Der Bann ist gebrochen: St. Georgens erster Sieg seit Oktober
2. Klasse Nord
Das 4:3 des UFC St. Georgen gegen das Tabellenschlusslicht Hirm/Zillingtal war alles andere als ein gewöhnliches Fußballspiel.
St. Georgens Kapitän Oliver Mancs sichert seiner Mannschaft mit vier Torbeteiligungen den langersehnten Dreier gegen die SPG Hirm/Zillingtal.
© Joshua Unterweger
Sturmartige Böen verwandelten das Freitagabend-Duell zwischen dem UFC St. Georgen und Schlusslicht Hirm/Zillingtal in ein skurriles Flutlicht-Spektakel, das den Hausherren den erlösenden Befreiungsschlag bescherte und als absolutes Fußball-Kuriosum in Erinnerung bleiben wird.
Das irre 4:3 war nämlich kein normaler Heimsieg, es war eine pure Eckball-Gala. „Mein Team hat den Plan, mit dem Wind Fußball zu spielen, bestens umgesetzt“, fasste St. Georgens Spielertrainer Christopher Pinter zusammen. Wenn aus dem Spiel heraus der Ball vom Winde verweht wird, müssen eben die Standards richten – und wie! Alle vier Treffer der Hausherren resultierten aus Eckstößen. Oliver Mancs drückte dem Spiel völlig seinen Stempel auf und war an jedem einzelnen St. Georgener Tor direkt beteiligt. Er servierte zwei Eckbälle punktgenau für seine Mitspieler und vollstreckte einmal blitzschnell nach einer kurzen Variante selbst. Doch das absolute Highlight der Partie war die extrem seltene Kunst des sogenannten „Olimpico“. Dank der massiven Windunterstützung zirkelte Mancs einen Eckstoß auf direkter Flugbahn, völlig unberührt von anderen Spielern, ins Tor. Und als wäre das nicht schon verrückt genug, machte die Spielgemeinschaft den Wahnsinn komplett und verwandelte ebenfalls einen Eckball direkt. Dass am Ende ausgerechnet Pinter den vierten Eckball zum 4:3-Endstand verwertete, passte perfekt ins Bild.