ASV Steinbrunn: Anpfiff zum letzten Abpfiff?
2. Liga Nord
In Steinbrunn brachte man die Saison anständig über die Bühne. Geht's weiter?
Nachdenklich. Trainer Nico Milalkovits diente den Steinbrunnern 26 Jahre.
© Plattini
„Ich will nichts ausschließen, alles ist möglich“, meinte Steinbrunns Obmann Harald Marczinyas am Samstag vor dem wohl letzten Anpfiff am Sportplatz – zumindest für eine Saison. Denn nachdem der BFV die Spielgemeinschaft mit Bad Sauerbrunn abgelehnt hatte, wurde die Suche nach einem Kooperationspartner immer schwieriger.
Fix ist, dass ab sofort der Fokus auf die Jugendarbeit und Nachwuchspflege gelegt wird. „Wir betreuen schon jetzt knapp 100 Kinder“, erläutert Marczinyas. Bis man den einen oder anderen Spieler aber in einer Kampfmannschaft oder Reserve sehen könnte, dauert es noch lange. Zurzeit ist das „älteste“ Nachwuchsteam eine U11. Geplant sind auf jeden Fall mehrere Sportverantaltungen für die Jugend, eventuell auch Angebote in anderen Sportarten.
Gerüchten zufolge steht eine Zusammenarbeit mit einem Verein aus dem Bezirk vor. „Wir strecken einmal die Fühler aus“, so SCE-Obmann Thomas Kornfeind. Vorrangig ist man dort auf der Suche nach einem Platz, wo man die Trainings austragen kann. Zuletzt wich man auf das VIVA-Landessportzentrum und nach Zillingtal aus.
Am Spielersektor kommt es bei den Steinbrunnern zu einem Sommer-Ausverkauf. Kapitän Robert „Bobby“ Wallentits und Manuel Buchreiter (beide Pöttsching), Benjamin Radislovitsch (Sigleß), Pascal Klikovits (Zagersdorf), Andi Lemut (Maria Lanzendorf), Jonas Hahnenkamp und Felix Dörflinger (beide St. Georgen) sowie Milan Kostic und Benjamin Juric (beide Siegendorf) sowie Tim Wieser (Lackenbach) haben schon neue Brötchengeber gefunden. Tom Fasching legt wohl eine Karriere-Pause ein. Patrick Schöttel wird seinen Spielerpass entweder in Illmitz (von dort kommt seine Frau) oder Gols (Wohnort, Hausbau) hinterlegen.
Trainer Nico Milalkovits hatte, laut eigener Aussage, zwei Angebote. „Das Richtige war da nicht dabei“, so der Coach. „Das letzte halbe Jahr war sehr anstrengend. Immerhin habe ich bei dem Verein 26 Jahre gespielt und gearbeitet, das lässt dich alles andere als kalt.“