Im Gansbärenstadion steigt das Duell der größten Titelfavoriten
2. LIGA MITTE
Mit dem SV Rohrbach und dem ASK Horitschon treffen morgen, Freitag, die beiden Vereine aufeinander die zum Thema „Meisterfavorit“ am meisten genannt wurden.
© Martin Ivansich
Hat man vor Beginn der Saison die Meinungen der 2.-Liga-Trainer nach Titelfavoriten eingeholt, wurde der SV Rohrbach mit Abstand am meisten genannt. Trotz vieler Abgänge wurde von den Schwarz-Weißen wieder viel Qualität in den Kader geholt. Aber auch der ASK Horitschon wurde oft genannt. Der langjährige Burgenlandligist hoffte ja gefühlt bis zu Meisterschaftsbeginn noch, in der Liga bleiben zu können.
Aufgrund des geltenden Regulativs konnte man dem ASK durchaus Siegchancen in dem Streitfall zusprechen, doch letztlich wurde seitens des ASK Horitschon klein beigegeben, und man akzeptierte den Abstieg. Die Konkurrenz geht davon aus, dass seitens des Absteigers versucht wurde, die Kaderzusammenstellung burgenlandligatauglich zu gestalten, und demzufolge wurden und werden dem ASK Horitschon nach wie vor realistische Aufstiegschancen zugestanden.
Der Saisonstart wurde den Vorschusslorbeeren allerdings nicht gerecht: Mit einem Remis in Lockenhaus und einer äußerst bitteren „Last-Minute-Niederlage“ im Heimspiel gegen Draßburg stolperte man ein wenig in die Saison. Vergangenes Wochenende, am dritten Spieltag, präsentierte sich der Absteiger allerdings von seiner Zuckerseite. Im Auswärtsspiel in Marz dominierte man die Partie über fast die gesamte Spielzeit und holte zwar einen knappen, aber hochverdienten 2:1-Auswärtssieg. Trainer David Witteveen: „Wir haben uns nach dem Selbstfaller im Heimspiel gegen Draßburg definitiv rehabilitiert. Jetzt geht es morgen, Freitag, nach Rohrbach. Es wartet eine spielstarke Mannschaft auf uns, und ich gehe von einer interessanten Partie aus. Auch wenn Endrit Mucolli und Alexander Ackerler fraglich sind, wollen wir natürlich etwas mitnehmen. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die vorne um den Titel mitspielen wollen, und beide haben ihre Stärken in der Offensive. Eigentlich steht einem schnellen, spannenden Spiel nicht viel im Weg.“
Gastgeber Rohrbach hat eine Galavorstellung in Weppersdorf hinter sich und wird mit breiter Brust in das vermeintliche Spitzenspiel gehen. Der Gansbären-Kader bleibt unverändert, und auch im Cupspiel gegen Bad Sauerbrunn hat man aus Rücksichtnahme auf das Meisterschaftsspiel am Freitag dem einen oder anderen Spieler nicht die volle Belastung zugemutet. Trainer Hannes Friesenbichler: „Die Meisterschaft hat eindeutig Vorrang, das ist auch mit dem Verein so abgesprochen. Die Anzahl der Spiele im August ist für meinen Geschmack in einer Amateurliga einfach zu hoch. Wir freuen uns auf das Duell gegen eine spielstarke Horitschoner Mannschaft. Es werden zwei offensive Mannschaften aufeinandertreffen, und es wird aus meiner Sicht eine komplett offene Partie. Das Momentum ist vielleicht ein bisschen bei uns. Unsere Defensive wurde bisher noch gar nicht so stark angetestet. Das wird sich morgen vermutlich ändern.“