Sigleß gegen Steinbrunn im Zugzwang
2. Klasse Nord
Nach dem völlig verpatzten Saisonstart steht der SV Sigleß am Freitag in der Pflicht.
Gulyas brauchte nur rund 10 Minuten um das entscheidende 3:2 vorzubereiten.
© Ivansich
Nach dem verpatzten Saisonauftakt brennt der SV Sigleß am kommenden Freitagabend (19:30 Uhr) vor heimischem Publikum auf Wiedergutmachung. Wenn Steinbrunn zu Gast ist, prallen allerdings zwei Mannschaften mit völlig unterschiedlichen Gemütslagen aufeinander. Während die Heimmannschaft eine empfindliche 0:3-Auswärtspleite in Oslip verdauen muss, bei der man bereits zur Pause aussichtslos zurücklag, reisen die Gäste mit der breiten Brust eines hart erkämpften 3:2-Auftaktsieges gegen Großhöflein an.
Um gegen die mit Sicherheit selbstbewusst auftretenden Steinbrunner ein anderes Gesicht zu zeigen, hofft Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler vor allem auf personelle Entlastung. „Bei uns kommen hoffentlich ein paar Akteure retour, womit wir hoffentlich das Spiel besser bestreiten können“, blickt der Funktionär der anspruchsvollen Aufgabe entgegen. Den Gegner stuft Zistler im Vorfeld als gefährliche, aber noch schwer auszurechnende Hürde ein: „Zu Steinbrunn kann ich nicht viel sagen, sie haben eine komplett neue Mannschaft mit einigen Legionären, die sicher Qualität haben.“ Dass viel Moral in dieser neu formierten Truppe steckt, stellte der ASV bereits am ersten Spieltag unter Beweis, als man einen verspielten Vorsprung in der Schlussphase nervenstark noch in einen Sieg ummünzte.
Ein besonderes Augenmerk wird die Sigleßer Hintermannschaft am Freitag zudem auf einen absoluten Routinier legen müssen, der jederzeit den Unterschied ausmachen kann. Die Rede ist von Laszlo Gulyas. Der Steinbrunner Spielertrainer versprüht auf dem Platz stets enorme Torgefahr, was auch Zistler bewusst ist: „Er ist zwar schon ins Alter gekommen, aber immer noch für Tore gut.“ Nach seiner Einwechslung am vergangenen Spieltag konnte der Spielertrainer höchstpersönlich das entscheidende Tor für seine Mannschaft vorbereiten. Gulyas selbst strotzt nach dem gelungenen Start jedenfalls vor Tatendrang und gibt für das anstehende Auswärtsspiel eine unmissverständliche Marschroute vor: „Am Freitag wollen wir in Sigleß noch mehr leisten und erneut drei Punkte nach Hause holen.“