2. Liga Süd: Meisterkampf auf Spitz und Knopf

Spitzenduo punktgleich

Eberau und Mühlgraben konnten ihre Heimspiele gewinnen und bleiben ganz oben weiter punktgleich. Im unteren Drittel konnte sich der SV Neuberg mit einem Derbysieg absetzen.

Von Patrick Bauer

Heimsieg! Paul Stumpf (r.) und der SV Eberau nahmen auch die schwere Hürde Stegersbach (l., Nico Benkö).

Heimsieg! Paul Stumpf (r.) und der SV Eberau nahmen auch die schwere Hürde Stegersbach (l., Nico Benkö).

© Herbert Kolonovics

Eberau - Stegersbach 1:0.Der SV Eberau bleibt nach dem knappen Heimsieg gegen Stegersbach weiter Tabellenführer der 2. Liga Süd. Dabei war es ein Spiel mit wenigen Torchancen. Ein Treffer fiel dann aber doch und zwar in Minute 48, als Manuel Skerlak die Hausherren nach einem Eckball in Führung brachte. „Wir sind defensiv sehr gut gestanden und haben unser Tor gemacht. Der Sieg war extrem wichtig“, erklärte Eberau-Sektionsleiter Andreas Gutleben. Von den Gästen aus Stegersbach kam offensiv nicht allzu viel und so musste man die zweite Niederlage im Jahr 2025 einstecken. Der SVS-Funktionär Manfred Petrus war von der Leistung nicht wirklich angetan: „Die erste Hälfte war noch taktisch geprägt. Dabei fanden wir nur wenige Lösungen. Letztendlich waren wir dann nicht gut genug, um einen Punkt zu holen.“

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2. Liga Süd: Meisterkampf auf Spitz und Knopf

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Mühlgraben - Olbendorf 2:0.Der SV Mühlgraben setzte auch gegen den SV Olbendorf seine starke Form fort. Die Gäste machten es dem potenziellen Meisterkandidaten, der weiter punktgleich mit Eberau an der Tabellenspitze marschiert, dabei aber sehr schwer. Die Hausherren erwischten einen guten Start und gingen wieder einmal durch Bendegüz Szinay in Minute 18 in Führung. Danach war es ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Hausherren am Ende die effizientere Mannschaft waren. Das bestätigte dann Max Hutter mit dem wichtigen Treffer zum 2:0 (78.). „Die Olbendorfer waren sehr bemüht, aber am Ende waren wir einfach kalt-schnäuziger“, jubelte Mühlgraben-Funktionär Florian Jud. Für die Olbendorfer war es im dichten Abstiegskampf eine bittere Niederlage, die aber dennoch Mut machte. Sektionsleiter Dietmar Graf war mit der Leistung zufrieden: „Es war von uns ein sehr guter Auftritt. Wir haben als Mannschaft taktisch stark agiert und ich hoffe doch, dass wir trotz der Niederlage Selbstvertrauen für die letzten Runden tanken konnten.“

Großpetersdorf - Markt Allhau 1:1.An echten „Big points“ im Abstiegskampf schrammte der SV Großpetersdorf vorbei, der gegen das Allhauer Top-Team bis tief in die Nachspielzeit nach einem Treffer von Florian Steinbauer mit 1:0 führte, dann aber nach einem laut UFC-Pressesprecher Ewald Musser „Tausendguldenschuss“ von Nevio Kucera doch noch den Ausgleich kassierte. So war es für beide Teams zu wenig. Die Allhauer sind aus dem Titelrennen raus, während die Großpetersdorfer weiter Vorletzter sind. Nicht vergessen darf man hierbei aber auch, dass viele prägende Kicker auf beiden Seiten wegen Verletzungen nicht mitwirken konnten. „Wir waren, ähnlich wie sie, stark ersatzgeschwächt“, sagte Musser und fügte an: „Mir kam es vor, als ob sie vor der Pause zu viel Respekt vor uns gehabt hätten. Da waren wir auch die bessere Elf. In den zweiten 45 Minuten änderte sich das dann, wobei wir noch einen Punkt für die Moral holen konnten.“ Beim SVG trauerte Obmann Harald Schneller dem Sieg nach: „Wir haben bis zur 97. Minute verdient mit 1:0 geführt, ehe der Schiri die Nachspielzeit ärgerlich lang überzog. Aber der Auftritt war gut, macht Mut.“

Güssing - Rechnitz 0:4.Nach zwei Siegen in Folge musste der GSV gegen richtig starke Rechnitzer wieder eine Niederlage hinnehmen. Die Hausherren fanden nur schwer in die Begegnung und die Gäste nützten diese Unkonzentrierten durch Adam Schreiner gleich mit dem 0:1 aus. In weiterer Folge war die GSV-Elf von Jakob Burits gut in der Partie, ohne echten Ertrag daraus zu schlagen. So kam es, wie es kommen musste und Roland Szanto traf kurz vor dem Pausenpfiff zum 0:2. Mit dem 0:3 durch Peter Gergö war alles klar, Szanto markierte dann noch den Schlusspunkt. „Das 0:4 war zu hoch, aber der Sieg sicher verdient. Sie waren einfach ein guter Gegner“, zollte Burits Respekt. Rechnitz-Obmann Harry Füzi stellte klar: „Wir waren sehr dominant und der verdiente Sieger.“

