St. Georgen und Oggau im direkten Duell
2. Klasse Nord
Während die Hausherren auf einer Euphoriewelle reiten, kämpfen die Gäste vor dem Gipfeltreffen mit Personalsorgen.
Abwehrchef Daniel Sakovy (r.) fällt gegen St. Georgen aus. In der vergangenen Rückrunde war er noch der entscheidende Mann, um St. Georgens Torgarant Oliver Mancs aus dem Spiel zu nehmen.
© Johannes Götzinger
Wenn der aktuelle Tabellenführer auf den von Pinter erklärten Meisterschaftsfavoriten trifft (Freitag, 19.30 Uhr), ist Spannung vorprogrammiert. In der 3. Runde der 2. Klasse Nord bittet der UFC St. Georgen/Eisenstadt den UFC Oggau zum absoluten Topspiel. Die Ausgangslagen der beiden Schwergewichte könnten nach den ersten beiden Spieltagen jedoch unterschiedlicher kaum sein.
Die Hausherren aus St. Georgen grüßen derzeit mit der Maximalausbeute von sechs Punkten unangefochten von der Tabellenspitze. Besonders beeindruckend liest sich dabei die makellose Torbilanz von 13:0. Erst am vergangenen Spieltag feierte die Mannschaft einen wahren Kantersieg und schoss Schützen auswärts mit 9:0 ab. Überragender Akteur war dabei Oliver Mancs, der gleich viermal (13., 50., 56., 75.) netzte. Auch Spielertrainer Christopher Pinter, der in der 34. Minute traf, zeigte sich hochzufrieden mit dem Auftritt: „Schützen hat tief mit einer Fünfer-, teilweise Sechserkette verteidigt. Zur Halbzeit beim 3:0 hat es schon sehr gut ausgesehen, nach dem 4:0 war das Spiel entschieden und sie haben nur noch wenig Gegenwehr gezeigt.“
Trotz des furiosen Starts schiebt Pinter die Favoritenrolle für das anstehende Duell gekonnt den Gästen zu: „Oggau ist heuer der MUSS-Meister, wie Breitenbrunn letztes Jahr – Favorit in jedem Spiel! Wir wollen zuhause aber alles versuchen.“
Beim UFC Oggau stotterte der Motor zu Beginn der Saison noch merklich. Auf einen Fehlstart in Eisenstadt (0:2 durch zwei Standardgegentore) folgte in der zweiten Runde immerhin ein hart erarbeiteter 2:0-Heimsieg gegen die SPG Hirm / Zillingtal, der durch Treffer von Alexander Kampitsch (14.) und Patrik Papranec (72.) sichergestellt wurde. Damit rangiert die Elf vom Westufer aktuell mit drei Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Trainer Hans Peter Kusolits war mit der Leistung gegen Hirm jedoch nur bedingt zufrieden: „Das war eine ziemlich zerfahrene Partie. Nach dem 1:0 hatten wir es etwas besser im Griff, aber das Spiel war von vielen Fehlpässen geprägt und wir haben die Positionen nicht eingehalten.“
Die größte Sorge bereitet dem Coach vor dem Kracher in St. Georgen aber das gut gefüllte Lazarett. „Wir müssen zurzeit jede Woche zwei, drei Positionen umdrehen. Jetzt fallen mit Daniel Sakovy und Lukas Laky wieder zwei Spieler fix verletzt aus. Raphael Zeiler fehlt, Marcel Schummi ist noch verletzt und Alexander Kampitsch sowie Michael Mali spielen beide angeschlagen. Es läuft personell momentan nicht sehr gut für uns“, klagt Kusolits über die angespannte Personalsituation.
Vor dem formstarken Tabellenführer hat der Oggau-Trainer jedenfalls gehörigen Respekt: „Wir sind beim Titelfavoriten zu Gast – die kommen mit einem unglaublichen Lauf, zwei Siege, 13 Tore geschossen, null bekommen. Neun Tore muss man in einem Match erst einmal schießen, die sind sicher super gut drauf.“ Kampflos wird man das Feld in St. Georgen aber keineswegs räumen, auch wenn Kusolits weiß, wie schwer die Aufgabe wird: „Schon letztes Jahr haben wir uns in St. Georgen sehr schwergetan, weil sie extrem heimstark sind. Geschenke wollen wir aber keine verteilen. Wir werden versuchen, etwas mitzunehmen, aber in unserer aktuellen Situation wird das schwer genug.“
Das Aufeinandertreffen dieser beiden Spitzenteams verspricht Hochspannung pur.