Die neue Saison steht vor der Tür: Trainerwechsel schwer „in Mode“

2. LIGA MITTE

Bei mindestens der Hälfte aller Klubs wird zum Trainingsstart ein neuer Trainer auf der Bank sitzen. Einige Vereine haben sich schon vor Wochen entschieden einen neuen Impuls zu setzen, andere heuerten erst vor Tagen den neuen Coach an.

Von Von Alfred Wagentristl

Peter Benes übernimmt die Spielgemeinschaft Kaisersdorf/Sankt Martin und peilt mit seinem neuen Team einen gesicherten Mittelfeldplatz an.

Peter Benes übernimmt die Spielgemeinschaft Kaisersdorf/Sankt Martin und peilt mit seinem neuen Team einen gesicherten Mittelfeldplatz an.

© Martin Ivansich

In Sachen Trainerwechsel wird es diesen Sommer in der 2. Liga so viele Veränderungen „auf einen Schlag“ geben wie vermutlich noch nie. Stand heute wird zumindest bei der Hälfte aller Vereine in der neuen Saison ein neuer Trainer auf der Bank sitzen. Beim Drittplatzierten der Vorsaison, dem SC Neudörfl, werden nicht nur Stefan und Mäx Valenka Trainer Peter Benes ablösen, sondern es wird auch der Kader rigoros umgebaut. Führungsspieler wie Emil Haladej, Benedikt Tanyi, Gábor Nagy und einige mehr werden den SC verlassen und müssen ersetzt werden. Mit Matthias Müller, Stefan Weidinger sowie Max und Moritz Lackner wurde dem Kader bereits „Frischblut“ zugeführt. Beim ASK Marz wird der ehemalige Neudörfl-Trainer Thomas Urbanek auf Gerald Linshalm folgen. „Wir sind fleißig am Zusammenstellen des neuen Kaders, und ich bin zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen können“, so der neue Marz-Trainer. Gerald Linshalm wechselt von Marz zum Ligakonkurrenten Schattendorf und rechnet – so wie im Vorjahr – damit, mit seiner neuen Mannschaft wieder im Tabellen-Spitzenfeld mitspielen zu können.

Der SV 7023 ZSP hat Trainer Christian Kodydek schweren Herzens verabschiedet (er wechselt im Frauenfußball in die Akademie) und vertraut zukünftig auf den bisherigen Pilgersdorf-Trainer Dadi Maxelle. Auch die Spielgemeinschaft Kaisersdorf/Sankt Martin musste nach dem Abgang von Christian Rotpuller auf Trainersuche gehen. Mit Peter Benes, dem vorjährigen Neudörfl-Trainer, wurde man sich sehr rasch einig. „Die SpG.-Verantwortlichen haben sehr rasch reagiert, nachdem festgestanden ist, dass Neudörfl und ich getrennte Wege gehen. Wir haben zwar einige schwerwiegende Kaderabgänge, sind aber bereits in Sachen Neuverpflichtungen fündig geworden. Ziel ist ein gesicherter Mittelfeldplatz, und ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen werden“, so Benes. Der ASK Kobersdorf, der zukünftig – wie berichtet – mit Oberpetersdorf gemeinsame Sache machen und als „Spielgemeinschaft LOK“ auf Punktejagd gehen wird, vertraut zukünftig Peter Strodl in Sachen Mannschaftscoaching. „Wir werden durch die Spielgemeinschaft einen breiten, konkurrenzfähigen Kader auf die Beine stellen können“, ist der Sportliche Leiter Roman Hausensteiner zuversichtlich.

Beim SV Draßmarkt, wo (fast) die gesamte Vorsaison Philipp Schordje am Trainerstuhl saß, wird zukünftig der ehemalige Neutal-Trainer Manfred Schaffer das Sagen haben. „Ich hatte gute Gespräche mit dem Vorstand, und auch die Liga reizt mich sehr. Dass der Verein einheimische Spieler im Kader hat und diese auch fördern möchte, war ebenfalls ein großer Anreiz für mich“, so der neue SVD-Coach. Auch beim USC Pilgersdorf musste nach dem Abgang von Dadi Maxelle zum SV 7023 ZSP in Sachen Trainer reagiert werden. Einig wurde man sich schließlich mit dem ehemaligen Kobersdorf-Trainer Norbert Nemeth.

Ob der ASK Horitschon in der 2. Liga spielen muss oder doch in der Burgenlandliga verbleiben darf, steht zwar noch nicht fest, aber wenn es so kommt, dass der ASK absteigt, dann wäre es Verein Nummer neun, der mit einem neuen Trainer an den Start geht. Beim „Vielleicht-Absteiger“ wird David Witteveen ein Comeback feiern. Er wechselt vom SC Wiesmath zurück zu seinem Ex-Klub.