Oggau erlebt das nächste bittere Deja-vu

2. Klasse Nord

Die erhoffte Revanche für das verpasste Aufstiegs-Finale der Vorsaison ist geplatzt. Der UFC Oggau kassiert in Eisenstadt eine schmerzhafte 0:2-Auftaktpleite.

Von Joshua Unterweger

Die Eisenstädter Leichtathletikarena und Hans Peter Kusolits – eine Kombination, die auch nach diesem Duell vor allem bittere Erinnerungen hinterlässt.

Die Eisenstädter Leichtathletikarena und Hans Peter Kusolits – eine Kombination, die auch nach diesem Duell vor allem bittere Erinnerungen hinterlässt.

© Christopher Schneeweiß

Der Ausflug in die Leichtathletikarena nach Eisenstadt weckt beim UFC Oggau wahrlich keine guten Erinnerungen. Bereits in der vergangenen Saison platzten dort nach einer bitteren 2:3-Pleite in der 24. Runde die Aufstiegsträume der Oggauer, als man trotz zweimaliger Führung durch Alexander Kampitsch am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten musste. Zum Auftakt der neuen Spielzeit in der 2. Klasse Nord sollte nun die langersehnte Revanche gelingen – doch die Geschichte wiederholte sich auf schmerzhafte Weise. Am Ende jubelte erneut überraschend der SC UNEX Eisenstadt über einen 2:0-Heimerfolg.

Vor 150 Zuschauern sahen die Fans zunächst eine zähe und zerfahrene Partie. Rene Mersol, Pressesprecher der Eisenstädter, fasste den ersten Durchgang treffend zusammen: „Die erste Hälfte war von beiden Seiten kein spielerischer Leckerbissen, wenngleich Oggau mehr vom Spiel hatte. Große Torchancen waren aber zunächst Mangelware.“ Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung etwas mehr an Fahrt auf. Die Gäste erarbeiteten sich insgesamt drei aussichtsreiche Möglichkeiten, scheiterten jedoch entweder an der gut organisierten SCE-Hintermannschaft oder an Arthur Biffl, der sich mehrfach auszeichnen konnte. Erschwerend kam für die Oggauer hinzu, dass ihr Goalgetter Alexander Kampitsch aktuell angeschlagen ist, was den offensiven Output spürbar hemmte und die mangelnde Durchschlagskraft im Angriffsdrittel erklärte.

Die spielentscheidende und aus Oggauer Sicht verhängnisvolle Phase brach schließlich in der 75. Minute an. Nach einem Foulspiel sah Oggaus Florian Kucher, der bereits in der ersten Halbzeit verwarnt worden war, die Gelb-Rote Karte. Den fälligen Freistoß aus rund 25 Metern zimmerte Ulas Kuzu mit einem herrlichen Hammer exakt ins Kreuzeck zur umjubelten 1:0-Führung für die Hausherren. Oggau-Trainer Hans Peter Kusolits haderte nach dem Schlusspfiff merklich mit diesem Wendepunkt: „Im Endeffekt glaube ich schon, dass wir die besseren Torchancen hatten, aber haben uns durch eigene Blödheiten das Leben schwer gemacht. Vor allem nach der Gelb-Roten Karte wurde es unfassbar schwer, noch mal zurückzukommen.“

In Unterzahl fehlte den Gästen in der Folge die Kraft für ein erneutes Aufbäumen, während Eisenstadt seine Standardstärke an diesem Tag ein weiteres Mal gnadenlos ausspielte. In der 88. Minute trat Imran Muji zu einem Freistoß an und versenkte den Ball mit einem gefühlvollen Schlenzer von der linken Seite unhaltbar ins lange Eck zum 2:0-Endstand. Daran änderte auch der späte Platzverweis wegen einer Tätlichkeit gegen Eisenstadts Shalva Tsuliashwilli in der Nachspielzeit (91.) nichts mehr. „Wenn man die Tore vorne nicht macht, kriegt man sie hinten, und genau so war's dann auch. Der SCE hat aus wenig das Maximum rausgeholt“, bilanzierte ein enttäuschter Kusolits, der mit seiner Mannschaft nun direkt zu Beginn der neuen Saison einen bitteren Rückschlag verdauen muss. Vergangene Saison resultierten für den UFC aus den ersten fünf Spielen nur drei Punkte, jedoch spielten sie bis zum Schluss um den Aufstieg mit.