Allhauer ließen eine große Chance liegen

2. Liga Süd

Die UFC-Elf von Florian Hotwagner führte gegen die Gemeinde Tobaj früh mit 2:0, verpasste es aber den Sack zuzumachen und verlor spät noch mit 2:3. So war es eine Runde für Eberau.

Von Patrick Bauer & Tobias Halper

Unterhaltsamer Kick. Der SC Grafenschachen mit Matthias Wenzl (l.) entführte aus Neuberg beim 4:3 drei Punkte, musste gegen Dominik Farkas und Co. nach 4:0-Pausenführung aber in Halbzeit zwei richtig kämpfen.

Unterhaltsamer Kick. Der SC Grafenschachen mit Matthias Wenzl (l.) entführte aus Neuberg beim 4:3 drei Punkte, musste gegen Dominik Farkas und Co. nach 4:0-Pausenführung aber in Halbzeit zwei richtig kämpfen.

© Herbert Kolonovics

Markt Allhau - Gemeinde Tobaj 2:3. Das Top-Spiel der Runde musste am vergangenen Freitag aufgrund des Regens um einen Tag auf Samstag verschoben werden. Und dennoch waren die Vorzeichen gut, denn beide Mannschaften stehen im 2. Liga-Spitzenfeld und diesen Status untermauerte man abermals. Den Hausherren gehörte dabei die erste Halbzeit und Julian Psihoda traf schon früh per direkt verwandeltem Eckball zum 1:0. Eine knappe halbe Stunde diktierten die Allhauer dann und Stefan Binder bestätigte die Drangphase mit dem 2:0. Die Freude währte nur kurz, denn nahezu im Gegenzug erzielte Robin Bleyer den Anschluss. Der Weckruf für die Tobajer Gäste. „Wir haben stark begonnen und 30 Minuten echt gut gespielt. Danach fielen wir etwas zurück und sie wurden immer stärker“, sagte Allhau-Pressesprecher Ewald Musser, dessen Elf kurz nach der Pause das 2:2 durch Julian Jautz-Lackner kassierte. Zum Mann des Tages avancierte dann Luka Visic! Der Kroate traf in der 92. Minute zum Tobajer Sieg. Sehr zur Freude von ASV-Coach Alfred Horvath: „Es war von uns eine starke zweite Halbzeit. So haben wir uns den Sieg verdient.“

Rudersdorf - Großpetersdorf 2:0. Beinharter Abstiegskampf mit einigen interessanten Geschichten gab es am Freitagabend in Rudersdorf zu sehen. Die Hausherren waren als Liga-Schlusslicht unter gehörigem Zugzwang und trafen dabei auf einige ehemalige Kicker im Großpetersdorf-Trikot. Die Gäste starteten auch gut, fanden aber sehr früh in Oliver Sommer im Hausherren-Tor ihren Meister. So stellte der starke Nico Weißinger mit dem 1:0 in Minute 12 das Spiel doch ein wenig auf den Kopf. In weiterer Folge mühte sich der SVG, der aber an der guten Rudersdorfer Defensive nicht mehr durchkam. Mehr noch: Gabriel Antin erhöhte noch vor dem Pausenpfiff auf 2:0. In den zweiten 45 Minuten spielte der USV es relativ souverän nach Hause und machte den Abstiegskampf zu einem echten Tollhaus. „Wir ließen dann einen höheren möglichen Sieg aus. Dennoch war es vor allem defensiv eine sehr gute Leistung“, lobte Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber seine Elf, während SVG-Oberhaupt Harald Schneller ergänzte: „Wir haben bei 0:0 leider einige Top-Chancen liegengelassen. Mit dem 0:1 war es dann schwer. Generell war es aber eine total unnötige Niederlage.“

Rechnitz - Eberau 0:1. Im zweiten Spitzenspiel der Samstagsrunde konnte der SV Eberau ein echtes Ausrufezeichen setzen. Mit dem Sieg schob man sich zumindest an den Allhauern wieder vorbei und eine Burgenlandliga-Rückkehr ist für die Elf von Christoph Herics weiter möglich. Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, bei dem sich keine der beiden Mannschaften einen echten Vorteil erspielen konnte. „Es war eine sehr enge Partie“, resümierte auch Rechnitz-Obmann Harald Füzi, um zu ergänzen: „Für mich eine klassische X-Partie mit einem für uns sehr bitteren Gegentor.“ Dieses fiel in der 76. Minute, als SVE-Defensiv-Allrounder Manuel Skerlak zum Auswärtssieg traf. In Eberau resümierte Sektionsleiter Andi Gutleben indes so: „Es war ausgeglichen, aber wir hatten doch ein kleines Chancenplus. Unverdient war es so nicht.“

Olbendorf - Kukmirn 4:0. Es läuft weiter nicht rund für den Kukmirner Herbstmeister, der die Spitze ziehen lassen musste und auch in Olbendorf nicht wirklich gut aussah. Dabei muss man festhalten, dass die SVO-Kicker zuletzt immer besser wurden und mit dem Heimsieg auch tabellarisch einen echten Sprung machten. Vor allem das Wie beeindruckte Obmann-Stellvertreter Stefan Csar. Früh erzielte Marc Handel Mazetti die Führung, ehe abermals der junge Leon Hofer noch vor der Pause auf 2:0 stellte. „Es war defensiv ein super stabiler Auftritt von uns und was sehr wichtig ist, dass wir es nun wieder in den eigenen Händen haben“, so Csar, der spät noch über zwei Treffer von Manuel Csencsics und Mislav Komorski jubeln durfte. In Kukmirn resümierte der Sportliche Leiter Wolfgang Zach so: „Wir haben die wichtigen Zweikämpfe verloren und viel zu einfache Gegentore bekommen.“

