Abstiegs-Kracher ging an Olbendorf
2. Liga Süd
Der SV Olbendorf hat nach dem Sieg in Großpetersdorf gute Chancen auf den Klassenerhalt. Absoluter Matchwinner war Marc Mazetti mit zwei Treffern. Tabellenführer Eberau jubelte über den nächsten Schritt zum Titel, gewann zuhause 2:0.
Tabellenführung behauptet! Bence Pataki (M.) und Eberau siegten auch gegen Neuberg mit 2:0.
© Herbert Kolonovics
Großpetersdorf – Olbendorf 1:3.Noch lebt die Großpetersdorfer Chance auf den Klassenerhalt, aber seit Freitag sind die Chancen definitiv gesunken. Punktgleich gastierte der SVO in der Elektro Unger Arena und mehr Abstiegskrimi war kaum möglich. Die Hausherren starteten gut. Balint Gaal stellte früh auf 1:0 (12.). Es dauerte, ehe auch die Gäste am Abstiegs-Kracher teilnahmen – aber je länger das Spiel dauerte, desto besser kam Olbendorf rein. Thomas Nebl belohnte den Aufwand, erzielte kurz vor der Pause den Ausgleich (45.). Und dann avancierte Marc Mazetti zum Helden, drehte per Doppelpack (48., 73.) die Partie endgültig und ließ die Gäste-Kurve eskalieren. „Es war ein sehr, sehr wichtiger Schritt, aber wir müssen auf dem Boden bleiben und achtsam und konzentriert weiterarbeiten“, forderte Olbendorfs Sektionsleiter Dietmar Graf. Die Heimischen sind im Saison-Endspurt nun auf Schützenhilfe angewiesen. „Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten verloren, was sehr enttäuschend ist. Olbendorf hat die Tugenden, die es gebraucht hat, angenommen – wir nicht. Wir haben eben viele Könige, aber nur wenige Soldaten“, kommentierte Obmann Harry Schneller die Niederlage.
Eberau – Neuberg 2:0.Der SV Eberau machte mit dem Derbysieg gegen den SV Neuberg einen weiteren Schritt in Richtung Meistertitel. Es war von beiden Teams ein gemächlicher Beginn, wobei sich die Eberauer die ein oder andere Möglichkeit herausspielten. Nach der Pause gingen die Hausherren in Führung. Bence Pataki (59.) und Max Mayer (64.) schossen einen 2:0-Vorsprung heraus. „Alles in allem war es eine starke Leistung von uns. Der Sieg ist absolut verdient“, jubelte Tabellenführer Sektionsleiter Andreas Gutleben, dessen Team nun schon in Unterschützen den Aufstieg fixieren kann. Für die Gäste aus Neuberg gab es einen großen Schockmoment. Keeper Posch musste verletzt raus – und mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. „Vor der Pause waren beide Teams sehr defensiv eingestellt. Mit dem Schock um Max war dann für uns nur mehr wenig drinnen“, erklärte Neubergs Obmann Martin Konrad.
Mühlgraben – Unterschützen 4:2.Der SV Mühlgraben hält mit dem Sieg gegen den SK Unterschützen die Meisterchance weiter aufrecht. Die Hausherren starteten gut in das Spiel, folglich erzielte Simon Kropf rasch die Führung (21.). Der SKU hielt aber dagegen – Bernd Artwohl belohnte das mit dem Ausgleich (60.). Ab der 70. Minute hatte der SVM dann seine beste Phase und stellte durch Krizmanic (73.), Glanz (83.) und Szinay (85.) die Weichen auf Heimsieg. „Es war ein offenes Spiel. Unterschützen hielt gut dagegen, aber nach knapp 70 Minuten waren wir deutlich besser“, stellte SVM-Pressesprecher Florian Jud fest. Die Gäste forderten den Zweiten lange, für Punkte reichte es aber nicht. „Schade“, sagte Trainer Patrick Tölly: „Es war eigentlich relativ ausgeglichen, aber sie haben dann die Chancen genutzt, die wir liegen gelassen haben.“
Güssing - Rotenturm 3:2.Für den SV Güssing sieht es gut aus, auch in der kommenden Saison Zweite Liga-Fußball zu spielen. Dabei fehlt noch ein Punkt, um den Klassenerhalt fix zu machen. Aber der Heimsieg gegen Rotenturm war schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wieder war es Roman Rasser, der im entscheidenden Duell zum Matchwinner avancierte. Der Parade-Stürmer machte den 1:2-Rückstand per Doppelschlag nicht nur wett, sondern drehte die Partie sogar im Alleingang (64., 70.). Profit schlugen die Güssinger aus der Überzahl, die in Minute 53 entstand. Ralph Ringbauer wurde vom Platz geschickt. „Da war es dann ein dominanter Auftritt von uns. Noch ist nicht alles vorbei, aber es sieht schon richtig gut aus“, stellte Trainer Jakob Burits nach dem Abstiegs-Sieg klar. Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer meinte: „Wir wollten unbedingt gewinnen, aber alles in allem war es ein Tag zu vergessen. Wir haben ganz einfach nicht die nötige Energie aufgebracht und am Ende verdient verloren.“
