2. Klasse Mitte: Auf Derbyjubel folgte Hirms Katzenjammer

2. KLASSE MITTE

Der Tabellenführer setzte sich beim Erzrivalen Antau in einem dramatischen Spiel am Ende denkbar knapp mit 3:2 durch. Zwei Tage später patzte man beim Nachtragsspiel in Stoob.

Von Alfred Wagentristl

Am Samstag bejubelt Hirm einen Last-Minute-Derbysieg in Antau, zwei Tage später gab es dann eine bittere Enttäuschung für den Meisterkandidaten. Hirm verlor beim nunmehrigen Vorletzten Stoob 0:1.

Am Samstag bejubelt Hirm einen Last-Minute-Derbysieg in Antau, zwei Tage später gab es dann eine bittere Enttäuschung für den Meisterkandidaten. Hirm verlor beim nunmehrigen Vorletzten Stoob 0:1.

© Alfred Wagentristl

ANTAU – HIRM 2:3.Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel hielt für die rund 250 Zuschauer, was es im Vorfeld versprochen hatte. Verlief die erste Halbzeit noch ausgeglichen, übernahmen die Gäste aus der Nachbarschaft im zweiten Spielabschnitt doch mehr das Kommando und durften in der Nachspielzeit nach einem packenden Spielverlauf dann sogar über alle drei Punkte jubeln. „So sehr ich vor der Pause mit der Leistung zufrieden war, war es danach enttäuschend. Irgendwie war dann nur mehr ‚verwalten‘ angesagt und wir machten den Eindruck, als wollten wir nur mehr kontern, wenn überhaupt“, ärgerte sich Antaus Sportlicher Leiter Mark Hergovits maßlos über die doch vermeidbare Niederlage. „Es war vermutlich die Halbzeitpause, in der uns der Trainer angestachelt hat, was uns zum Derbysieg geführt hat. Weil danach waren wir doch sehr dominant und feierten einen späten, aber verdienten Sieg“, fasste Hirms Offensivmann Niko Cerny den „Dreier“ zusammen.

STOOB - DEUTSCHKREUTZ/UNTERFRAUENHAID II 4:3.Die Hausherren kamen sehr gut in die gut besuchte Partie, verabsäumten es aber, nach der raschen Führung von Hammad Javed den zweiten Treffer nachzulegen. „Dann ist es halt gekommen, wie es oft im Fußball kommt und wir haben die Tore bekommen, die wir nicht gemacht haben“, so Stoobs Sportlicher Leiter Kevin Radostics. Aber auch durch den 2:1-Rückstand ließen sich die Gastgeber nicht beirren und drehten die Partie noch einmal. Leider sind wir am Ende noch einmal ins Schwitzen gekommen“, so Radostics. „Es war ein ausgeglichenes Spiel, und die Niederlage war auch nicht verdient“, resümierte Gäste-Coach Laszlo Gulyas und meinte weiters „wir haben nach Hirm die meisten Tore erzielt, das freut mich, weil es das widerspiegelt, was wir uns im Training erarbeiten. Defensiv müssen wir einiges besser machen, das steht fest.“

SIGLESS – TSCHURNDORF 5:0. Die Gäste aus Tschurndorf starteten gar nicht schlecht in die Partie und nach 25 Minuten wäre man vermutlich nicht auf die Idee gekommen, dass dieses Spiel einen so klaren Verlauf nimmt. „Wir hatten bei 0:0 auch zwei Großchancen, die man auswärts halt nicht auslassen darf. Danach waren wir leider völlig von der Rolle. Auch nach dem Ausschluss waren wir in Unterzahl klar schwächer als die Hausherren“, so Tschurndorfs Coach Marcel Geissler. Sigleß-Trainer Dieter Komanovits war natürlich stolz auf seine Truppe, die rund eine Stunde in Unterzahl agiert hatte: „Man hat beim Zuschauen nicht bemerkt, dass wir ein Mann weniger sind, das war schon beeindruckend. Heute hat die ganze Mannschaft wirklich überzeugt, vor allem die Routiniers sind nach dem Ausschluss vorangegangen und haben die Punkte ins Trockene gebracht. Nach drei Siegen in Folge wollen wir natürlich auch in Mannersdorf ungeschlagen bleiben.“

