan Cecura brachte den SCT in Loipersdorf-Kitzladen auf die Siegerstraße, die Hoffnungen vom Aufstieg sind damit weiter intakt. Nach dem Treffer in der 14. Minute hatte weiterhin der SCT mehr vom Spiel, das so wichtige zweite Tor sollte aber nicht fallen, weswegen es bis zum Ende spannend blieb. „In den ersten 20 Minuten zeigten wir eine sehr gute Leistung“, freute sich Trainer Ernst Bürger, „danach war die Sache ausbaufähig.“ Der Sektionsleiter der Heimmannschaft, Roland Szander, lobte vor allem den kollektiv starken Defensiv-Auftritt seiner Mannschaft: „In der Offensive ist uns aber leider nicht viel gelungen. Möglicherweise hatte das auch mit dem Fehlen von Marijo Sandor zu tun. Er musste kurz vor dem Spiel w.o. geben.“

Neuhaus – Markt Neuhodis 3:0.Nicht mehr Aufstiegskampf, sondern Abstiegskampf hieß es beim Duell Neuhaus gegen Markt Neuhodis. Und dabei machten die Heimischen einen gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Den ersten Treffer beim 3:0-Sieg erzielte Mitja Semen nach 32 Minuten. Abermals Semen in Minute 55 und Tobias Weber in Minute 72 machten den klaren Erfolg perfekt. So deutlich war die ganze Sache aber gar nicht: Neuhaus war zwar besser im Spiel, beim Stand von 1:0 hätte die Partie aber auch eine andere Wendung nehmen können, doch Karlo Slukic parierte einen Freistoß von Mark Varga glänzend. „Das war Weltklasse“, sprach der Sportliche Leiter des USV, Stephan Knapp, in höchsten Tönen von seinem Schlussmann. Der Gäste-Sektionsleiter Andreas Horvath meinte: „Alles in allem waren sie besser und wir müssen die Pleite hinnehmen.“

Goberling – Heiligenbrunn 1:2.Im zweiten Abstiegskracher der Runde setzte sich das Auswärtsteam durch – Heiligenbrunn gewann in Goberling. Bis zur Pause hielten sich beide Teams die Waage, dann schlug die Stunde von SVH-Stürmer Boris Vurusic. Nach 47 Minuten stellte der Kroate im Heiligenbrunner Dress auf 1:0 und nach 66 Minuten legte er das 2:0 nach. Goberling kam nur mehr zum Anschlusstreffer durch Bence Nagy. Dass es noch zur Zitterpartie wurde, ärgerte Heiligenbrunns Sektionsleiter Thomas Kedl: „Im Normalfall müssen wir noch das 3:0 machen und dann ist die Geschichte erledigt. Aber Sieg ist Sieg – und das zählt.“ Sein SVH entfernte sich damit von den Abstiegsrängen.

Jabing – Kemeten 0:4.Der SC Kemeten holte nach dem Trainerbeben in der Vorwoche beim Tabellenschlusslicht aus Jabing einen ungefährdeten 4:0-Erfolg. David Stampel und David Arap vor der Pause (17., 31.) und ein doppelter Sandro Kizlin (81., 90.) nach der Pause sorgten für den Erfolg. Der SCK rehabilitierte sich damit für die letzten Niederlagen. Davon kann in Jabing keine Rede sein. Noch immer steht der ASK ohne einen Saisonsieg da. Dem Obmann der Heimelf, Christian Gansfuss, gab aber vor allem der Auftritt vor der Pause Zuversicht: „Beim Stand von 0:0 hatten wir zwei Sitzer auf die Führung, die müssen wir ieinfach nutzen.“

Wiesfleck – Schlaining 2:3.Das Spiel zwischen dem SC Wiesfleck und dem ASK Schlaining fand erst am Dienstagabend statt. Die Schlaininger gewannen dabei mit 3:2 und hielten die theoretischen Chancen auf den Aufstieg am Leben. Bereits früh in der Partie ging es mit dem Toreschießen los: Nach nicht einmal zwei Minuten verwertete György Nyari eine Ping-Pong-Aktion im Sechzehner zum 1:0. Wiesfleck glich noch vor der Pause durch Nejc Levec aus. In der zweiten Halbzeit brachte der eingewechselte Kevin Schenner die Schlaininger mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße (60., 67.). Der SCW kam zwar noch einmal heran, konnte den Erfolg aber nicht mehr gefährden.