Oberdorf - Kukmirn 1:2.Mit erheblichen Personalproblemen wollte der ASK Oberdorf gegen Kukmirn den Sack in Sachen Klassenerhalt zumachen, was nach einem frühen Doppelschlag der Gäste durch Mihael Rebernik und David Banjac nicht gelingen sollte. Die Hausherren verkürzten durch Sandro Holpfer zwar postwendend, aber mehr war dann nicht mehr drin. „Nach wenigen Minuten war der Käse fast schon gegessen. Wir haben die Anfangsphase total verschlafen. Danach ist die Partie dahingeplätschert und war chancenarm“, berichtete Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper. Kukmirn festigte mit dem Sieg die Top-3-Position. Obmann-Stellvertreter Michael Karner wusste: „Wir hatten einen perfekten Start, der war mit Sicherheit ausschlaggebend.“ Die Kukmirner werden diese tolle Saison sehr wahrscheinlich am Stockerl abschließen – damit kann man auf jeden Fall zufrieden sein.
Rudersdorf - Stegersbach 3:3.Der USV Rudersdorf verpasste es am Freitag knapp, die Liga zu einem kompletten Tollhaus zu machen. Mit dem möglichen Heimsieg gegen Stegersbach hätte man zu den Großpetersdorfern aufschließen können und zudem in der kommenden Runde auch noch die Olbendorfer als Gegner. Dazu kam es aber nicht, weil drei Treffer von Bence Pergel und zweimalige Zwei-Tore-Führungen nicht reichten, um die drei Punkte ins Trockene zu bringen. „Im Endeffekt war es schon sehr bitter. Schade, dass wir das Ergebnis nicht über die Zeit gebracht haben“, ärgerte sich Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber. Stegersbach rettete am Ende den Zähler, weil David Garger zum Ausgleich traf (84.). Angesichts des Spielverlaufs war der auch gar nicht so unverdient. SVS-Funktionär Manfred Petrus: „Wir haben absolut keine gute erste Halbzeit gespielt. Danach war mehr Kampf dahinter – das war lobenswert.“
Rechnitz - Markt Allhau 3:0.Der SV Rechnitz überholte mit dem Heimsieg den UFC Markt Allhau in der Tabelle. Die Hausherren waren von Beginn an dominant und führten zur Pause schon mit 3:0. Roland Szanto (4., 29.) und Florian Kurtz (45.) schossen die komfortable Pausen-Führung heraus. Obmann Harry Füzi war mit der Leistung sehr zufrieden: „Wir haben sehr stark gespielt und nach dem 3:0 war es dann entschieden. In der zweiten Halbzeit haben wir nur mehr das Nötigste getan.“ Von den Gästen aus Markt Allhau kam nicht viel, zwingende Tormöglichkeiten blieben aus. „Sie waren uns vor der Pause klar überlegen und wir waren mit dem 0:3 noch gut bedient. Aktuell läuft es bei uns einfach nicht“, stellte Pressesprecher Ewald Musser fest.
Gemeinde Tobaj - Grafenschachen 2:2.Der ASV Gemeinde Tobaj konnte beim Heimauftritt gegen Grafenschachen noch einen Punkt retten. Die Gäste aus Grafenschachen kamen gut ins Spiel und gingen nach acht Minuten durch Dominik Luif in Führung. Kurze Zeit später erhöhte Viktor Markus auf 2:0. Die Vorstellung vor der Pause gefiel den Grafenschachener Verantwortlichen. Obmann-Stellvertreter Rainer Pöll: „Wir hatten in dieser Phase ein klares Chancenplus, ließen aber leider zu viel liegen. Im zweiten Abschnitt war Tobaj dann die bessere Mannschaft.“ Die Hausherren konnten noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer durch Luka Dragovic erzielen. In der zweiten Halbzeit waren die Tobajer lange am Drücker, ehe Luka Visic spät noch zum Ausgleich und Punktgewinn einschoss. „Am Ende ist das X gerecht. Wir waren vor der Pause nicht gut, legten dafür aber danach Kämpfer-Qualitäten an den Tag“, meinte Trainer Alfred Horvath zufrieden.