Dreikampf um den Titel

2. Liga Nord

Hornstein hat am Donnerstag mit dem 3:0 in Kittsee vorgelegt, Wimpassing will nachziehen, Rust überholen.

Von Martin Plattensteiner

Salto rückwärts. Rust-Angreifer Christiano Barbosa blickt vorwärts, will am Sonntag wieder Tabellenführer sein.

Salto rückwärts. Rust-Angreifer Christiano Barbosa blickt vorwärts, will am Sonntag wieder Tabellenführer sein.

© Plattini

Die drei Top-Klubs aus dem Bezirk Eisenstadt (Rust, Hornstein, Wimpassing) erledigten am Wochenende ihre sportlichen Hausaufgaben und feierten allesamt Siege. Deutsch Jahrndorf und Kittsee remisierten und brachten sich im Aufstiegsrennen damit nicht zwingend in eine Ausgangslage, die auf eine Pole-Position deuten lässt. Gattendorf und Gols verspielten mit ihren Niederlagen wohl die letzten reellen Titelchancen.

Hornstein war bereits am Donnerstagabend wieder an der Reihe und gewann in Kittsee mit 3:0. Die Gastgeber konnten diesmal ihre personellen Sorgen nicht kompensieren, verabschiedeten sich also aus dem Titelkampf.

Hornstein hingegen ist zumindest bis zum Sonntagabend Tabellenführer.

„Wenn es passiert, dann passiert's“, meint Hornsteins Obmann Rainer Schmitl zu einem möglichen Aufstieg. „Wir planen zurzeit für zwei Ligen.“ Immerhin empfängt man am Donnerstag, 21. Mai (20 Uhr), den direkten Konkurrenten Rust. „Da haben wir noch schwer eine Rechnung offen, im Herbst gab's eine 1:3-Niederlage.“ Schmitl ist sich natürlich bewusst, dass im Falle eines Aufstiegs viel Geld auch in die Infrastruktur der Sportanlage gesteckt werden muss.

Oder gar ein Neubau? „Ich habe schon drei Ideen, wo ein neuer Platz errichtet werden könnte“, meint Schmitl, der auch als Vizebürgermeister (2027 finden Gemeinderatswahlen statt) fungiert, visionär. Der Platz, wo Erste, Reserve sowie die Youngsters von U6 bis U12 fast täglich trainieren oder spielen, biete zwar eine „tolle Aussicht“, liegt aber in einem Wohngebiet.

Tabellenführer Rust fegte am Sonntag mit 5:0 die Steinbrunner von ihrem Sportplatz. „Jetzt müssen wir über Deutsch Jahrndorf drüberkommen“, gibt sich Obmann David Stagl kämpferisch. Am Sonntag, 17.30 Uhr, stehen Trainer Ösi Nurlu alle Spieler zur Verfügung. Beim Gegner wird hingegen die Personalnot kaum kleiner. Patrik Sabo und Tibor Mezes müssen zudem Sperren absitzen. „Wir können nur überraschen“, so ASV-Trainer Elvir Jusic im Vorfeld der Partie.

„Wir planen zweigleisig“, nimmt Stagl zur Meisterschaft Stellung. Wichtige Stammspieler haben ihre Verträge bereits verlängert, darunter Torjäger Christiano Barbosa, Felix Hölzl, Oliver Fandel, Alex Fiedler, Adam Hamdaoui und Andres Manya.

Ihm ist ebenfalls klar, dass das Sportplatzareal ordentlich „gepimpt“ werden muss. Seitens des BFV gab es bereits eine Kommissionierung - die Kabinen der Gästemannschaft sowie der Schiris sind zu klein, das ist fix. „Wir haben einen großen und einen kleinen, adaptierten Plan“, verrät Stagl. „Natürlich ist auch bei uns alles eine Frage des Geldes.“

Auf Burgenlandliga-Niveau gebracht wird und wurde der Sportplatz in Wimpassing, aktuell der Tabellendritte auf der Lauer. Das Flutlicht wurde im Vorjahr neu errichtet, die Kantine in der Nordost-Kurve auf Vordermann gebracht. Der überdachte Zuseherraum wird in den kommenden zwei Wochen fertig. Riecht es hier nicht doch nach Aufstieg?

„Wir würden uns freuen“, gibt sich Obmann Hans Leitgeb etwas zurückhaltend. Eben weil auch der Klub-Hunderter ansteht. Da würde eine zusätzliche Meisterfeier sehr gut ins Programm passen.

Am Samstag geht es nach Illmitz (19 Uhr), wo die Trauben sicher hoch hängen. „Die Mischung aus Taktik, Nerven und Tagesverfassung muss passen“, so Trainer Peter Kaltenegger vor dem schwierigen Auswärtsspiel. „Dann ist auch dort alles möglich. Wir wollen auf jeden Fall nach oben blicken.“