UNTERRABNITZ – MANNERSDORF 1:2. „Sie waren nicht gut und wir waren noch schlechter“, fasste Unterrabnitz-Obmann Gernot Steinriegler die nicht unbedingt hochklassige, aber gut besuchte Partie, zusammen. Vielleicht haben die Hausherren auch die beiden relativ raschen, verletzungsbedingten Auswechslungen aus dem Tritt gebracht, denn in Summe war das dann doch ein bisschen wenig vor heimischem Publikum. Die Mannersdorfer waren vor allem zu Spielbeginn etwas stärker, erspielten sich in Summe gegen die doch sehr harmlos agierenden Unterrabnitzer wenig gefährliche Strafraumsituationen. „Wir sind nach dem Ausgleichstreffer nicht mehr richtig in die Spur gekommen. Trotzdem haben wir erstens kaum etwas Zwingendes für den Gegner zugelassen und zweitens nie aufgegeben. Dass wir uns dann noch durch den Siegestreffer von Daniel Illes belohnt haben, ist natürlich doppelt schön“, fasste es Mannersdorfs Spielertrainer Manuel Supper zusammen.

UNTERPULLENDORF – WIESEN 5:0.Die stark ersatzgeschwächten Gäste kamen überraschend gut in die Partie. „Wir hatten in den ersten 20 Minuten drei gute Möglichkeiten und hätten eigentlich in Führung gehen müssen. Ob wir diese dann in dieser Besetzung über die Zeit gebracht hätten, ist zwar ein anderes Thema, aber auf alle Fälle haben wir uns in der Anfangsphase gut verkauft“, so Wiesen-Obmann Michael Ochs, der in Anbetracht der vielen Ausfälle diesmal auch selbst in der Startelf stand. Nach einer halben Stunde kam aber die Unterpullendorfer Tormaschinerie ins Laufen und die beiden Offensivlegionäre David Földvarszki und Balazs Vidak waren es, die für die 2:0-Pausenführung sorgten. „Auch wenn wir am Anfang schwer in die Gänge gekommen sind, danach war es Powerplay von uns und es hätte durchaus deutlich höher ausfallen können. Der Sieg stand nach der Führung für mich nie infrage“, fasste Unterpullendorf-Coach Viktor Hanak zusammen.

DÖRFL – SIEGGRABEN 2:3.Nach seiner Bilanz zum Spiel gefragt, fand Dörfl-Trainer Reini Schock sehr deutliche Worte: „Da braucht man heute nicht viel um den heißen Brei herumzureden: Der Schiedsrichter hat diese Partie entschieden. Nach fünf Minuten muss Herr Sevik einen Elfmeter für uns geben und einen Sieggraben-Spieler mit Rot vom Feld schicken. Dazu haben wir noch zwei Tore geschossen, die nie und nimmer abseits waren und beide Male wurde falsch entschieden. Nichts gegen schlechte Schiedsrichterleistungen, wir machen alle Fehler, aber heute wurden wir krassest benachteiligt. Wir haben richtig gut gespielt und haben nie aufgehört, ich kann der Mannschaft trotz Heimniederlage überhaupt nichts vorwerfen.“

Nachdem Raphael Mitterhöfer nach einer guten Stunde mit einer Einzelaktion für die Gästeführung gesorgt hatte, wurde es in der letzten Phase des Spieles noch einmal sehr emotional: Nachdem Patrick Windisch kurz vor dem Schlusspfiff den viel umjubelten Ausgleich erzielte, setzte Imran Muji in der allerletzten Aktion noch einen drauf und sorgte für die drei Gäste-Punkte. „Ich finde, dass es ein absolut gerechter Sieg für uns war. Auch wenn seitens der Gastgeber gefühlt jeder Pfiff des Schiris kritisiert wurde. Vielleicht fielen auch deswegen einige 50:50-Entscheidungen des Schiris zu unseren Gunsten“, so Sieggraben-Spielertrainer Philip Schordje.

STOOB – ASK HIRM 1:0. Die Stoober traten ersatzgeschwächt an und machten sich nicht viel Hoffnungen auf einen Erfolg. „Eigentlich wollten wir Schadensbegrenzung betreiben und gut organisiert auftreten. Wir hielten den Angriffsversuchen auch ganz gut stand. Dass dann Szilard Agoston den Freistoß auch noch versenkt, war natürlich doppelt schön“, freute sich Stoobs Sportlicher Leiter Kevin Radostics.

Die Hirmer wirkten bis auf die Anfangsphase auch relativ ideenlos und hatten bis auf einen Stangenschuss von Fathi Satilmis kaum gefährliche Situationen zu verbuchen. „Das war heute gar nichts. Wir hatten keine Mittel, wie wir den Abwehrblock der Stoober knacken könnten. Vielleicht hat uns doch der Derbysieg zwei Tage zuvor zuviel Substanz gekostet“, so Hirms Fathi Satilmis in der Rückbetrachtung der Niederlage in Stoob.

2. Klasse Mitte: Auf Derbyjubel folgte Hirms Katzenjammer

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