ASV Steinbrunn: Ein Neuanfang in der 2. Klasse Nord

2. Liga Nord

Der 2. Liga Nord-Absteiger wird in der kommenden Saison den Spielbetrieb fortsetzen, aber freiwillig in der 2. Klasse Nord spielen.

Von Martin Plattensteiner

Obmann Harald Marczinyas (l.) mit Neo-Coach Laszlo Gulyas.

Obmann Harald Marczinyas (l.) mit Neo-Coach Laszlo Gulyas.

© zVg

Lange wurde vom Zusperren geredet, dazwischen suchte man – mit Bad Sauerbrunn II - einen Partner. Die ursprünglich angedachte Variante, in die 2. Liga Mitte zu wechseln und gleichzeitig in Steinbrunn zu spielen, wurde vom BFV abgelehnt. Mittlerweile ist es fix, wie die sportliche Zukunft im Erwachsenenfußball aussehen wird: Es wird weitergespielt, und zwar in der sogenannten Schutzgruppe.

„Wir wollen vor allem unseren jungen und heimischen Kickern eine Perspektive geben, um in einer Ersten zu spielen“, meint Sektionsleiter Christian Troindl. „Viele Spieler sowie Freunde haben uns kontaktiert und gemeint, wir dürfen nicht aufhören.“

Rein geographisch gesehen ist die 2. Klasse Nord freilich eine interessante Klasse für den ASV Steinbrunn. Zur Erinnerung: Im Zuge der Gruppensitzung im Norden gab es einen Antrag des UFC St. Georgen, die 1. und 2. Klasse Nord in einer gemeinsamen 1. Klasse zusammenzuführen und somit eine Ligaebene zu reduzieren. Dann hätte es eine 1. Klasse Nord/West und eine 1. Klasse Nord/Ost gegeben. Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, weshalb die altbekannte Ligenstruktur bleibt.

Hier ist die 1. Klasse Nord auch 2026/2027 mehrheitlich mit Teams aus dem Bezirk Neusiedl/See bestückt, die 2. Klasse Nord wiederum ist das Gegenteil. Hier tummeln sich zahlreiche Bezirksteams.

Obmann Harald Marczinyas und sein Team haben in den vergangenen Tagen richtig gute Arbeit gemacht. Auch auf Social Media erfolgte der Aufruf, interessierte Spieler sollten sich melden. Er präsentierte am Dienstagabend mit Laszlo Gulyas auch schon den neuen Trainer. Der Ex-Kicker trug bereits selbst das Trikot des ASV Steinbrunn, konkret von Jänner 2021 bis Sommer 2022. Damals ist er mit dem Verein in die 2. Liga Nord aufgestiegen.

„Steinbrunn war schon immer eine meiner besten Stationen“, so der Neo-Trainer. „Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, beim Wiederaufbau der Mannschaft mitzuwirken.“

Noch werden Spieler gesucht. „Ein paar benötigen wir noch“, merkt Troindl an und hofft, dass er aus Personalmangel nicht doch noch einmal seine Packler schnüren muss.