Vier Teams, ein verbleibender Aufstiegsplatz
2. Klasse Nord
Während Stotzing den Aufstieg in der eigenen Hand hält, lauern drei Verfolger auf den entscheidenden Ausrutscher. Die Entscheidungsspiele gehen am Samstag um 17:30 Uhr über die Bühne.
Ob Leotrim Saliji (r.) mit Stotzing nach dem letzten Spieltag weiterhin die Nase vor Kevin Schwacha (l.) und seinen St. Georgenern behält, wird sich zeigen.
© Johannes Götzinger
Der gefährlichste Verfolger hat den Matchball. Der zweitplatzierte UFC Stotzing geht mit aktuell 49 Punkten auf dem Konto mit den besten Karten in dieses furiose Finale. Die Rechnung ist denkbar einfach: Mit einem Heimsieg tüten sie den Aufstieg aus eigener Kraft ein. Selbst bei Punktgleichheit am Ende hätte Stotzing im direkten Vergleich gegenüber den Verfolgern aus Sigleß und Oggau die Nase vorne. Mit der SPG Hirm/Zillingtal wartet zudem das aktuelle Schlusslicht der Liga. Dass den Stotzingern diese Aufgabe liegt, zeigte bereits das Hinspiel, welches der UFC souverän mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Alles ist angerichtet für die große Aufstiegsparty, sofern die Nerven im eigenen Stadion halten.
Sollte Stotzing den Matchball allerdings verspielen, steht die Konkurrenz sofort parat. Allen voran lauert der SV Sigleß auf Rang drei mit 48 Zählern auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters. Patzt Stotzing mit einem Remis oder einer Niederlage, wandert das begehrte Aufstiegsticket bei einem gleichzeitigen Dreier nach Sigleß. Allerdings wartet mit dem sechstplatzierten SC Trausdorf der vermeintlich schwerste Brocken des gesamten Verfolgerfeldes. Dass es kein Spaziergang wird, bewies das knappe Hinspiel, bei dem sich Sigleß auswärts nur hauchzart mit 2:1 durchsetzen konnte. Sektionsleiter Peter Zistler versucht im Vorfeld bewusst, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen: „Letzte Runde, Luft ist draußen. Wir versuchen das Beste daraus zu machen.“
Während Sigleß also eine echte Reifeprüfung vor der Brust hat, hofft man ein Stück weiter auf Schützenhilfe und Derby-Magie. Denn auch der viertplatzierte UFC Oggau darf sich mit seinen 47 Punkten noch berechtigte Hoffnungen machen. Sollte Stotzing sein Spiel verlieren und Sigleß maximal unentschieden spielen, würde Oggau mit einem Sieg in Schützen vorbeizeihen und den Aufstieg perfekt machen. Das Hinspiel ging zwar mit 3:1 an Oggau, war aber ein hartes Stück Arbeit. Oggau-Trainer Hans Peter Kusolits warnt eindringlich vor dem unberechenbaren Nachbarn: „Schützen kann man sehr schwer einschätzen, einmal gewinnen sie, dann verlieren sie ganz komisch. Wir haben uns bereits im Hinspiel sehr schwer getan und trotz einer roten Karte waren sie schlussendlich in der zweiten Halbzeit überlegen. Im Kader steckt auf jeden Fall eine Menge Qualität aber man weiß halt im Vorhinein leider nie wer spielen wird und das macht sie unberechenbar.“
Auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen ist auch der fünftplatzierte UFC St. Georgen mit seinen 46 Zählern. Neben einem eigenen Pflichtsieg müsste Spitzenreiter Stotzing patzen, um das Wunder noch wahr zu machen. Gegner Zagersdorf ist zwar auf Rang 12 abgerutscht, bewies aber schon beim 2:2 im Hinspiel enormen Kampfgeist. Sollte Sigleß zeitgleich Remis spielen, kommt es zum Rechenspiel. Beide Teams gewannen im direkten Vergleich einmal mit 3:1, womit die hauchdünne Tordifferenz von plus 26 für St. Georgen entscheiden würde. Spielertrainer Christopher Pinter gibt die Marschroute vor: „„Wir wollen den Aufwärtstrend im Frühjahr beibehalten und das letzte Spiel in Zagersdorf natürlich gewinnen. Wir sind aktuell das drittbeste Team im Frühjahr und wollen das Jahr so hoch wie möglich in der Tabelle beenden.“