Alle 2. Liga Mitte-Schicksale sind nun besiegelt
2. LIGA MITTE
Eine Woche nach Oberpullendorfs Meistertitel herrscht nun auch Klarheit, wer absteigt - die Burgherren aus Forchtenstein müssen den Gang in die 1. Klasse antreten.
Matej Skreptak (am Ball) zeigte sich gegen Forchtenstein von einer äußerst spielfreudigen Seite, scorte zum 3:1 und besiegelte damit den Forchtensteiner Abstieg.
© Strodl
Lockenhaus-Rattersdorf - Neudörfl 0:3. Der Hausherr hätte eigentlich in Führung gehen müssen, Janos Furik erwischte allerdings im Kasten der Neudörfler einen Sahnetag. So auch dessen Teamkollege Thierry Ahissan, der trotz einer ersten Hälfte mit Spielvorteilen für die Burgherren den frühen Dosenöffner bescherte und gleich nach der Pause mit dem 2:0 nachlegte. „Das war der Knackpunkt, als sie dann den Faden verloren haben und wir dann - wie so oft in dieser Saison - zweite Halbzeit deutlich stärker geworden sind“, resümierte SCN-Coach Peter Benes, dessen Shootingstar Emil Haladej auch noch das dritte Tor nachlegte und damit nicht nur den Auswärtssieg, sondern auch den insgesamt siebzigsten Neudörfler Saisontreffer erzielte. „Nach dem 2:0 sind die Köpfe runtergegangen, da waren sie dann klar besser. Davor müssen wir allerdings mindestens einen Treffer erzielen“, fasste SC-Trainer Wilhelm Leser zusammen.
Pöttsching - Oberpetersdorf/Schwarzenbach 4:2. In den seltensten Fällen werden einem als Zuschauer sechs Treffer in 25 Minuten geboten - erst recht nicht, wenn es bis zur 67. Minute torlos Unentschieden steht. In Pöttsching trat dies allerdings ein, und obwohl die Gäste bis dato das aktivere Team mit den besseren Möglichkeiten waren, ging der heimische ASV in Front. Joker Marjan Markics 1:0 wurde zehn Minuten später von Patrik Papranec egalisiert, dieser stellte nur wenige Minuten danach mit einem absoluten Traumtor das Spiel gar komplett auf den Kopf. Pöttsching zeigte sich davon wenig beeindruckt, kam durch Dejan Cosic zurück ins Spiel. Pure Ekstase herrschte spätestens in der 91. Minute, als Eigenbauspieler Stefan Pogatsch nach einer Ecke einnickte und Markic keine 60 Sekunden später alleine vor FSG-Goalie Robert Gregull den Deckel draufmachte. „Es war einer der schönsten Tage, seit ich in Pöttsching bin“, schwärmte ASV-Übungsleiter Thomas Köller, dessen Pendant, FSG-Coach Markus Schmidt, nicht ganz so amüsiert war: „
Kobersdorf - Neutal 4:1.Eigentlich startete der Gast aus Neutal aktiv in die Partie. Eigentlich, weil man daraus keinen Ertrag erzielen konnte und sich die heimischen Kobersdorfer als absolut eiskalt erwiesen. Balazs Petro sorgte nach sechs Minuten für den ersten Treffer, in der 18. Minute besorgte Attila Szabados den komfortabelen Zwei-Tore-Vorsprung, den Petro mit seinem persönlichen Doppelpack vor der Pause sogar noch ausbaute. „Sie waren einfach supereffizient, wir sind ihnen aber auch leider ins offene Messer gelaufen“, musste Gästecoach Manfred Schaffer gestehen. Dessen Team sich in Halbzeit zwei zwar aufrappelte und zum Anschluss kam, mit dem 4:1 durch David Wilfinger verpufften eine Viertelstunde vor Schluss jedoch endgültig alle restlichen Hoffnungen auf eine Aufholjagd.
Steinberg - Z-S-P 2:2.Einen Auftakt nach Maß legten die Edelputen hin, Goalgetter Michal Maco netzte nach nur fünf Minuten ein. Dass auch die Hausherren einen echten Torjäger in ihren Reihen haben, erwies sich im weiteren Verlauf des Spiels. Alin Pop egalisierte noch in Halbzeit eins, schnürte quasi mit Wiederanpfiff den Doppelpack und drehte die Partie zugunsten seiner Steinberger. Dass den Gästen erst eine Viertelstunde vor Schluss der überfällige Ausgleich durch den doppelten Maco gelang, war eigentlich nur Formsache. Zuvor scheiterte Martin Haider bereits am Querbalken, etliche weitere Chancen blieben seitens der Zemendorfer ungenutzt. So auch die größte Chance in der 93. Minute, als Maco den Hattrick erzielen hätte können, beim Elfmeter allerdings zu sicher agierte und die Kugel über das Tor lupfte. „Es ärgert mich, dass wir uns für eine richtig gute Leistung nicht belohnt haben“, hätte es Z-S-P-Coach Christian Kodydek seiner Mannschaft gegönnt.