Unterschützen - Güssing 3:0. Mit erheblichen Personalproblemen war der SV Güssing in die Unterschützener „Dampfkessel-Arena“ gereist und konnte diesen Aderlass nur in Teilen kompensieren. Defensiv war es von der GSV-Elf von Jakob Burits über weite Strecken in Ordnung, während man die Hausherren-Defensive kaum in Bedrängnis brachte. Kurz vor dem 1:0 von Marco Helmig in Minute 28, hatte man eine der wenigen Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, aber viel mehr Offensivaktionen der Gäste gab es dann nicht. „Es war die für uns erwartet schwere Begegnung“, analysierte GSV-Coach Burits und fügte an: „Es war für sie sicher verdient, auch wenn wir einige Dinge gut gemacht haben.“ Auch in den zweiten 45 Minuten präsentierte sich ein ähnliches Bild. Der SKU diktierte und machte dank Jonas Grabenhofer und Tobias Eberhardt auch noch zwei Tore zum ungefährdeten Heimerfolg. Trainer Patrick Tölly dazu: „Unser Gegner war total passiv und wir waren ihm auch klar überlegen. Es war von uns eine starke Leistung.“

Rotenturm - Mühlgraben 2:0. Der Mühlgrabener Lauf fand in Rotenturm sein Ende. Dabei lieferten die Hausherren, die eine der positiven Überraschungen der Saison sind, eine echt starke Vorstellung ab, die selbst Sektionsleiter Florian Mayer beeindruckte: „Taktisch war das sicher unsere beste Saisonleistung. Sie haben die beste Offensive der Liga, aber wir haben sie komplett neutralisiert.“ Und offensiv auch noch die nötigen Tore gemacht: Kurz vor der Pause traf Richard Szabo zur Führung, ehe Jan Takacs nach knapp 80 Minuten den Deckel draufmachte. „Wir haben es verabsäumt in Führung zu gehen und sie wurden nach der Führung immer stärker“, erklärte SVM-Sektionsleiter Helmut Kern der BVZ, dessen Elf unfassbare 15 Spiele in Folge ungeschlagen blieb.

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Allhauer ließen eine große Chance liegen
SV Neuberg - SC Grafenschachen 3:4.

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SV Neuberg - SC Grafenschachen 3:4.

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Neuberg - Grafenschachen 3:4. Was war das für ein Spiel am Karsamstag in Neuberg? Die Hausherren starteten fürchterlich in die Begegnung und fanden vor allem defensiv nicht statt. Das nutzten die Grafenschachener Gäste schon früh aus und nach 20 Minuten stand es nach einem Doppelpack von Stefan Hettlinger und einem Tor von Ex-Neuberger Michi Strobl schon 0:3. In weiterer Folge erfing sich die Elf von Lukas Spirk etwas, lag zur Pause aber nach einem weiteren Gegentreffer von Viktor Markus mit 0:4 zurück. „Wir haben fürchterliche Tore bekommen und eigentlich katastrophal agiert“, kritisierte SVN-Obmann Martin Konrad, um dann doch noch ein positives Fazit zu ziehen: „Sehr positiv war dann unsere Moral in den zweiten 45 Minuten. Mit Glück hätten wir noch einen Punkt mitnehmen können.“ Die Heimischen kamen nämlich mit viel mehr Elan aus der Pause und konnten dank Dominik Weber, Sandro Csencsits und Sebastian Paul noch auf 3:4 verkürzen. Zu mehr reichte es dann nicht mehr und der SCG brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Sektionsleiter Gerald Ringhofer dazu: „Unser Auftritt in der ersten Halbzeit war sensationell, ehe wir es unnötig spannend gemacht haben und es noch zu einer Zitter-Partie wurde.“

Stegersbach - Oberdorf 2:1. Der SV Stegersbach bleibt 2025 weiter ungeschlagen und auch gegen Oberdorf fand diese Serie keinen Abbruch. Von Beginn an entwickelte sich ein richtig gutes 2. Liga-Spiel, bei dem auch die Gäste ihre Momente hatten und sich trotz der angespannten Tabellensituation nicht versteckten und auch offensiv immer wieder gefährlich wurden. „Es war ein sehr gutes und auch sehr interessantes Match“, erklärte Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper und fügte an: „Wir schaffen es derzeit einfach nicht in Führung zu gehen. Das geht uns leider komplett ab.“ So war es Ivan Hajdic, der den SVS in Führung brachte, ehe Sandro Holpfer per sensationellem Volley ausglich. Lange sah es danach nach einer Punkteteilung aus, aber Hajdic hatte etwas dagegen und erzielte nach Vorarbeit von Oli Poandl den Siegtreffer. Sein Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics dazu: „Wir waren am Ende effizienter und es war auch verdient.“