ASV Pöttsching: Der Geheimfavorit im Kellerduell

2. Liga Mitte

Der von vielen als gefährlicher Titel-Außenseiter gehandelte ASV Pöttsching sieht sich mit erst drei Punkten nach vier Spielen mit neuen Tatsachen konfrontiert. Im Kellerduell des Vorletzten gegen den Letzten aus Pilgersdorf gibt es bereits Druck.

Von BVZ Redaktion

Pöttschings Philipp Schmiedl (r., hier auf einem Archivbild) nahm sich nach der Auswärtsniederlage an der eigenen Nase, weil er tolle Chancen ungenützt ließ.

Pöttschings Philipp Schmiedl (r., hier auf einem Archivbild) nahm sich nach der Auswärtsniederlage an der eigenen Nase, weil er tolle Chancen ungenützt ließ.

© Martin Ivansich

Der ASV Pöttsching empfängt am kommenden Sonntag um 16 Uhr den USC Pilgersdorf. Oder anders formuliert: Der Tabellenletzte Pilgersdorf (0 Punkte) gastiert beim Tabellenvorletzten Pöttsching (3). Dass diese beiden Vereine nach vier Spieltagen das Tabellenende zieren, hätten wohl die wenigsten gerechnet. Pilgersdorf schloss die abgelaufene Saison zwar auch nur als 14. von 17 Vereinen ab, spielte aber – nach einer katastrophalen Hinrunde – eine bemerkenswerte Rückrunde und wurde in der Frühjahrstabelle starker Fünfter. Der deutliche Aufwärtstrend konnte also nicht mitgenommen werden.

Aus Sicht der Pöttschinger war es beim ASV anders: Die Schützlinge von Trainer Thomas Köller konnten in der Rückrunde ein Drittel weniger Punkte erobern als in der Hinrunde, die man als Siebenter abschloss. In der noch jungen Saison sehen sich die beiden Vereine jetzt unter Zugzwang. Pilgersdorf, das erst drei Spiele absolviert hat, steht noch ohne Punkt am Konto. Die Gäste möchten aber unbedingt etwas mitnehmen aus Pöttsching und sehen sich dazu auch in der Lage. Obmann Thomas Schlögl: „Wir haben zwar noch keinen Punkt, aber die Leistungen sind jetzt auf keinen Fall so, dass man verzweifeln müsste. Es ist zum Teil schon mit Pech verbunden. Bei der letzten Niederlage gegen Neudörfl sorgten halt haarsträubende Eigenfehler zu einem raschen Rückstand, aber wir waren sicher auf Augenhöhe.“

Formtechnisch sieht sich Schlögl, wenn man so will, auf einer Ebene mit den Gastgebern. „Auch die Pöttschinger Mannschaft performt noch nicht so gut. Wenn wir die richtige Einstellung finden und die individuellen Fehler drastisch reduzieren, bin ich zuversichtlich. Der Kader ist bis auf Laszlo Kun vollzählig, er wird aber nach seiner Muskelverletzung auch bald wieder einsteigen.“

Gastgeber Pöttsching geht mit einer ärgerlichen 0:1-Auswärtsniederlage gegen Schattendorf in das sonntägige Duell. Kapitän Mehmet Karaca dazu: „Momentan haperts halt vorne. Wir hatten genug Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden. Bis auf die letzten zehn Minuten waren wir deutlich mehr am Drücker. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und bis auf die Chancenauswertung war die Leistung in Ordnung. Jetzt heißt es das Heimspiel zu gewinnen.“

Auch Teamkollege und ASV-Offensivmann Phillip Schmiedl sieht es ähnlich: „Wir haben eine Unzahl an Chancen vergeben und es waren definitiv drei verschenkte Punkte. Sowohl bei den Torchancen als auch in Sachen Spielanteile waren wir die bessere Mannschaft. Wenn man acht Großchancen hat und kein Tor erzielt, mangelt es natürlich an Effizienz und da nehme ich mich als Allererster an der Nase. Diese Partie gegen Pilgersdorf muss jetzt ohne Wenn und Aber gewonnen werden. Da müssen wir der Realität schon ins Auge sehen. Wir haben auch zweifelsohne die Qualität, diese Herausforderung zu meistern.“

Freitag, 19.30 Uhr: ASV Draßburg - Neutal, Draßmarkt - Schattendorf, Marz - SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin, Neudörfl - SPG L-O-K, Oberloisdorf - Rohrbach.

Samstag, 17 Uhr:Horitschon - SV Forchtenstein; 18 Uhr: Lockenhaus-Rattersdorf - SV 7023 ZSP.

Sonntag, 16 Uhr:Pöttsching - USC master design Pilgersdorf.