Spieltag der offenen Rechnungen: Oggau, Oslip und Zagersdorf brennen auf Revanche

2. Klasse Nord

Oggau verlor im Herbst gegen St. Georgen mit 0:5. Jetzt wird dafür die MissionWiedergutmachung in Angriff genommen.

Von VON Joshua Unterweger

Nach der 0:3-Pleite in Stotzing hat die Oggauer Elf rund um Kapitän Julian Kröss in letzter Zeit wieder allen Grund zum Jubeln. Aufgrund der letzten beiden klaren Siege konnten sie vier Plätze in der Tabelle gutmachen.

Nach der 0:3-Pleite in Stotzing hat die Oggauer Elf rund um Kapitän Julian Kröss in letzter Zeit wieder allen Grund zum Jubeln. Aufgrund der letzten beiden klaren Siege konnten sie vier Plätze in der Tabelle gutmachen.

© Joshua Unterweger

Wenn der UFC Oggau an diesem Spieltag (Samstag, 16.30 Uhr) den UFC St. Georgen empfängt, brennt die Heimmannschaft auf Wiedergutmachung. Das 0:5-Debakel aus dem Hinspiel ist noch nicht vergessen, doch die Vorzeichen könnten diesmal kaum unterschiedlicher sein. Oggau reitet nach einem 2:0-Derbysieg gegen Mörbisch und einem imposanten 4:0-Auswärtserfolg in Parndorf auf einer echten Erfolgswelle. Oggaus Trainer Hans Peter Kusolits gibt sich kämpferisch: „Wir haben nach der 5:0-Hinspielpleite einiges gutzumachen. Ich meine zwar, dass diese Partie ein bisschen zu hoch ausgefallen ist, aber so ist der Fußball.“ Bei den Gästen löste sich zuletzt immerhin der Knoten nach einer unfassbaren Sieglos-Serie (letzter Dreier am 19.10.2025) feierte man gegen Hirm/Zillingtal endlich wieder einen Sieg – bezeichnenderweise dank vier Toren nach Eckbällen. Nun muss das Team beweisen, dass es auch aus dem Spiel heraus wieder zu alter Offensivstärke zurückgefunden hat. Spielertrainer Christopher Pinter schiebt die Favoritenrolle jedenfalls elegant weiter: „Oggau wird nach dem 0:4-Auswärtssieg in Parndorf der Favorit in diesem Spiel sein. Sie liegen in der Tabelle auch vor uns. Das Ergebnis aus dem Hinspiel ist ohnehin zu hoch ausgefallen.“

Im Duell zwischen dem Aufstiegsaspiranten SC Breitenbrunnund dem FC Oslip(Freitag, 19.30 Uhr) geht es für beide Teams um viel. Auch hier sinnt ein Team auf Revanche: Im Hinspiel musste sich Oslip extrem bitter mit 1:2 geschlagen geben, nachdem Breitenbrunn erst in der 87. Minute den Siegtreffer erzielte. Dass späte Dramen genau die Kragenweite der Osliper sind, haben die letzten Wochen eindrucksvoll bewiesen. Ein später 2:1-Sieg gegen Schützen in der 79. Minute, ein völlig verrücktes 2:3 gegen Sigleß mit gleich vier Treffern ab der 80. Minute und zuletzt ein 2:2-Remis im Derby gegen Zagersdorf durch einen Ausgleich in der 85. Minute sorgten für reichlich Herzklopfen. Oslip-Trainer Thomas Achs weiß um die Schwere der Aufgabe, rechnet sich aber Chancen aus: „Gegen Breitenbrunn wird es nicht einfach, aber mit kleinen Umstellungen können wir sie ärgern.“ Ein Faktor könnte dabei die Frische sein, während Oslip regenerieren konnte, steckt Breitenbrunn in einer intensiven englischen Woche. Erst am Montag musste das Team im Nachtragsspiel in Großhöflein ran. Das souveräne 4:1 gab der zwar Selbstvertrauen, doch angesichts von nur drei Tagen Pause ist nun ein echter Kraftakt gefragt, um im Titelrennen weiter Druck zu machen.

Auf dem Papier ist die Rollenverteilung glasklar, doch in der Realität stottern beim SC Zagersdorf und dem SV Sigleß aktuell die Motoren. In Zagersdorf wartet man in der Rückrunde weiter sehnsüchtig auf den ersten Dreier. Die akute Personalnot macht das anstehende Duell (Samstag, 16.30 Uhr) nun zu einer echten Mammutaufgabe. Trainer Gerald Gollubics muss auf eine ganze Reihe von verletzten oder gesperrten Stammkräften verzichten und dämpft die Erwartungen: „Es wird eine ganz schwierige Partie für uns. Wir haben eine Menge Ausfälle, werden aber unser Bestes mit den vorhandenen Mitteln geben.“ Dennoch gibt es einen kleinen Funken Hoffnung, denn der Herbstmeister aus Sigleß sucht derzeit massiv nach seiner Souveränität aus der Hinrunde. Auf eine 0:1-Auftaktpleite gegen Großhöflein folgten zwei absolute Zittersiege gegen Oslip und Schützen. Trotz der Formschwäche des Gegners warnt Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, zumal Zagersdorf eine klare Hinspiel-Pleite rächen will: „Das Hinspiel haben wir klar gewonnen, sie werden sicher alles daransetzen, das wiedergutzumachen. Geschenkt wird uns sicherlich nichts werden.“