Draßmarkt - Lackenbach 3:1. In seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Saison bereitete Maximilian Janitsch gleich einen Treffer vor, seinen Assist verwertete SVL-Toptorschütze Milan Hajmasi. In der Folge war es zumeist Janitsch selbst, der einen Treffer am Fuß hatte - einmal rettete die Stange, einmal schloss der Angreifer zu überhastet ab. Wer da etwas cooler vor dem Tor blieb, war Tormaschine Dominik Csomos, der seinen SVD zu einem mental wichtigen Zeitpunkt via Freistoßvariante zurück ins Spiel brachte. Mit Gleichstand ging es in die Pause, der währte jedoch keine Ewigkeit. Zoltan Schimmer nickte nach einem erneuten Standard zum 2:1 ein, wenig später besiegelte Joker Adam Köver mit einem Distanzschuss den 3:1-Endstand und gleichzeitig auch den Klassenerhalt seiner Schwarz-Weißen. „Man hat einfach gemerkt, für wen es um alles ging. Wir haben es mehr gewollt“, empfand SVD-Coach Philipp Schordje, dessen Gegenüber, SVL-Trainer Robert Serdar, nicht unzufrieden war: „Die Jungs haben sich trotz einiger Ausfälle brav reingehauen, das war schon in Ordnung.“
Forchtenstein - Marz 1:3.Wenngleich man sich keine Vielzahl an Chancen herausspielte, konnte man den Hausherren definitiv anmerken, dass man die Hoffnung auf einen potenziellen Klassenerhalt keineswegs aufgegeben hatte. Zugegebenermaßen erwischte der Favorit aus Marz nicht den besten ersten Spielabschnitt, wie auch deren Coach Gerald Linshalm beobachtete: „Da haben wir eigentlich alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen hatten“, jedoch machte es Forchtenstein gut und zeigte sich effizient. Mika Hahn tankte sich auf links durch, steckte im richtigen Moment auf Dejan Lukic durch, der vor ASK-Goalie Marcus Scheiber die Ruhe bewahrte und sehenswert zum 1:0 einschob. Eigentlich blieb man bis zur Pause das aktivere Team. Eigentlich, weil sich Burgherren-Torwart Manuel Geisendorfer einen Bock erlaubte, Frantisek Nagy ins leere Tor einschob und dadurch bis dato ungefährliche Marzer zurück ins Spiel brachte. Diese blickten fortan auch nicht mehr zurück - Nagy schnürte nach schöner Kombination den Doppelpack, zuvor hatte Joker Alessandro Nukic bereits zwei gute Chancen vergeben. Die Minuten verstrichen, Forchtensteins Zeit lief davon - zumal man sich durch den Ausschluss von Marc Brunner auch noch selbst schwächte - und Marz konterte eiskalt. Matej Skreptak fixierte den 3:1-Endstand und schoss die Forchtensteiner endgültig in die 1. Klasse. Spuller: „Das Spiel hat unsere gesamte Saison eigentlich widergespiegelt.“
Pilgersdorf - Bad Sauerbrunn 1b 2:0.Bei hochsommerlichen Temperaturen merkte man beiden Teams an, dass die Hitze durchaus ein Faktor war, warum beide Kontrahenten nicht an ihr gewohntes Leistungsmaximum kamen. Der Gast hatte mehr vom Ball, echte Hochkaräter sprangen dabei aber ebenso wenig heraus wie für die Hausherren. Letztere kamen dafür aber fulminant aus der Kabine und belohnten sich dafür prompt. Kapitän Michael Kirnbauer schoss zum 1:0 ein, avancierte in der Folge - wie so oft in letzter Zeit – zum unangefochtenen Matchwinner. Während seine Teamkollegen gute Chancen vergaben und auch Bad Sauerbrunn einen klassischen „Tausender“ durch Joker Michael Maszlovits vorfand, bescherte der Angreifer seiner Mannschaft einen komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung. Den man letzten Endes auch über die Zeit brachte, weil man nicht mehr viel anbrennen ließ. „Wir konnten unserem Publikum nach der herben Heimpleite zuletzt etwas zurückzahlen“, freute sich USC-Übungsleiter David Blazanovic. Für SC-SPielertrainer Elmir Hrustanbegovic war mehr drin: „Es geht zwar so in Ordnung, aber die Gegentore waren definitiv vermeidbar.“
Rohrbach - Oberpullendorf 0:2.Früh verdeutlichte der Meister, warum man in diesem Jahr eine Klasse für sich war. Aldin Salihovic leitete über rechts ein, Stürmer Alex Damasdi verwertete zum frühen Dosenöffner. Im weiteren Verlauf blieb der Tabellenführer das spielbestimmende Team, Ertrag erzielte man daraus allerdings keinen. Im Gegenteil die Gansbären, deren beiden Treffer allerdings als irregulär gewertet wurden und es beim knappen 1:0-Pausenstand blieb. Der gerade im zweiten Akt als relativ schmeichelhaft zu betiteln wäre. Vom Gastgeber kam nämlich gar nichts mehr, Oberpullendorf gestaltete das Unterfangen spannender als es hätte sein müssen. Für die absolute Erlösung sorgte Rene Sturm, dessen Treffer in der 78. Minute gleichzeitig auch das 2:0-Endresultat bedeutete. „Wir haben sicherlich das ein oder andere Tor zu wenig gemacht“, blieb Oberpullendorfs Coach Christian Staffler selbstkritisch, während SVR-Interimstrainer Philipp Radowan sagte: „Ein schweres Spiel, bei dem wir aber schon etwas mitnehmen hätten können.“