Von der Meister-Gala bis zum Krisen-Duell

2. Klasse Nord

Der bevorstehende Spieltag in der 2. Klasse Nord hält für die Fußballfans einige echte Leckerbissen parat.

Von Joshua Unterweger

Sebastian Dinhof (r.) besiegelte in der Hinrunde den 3:1-Endstand für Oggau.

Sebastian Dinhof (r.) besiegelte in der Hinrunde den 3:1-Endstand für Oggau.

© Johannes Götzinger

Während der Tabellenvierte Oggau den frischgebackenen Meister aus Breitenbrunn zum Spitzenspiel empfängt, kämpfen St. Georgen und Großhöflein um wichtige Zähler im Mittelfeld der Liga. Zudem gastiert der schwächelnde Tabellenzweite Sigleß beim unangenehm zu bespielenden SV Mörbisch.

Der UFC Oggau, aktuell auf einem starken vierten Tabellenplatz, steht vor einer Herkulesaufgabe, aber auch vor einer enormen Chance. Zu Gast ist niemand Geringeres als der unangefochtene Spitzenreiter und fixe Meister SC Breitenbrunn, der einsam an der Spitze thront. Dass die Oggauer wissen, wie man den Liga-Primus knackt, haben sie bereits im Hinspiel eindrucksvoll bewiesen. Damals entführte das Team dank der Treffer von Dominik Dohnansky (Doppelpack) und Sebastian Dinhof einen viel umjubelten 3:1-Auswärtssieg aus Breitenbrunn. Lediglich Gerhard Karner konnte für den Meister einnetzen.

Trainer Hans Peter Kusolits erinnert sich gerne an diese Glanzleistung zurück: „Das Hinspiel haben wir mit 3:1 gewonnen und war wahrscheinlich unser bestes Spiel bis jetzt. Wir haben alles rausgeholt, was ging“.

Die Vorzeichen für das Rückspiel (Samstag, 17.30 Uhr) sind jedoch getrübt. Die Oggauer müssen den Ausfall zweier zentraler Stützen verkraften: „Mit Alexander Kampitsch und Michael Mali werden zwei Spieler fehlen, die extrem wichtig für unser Spiel sind“, so der Coach. Dennoch gibt sich Kusolits kämpferisch und setzt auf eine kompakte Defensive, um die gegnerische Offensive rund um Gerhard Karner und Roman Kollar in Schach zu halten: „Breitenbrunn hat nach vorne unfassbare Qualitäten, jedoch stehen wir aktuell extrem sicher hinten. Das wollen wir zuhause natürlich erneut abrufen können und den nächsten Sieg einfahren“.

Im Duell zwischen dem Tabellenfünften St. Georgen und dem Elften Großhöflein (Freitag, 19.30 Uhr)sind die Rollen auf dem Papier zwar klar verteilt, doch die Hausherren sind gewarnt. Im Hinspiel sicherte sich St. Georgen durch einen Doppelpack von Spielertrainer Christopher Pinter einen knappen 2:1-Sieg, während Lukas De Zordo für Großhöflein per Elfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte.

Pinter weiß um die Qualitäten des Gegners und fordert höchste Konzentration von seiner Mannschaft: „Großhöflein spielt ein gutes Frühjahr. Wir brauchen in dem Spiel von Minute 1 bis 90 Spieler, die ans Limit gehen“. Mit einem Heimsieg könnte St. Georgen an Oggau und Stotzing, bei der Jagd auf den zweiten Platz, dranbleiben.

Im Duell zwischen dem Tabellenzehnten Mörbisch und dem zweitplatzierten SV Sigleß (Samstag, 17.30 Uhr) wittern die Hausherren ihre Chance auf eine Überraschung. Im Hinspiel behielt Sigleß noch mit einem 4:2-Heimsieg die Oberhand. Damals drehten Stefan Vondraus, Adam Szalai, Peter Bösze und Sebastian Trejo die frühe Mörbischer Führung durch Nico Schmidt, ehe Mark Varga in der Schlussphase per Elfmeter für den Endstand sorgte. Doch die Karten sind neu gemischt, denn die Gäste befinden sich aktuell in einer hartnäckigen Rückrundenkrise.

Genau diese Schwächephase will Mörbisch ausnutzen. Sektionsleiter Raphael Kummer gibt sich vor dem Duell selbstbewusst: „Sigleß schwächelt in der Rückrunde. Wir haben den Schwung aus den letzten Runden gut mitgenommen und wollen zuhause gewinnen.“

Die Gäste sind sich der schweren Aufgabe am Neusiedler See derweil absolut bewusst. Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler warnt sein Team eindringlich vor der Auswärtspartie: „Wir stellen uns auf ein hart umkämpftes Spiel ein. Mörbisch ist zuhause bekannt als schwieriger Gegner, die uns nichts schenken werden.“