Gemeinde Tobaj - Neuberg 1:3.Der SV Neuberg feierte beim Derby gegen die Gemeinde Tobaj einen wichtigen Auswärtserfolg und konnte so einen echt großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Zu Beginn hatten die Hausherren die besseren Möglichkeiten, aber das erste Tor erzielten die Gäste durch Sandro Csencsits. In den zweiten 45 Minuten ging es in der gleichen Tonart weiter. Beide Teams hatten ihre Möglichkeiten, aber Neuberg nutzte diese besser. „Es war sicher ein bisschen Glück dabei, aber insgesamt war es ein verdienter Auswärtserfolg“, zog SVN-Obmann Martin Konrad ein positives Fazit. Die weiteren Treffer für Neuberg erzielten Dominik Glavina (73.) und Raffael Radakovits (86.). Die Tobajer und Trainer Alfred Horvath haderten vor allem mit der Chancenauswertung: „Wenn man keine Tore macht, kann man kein Spiel gewinnen. Zur Pause hätten wir eigentlich schon in Führung sein müssen.“

Oberdorf - Unterschützen 3:3.Der ASK Oberdorf verpasste es beim Aufsteiger-Duell gegen Unterschützen einen ganz großen Schritt in Richtung Ligaerhalt zu machen. Nach knapp 75 Minuten lag man gegen die SKU-Truppe von Patrick Tölly noch mit 3:1 in Führung, aber eine Gelb-Rote Karte für Nikolaus Halper nur wenige Minuten zuvor und eine starke Schlussoffensive der Gäste verhinderten den Oberdorfer Dreier. So avancierte Marco Helmig noch zum gefeierten Helden, denn der Offensiv-Allrounder traf zur nicht unverdienten Punkteteilung. „Der Ausschluss war sicher entscheidend“, meinte Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper und ergänzte: „Es war dann bestimmt gerecht, auch wenn es uns schmerzt.“ In Unterschützen meinte Coach Tölly: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und aufgrund des Verlaufs war es auch ein gerechtes X. Wir haben Moral bewiesen.“

Rudersdorf - Rotenturm 1:3.Das war es nun endgültig: Der Rudersdorfer Traditionsverein wird den Gang zurück in die 1. Klasse antreten müssen. Vor dem Samstag und mit den Ergebnissen der Konkurrenz aus Olbendorf und Großpetersdorf gab es bei einem etwaigen Heimsieg gegen Rotenturm noch berechtigte Hoffnungen auf eine positive Bewältigung des Abstiegskampfes, aber die erledigten sich mit der abermaligen Niederlagen. Dabei startete es für den USV gut, denn Gabriel Antin brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung. „Der Anfang war echt in Ordnung, ehe sie dann stärker wurden und wir auch teils schlecht verteidigt haben“, sagte Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber. Er stellt klar: „Wir wollen uns jetzt so gut es geht aus der Affäre ziehen.“ Die Stimmungslage in Rotenturm ist indes eine andere, denn der ASK knackte nach den Toren von Lorant Sebestyen und Ralph Ringbauer vor der Pause und Richard Szabo in der Schlussphase die 40-Punkte-Marke. Ein überragender Wert, wie auch Sektionsleiter-Stellvertreter Oliver Gabriel festhielt: „Wir sind natürlich hochzufrieden mit dem Saisonverlauf. Wir wussten auch in Rudersdorf, was wir tun müssen, um zu drei Punkten zu kommen. Das haben die Burschen einwandfrei gelöst.“

Kukmirn - Grafenschachen 4:1.Der SV Kukmirn feierte gegen den SC Grafenschachen einen klaren Heimsieg. Die Gäste gingen durch Klemens Höller in der 23. Minute sogar in Führung, aber in weiterer Folge war dann vor allem ein Mann nicht zu stoppen: Mihael Rebernik. Im Hinspiel erzielte der Legionär gegen den SCG einen Fünferpack, um nun vier Volltreffer nachzulegen. „Grafenschachen hat einen guten Start erwischt, aber nach dem Gegentreffer sind wir immer besser ins Spiel gekommen und der Sieg geht auch in Ordnung“, so Kukmirns Sportlicher Leiter Wolfgang Zach. Die Gäste ließen zu viel liegen, wie Obmann-Stellvertreter Rainer Pöll betonte: „Wir haben vor der Pause eine gute Leistung gezeigt, aber dann hat uns einfach vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Die Kukmirner haben ihre Chancen eiskalt ausgenutzt.“