Lockenhaus-Rattersdorf: Tabellenführer mit Ambitionen

2. Liga Mitte

Der in der Saison 25/26 abstiegsgefährdete SC Lockenhaus-Rattersdorf führt die Tabelle an – und will weiter stabil bleiben.

Von BVZ Redaktion

Lockenhaus-Trainer Attila Banfalvi.

Lockenhaus-Trainer Attila Banfalvi.

© Alfred Wagentristl

Nach einem gleichermaßen überraschenden wie sensationellen Saisonstart steht der SC Lockenhaus-Rattersdorf an der Tabellenspitze der 2. Liga Mitte. Die abgelaufene Saison war eher durchwachsen, lange Zeit kämpfte das Team gegen den Abstieg und landete schließlich nur auf dem 15. Platz. Dagegen zeigt sich die aktuelle Form als beeindruckend und vielversprechend.

Am vergangenen Samstag feierte das Team einen wichtigen 2:0-Sieg gegen den SV 7023 ZSP auf heimischem Boden. Dieser Erfolg festigte nicht nur die Tabellenführung, sondern ließ auch die Konkurrenz aufhorchen, ist der SC doch nach fünf Runden immer noch ungeschlagen.

Im Gespräch mit dem Sportlichen Leiter Daniel Bozecski werden die Hintergründe dieser positiven Entwicklung deutlich, ebenso wie die Ambitionen für die restliche Saison. Bozecski hebt hervor, dass die Vorbereitung auf diese Saison entscheidend war. Nach einer schwachen Rückrunde, geprägt von Verletzungen und einem stark reduzierten Kader, lag der Fokus darauf, einen stabilen Kader zu schaffen. „Mit den Abgängen von Leistungsträgern wie Willi Leser, Gino Linhart, Matthias Beiglböck und Gergö Rosner haben wir zwar einige wichtige Spieler verloren. Doch durch Rückkehrer Roland Szabo, der von Meister SV Lackenbach wieder zum SC stieß, und die jungen Talente Richard Nemeth und Zeteny Toth-Zatmary konnten wir einen größeren Umbruch vermeiden. Das Team hat sich sehr gut gefunden und harmonisiert“, erklärt Bozecski.

Ein zentraler Faktor für den Erfolg ist die enge Zusammenarbeit mit Trainer Attila Banfalvi. „Attila hat es geschafft, die Spieler optimal einzusetzen und seine Spielideen erfolgreich umzusetzen. Mit unserer Schnelligkeit in der Offensive sind wir in jedem Spiel schwer zu verteidigen. Die Spieler haben das Vertrauen in seine taktischen Vorgaben beziehungsweise in seinen Spielplan und setzen das hervorragend um“, so der SC-Funktionär. Darüber hinaus hat die Defensive in dieser Saison ebenfalls einen bemerkenswerten Fortschritt in Sachen Kompaktheit erfahren, was dem Team zusätzliche Sicherheit und Stabilität verleiht.„Gefühlt jeder Spieler geht an seine Leistungsgrenze“Ein weiterer entscheidender Unterschied zur Vorsaison ist die Fitness des gesamten Kaders. „Wir können jetzt bei jedem Training mit dem vollen Kader arbeiten. Die Spieler sind topfit und in hervorragender Form. Gefühlt jeder Spieler geht an seine Leistungsgrenze und kann den Unterschied ausmachen. Das merkt man auch im Spiel, wo wir oft den entscheidenden Schritt schneller sind“, erklärt der Sportliche Leiter.

Dies hat sich besonders in den letzten Spielen gezeigt, in denen das Team sowohl offensiv als auch defensiv überzeugen konnte.

Bozecski hebt hervor, dass das Ziel für die restliche Saison auch darin besteht, die langzeitverletzten Spieler Simon Duschanek, Samuel Gager und Markus Gneis wieder in die Mannschaft zu integrieren. „Wir wollen unsere Leistungen über die gesamte Saison möglichst konstant halten. In der Vergangenheit hatten wir im Frühjahr immer einen Einbruch und wir müssen hart daran arbeiten, dass dies heuer nicht passiert. Der Fokus liegt jetzt auf der Stabilität und trotz des Erfolges auf einer Weiterentwicklung.“

Die Konkurrenz ist gewarnt, zeigt Respekt und die ersten Verfolger in der Tabelle – Rohrbach und Draßburg (der ASV ist ebenfalls noch ohne Niederlage) – versuchen, Schritt zu halten. „Es wird spannend, denn wir wissen, dass vieles zusammenpassen muss, um unsere Position möglichst lange zu behaupten. Teams wie der SV Rohrbach oder der ASK Horitschon sind motiviert und werden alles daransetzen, uns einzuholen“, fügt Bozecski hinzu.

Der SC Lockenhaus-Rattersdorf hat in der noch jungen Saison bisher überrascht und es bleibt abzuwarten, wie lange er seine bisher gezeigte Konstanz halten kann. Die Tabellenführung ist klarerweise eine Momentaufnahme – doch der Vorjahresmeister SV Lackenbach hat gezeigt, dass mit Beharrlichkeit Überraschungen möglich sind und Favoriten in die Schranken gewiesen werden können.

Das Team scheint jedenfalls das Momentum zu genießen und den „Flow“ zu haben, um eine bemerkenswerte Saison zu erleben.