Spannender Titelkampf: Markt Allhau wieder voll dabei

2. Liga Süd

Der UFC zeigte, dass mit ihm weiterhin zu rechnen ist, gewann in Neuberg und schoss sich auf Rang zwei vor. Eberau holte in Deutsch Tschantschendorf ein etwas glückliches 0:0.

Von Patrick Bauer

Oliver Tihanyi (r.) glänzte beim Allhauer Sieg in Neuberg mit drei Treffern.

Oliver Tihanyi (r.) glänzte beim Allhauer Sieg in Neuberg mit drei Treffern.

© Herbert Kolonovics

Neuberg – Markt Allhau 2:4.Der UFC Markt Allhau holte in Neuberg wichtige drei Körner und befindet sich damit wieder voll im Titelrennen. Vor der Pause sah es aber gar nicht nach drei Auswärtspunkten aus. Die kriselnden Neuberger waren die bessere Mannschaft, verpassten es nach individuellen Fehlern aber die erste Halbzeit mit einer Führung zu beschließen. Nach dem Seitenwechsel rächte sich das, die Gäste zündeten den Turbo und hatten mit Oliver Tihanyi auch den überragenden Akteur in ihren Reihen. Der traf vor der Pause doppelt und danach ebenfalls einmal, flankiert von Stephan Radics, der einen Freistoß zum Endstand in die Maschen zimmerte, die perfekte Kombination. „Vor der Pause war es keine gute Leistung von uns, danach aber ein verdienter Sieg“, jubelte Markt Allhaus Pressesprecher Ewald Musser. Neuberg-Obmann Martin Konrad jammerte: „Wir haben eindeutig zu viel kapitale Eigenfehler gemacht. Die haben uns das Spiel gekostet.“

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Spannender Titelkampf: Markt Allhau wieder voll dabei

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Gemeinde Tobaj – Eberau 0:0.Das Topspiel der Runde endete mit einem torlosen Remis. Auf nassem Untergrund entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der beide Mannschaften alles reinlegten, wie Tobajs Trainer Alfred Horvath berichtete „Es war eine flotte, stark zweikampfgeführte Partie.“ Die besseren Möglichkeiten spielten sich die Gastgeber, bei denen Robin Bleyer und Luka Visic an vordester Front stürmten, heraus, zerschellten aber des öfteren an Eberau-Keeper Sebastian Kracher, der sich mit starken Paraden auszeichnete. „Wir waren dem Sieg etwas näher, das wissen wir, aber wir nehmen auch den Punkt gegen den Leader gerne mit“, kommentierte Horvath. Gegenüber, SVE-Sektionsleiter Andreas Gutleben sagte: „Wir haben uns den Zähler erkämpft, nehmen ihn mit. Ein Sieg wäre unverdient gewesen.“

Olbendorf – Stegersbach 0:2.Die Form des SV Stegersbach wird immer besser. Zuletzt am Speiseplan: der SV Olbendorf, der mit 2:0 besiegt wurde. Im Derby war Geduld die große Tugend. Stegersbach hatte die fußballerische Kontrolle in der Partie, musste aber bis zur 81. Minute warten, ehe die Kugel erstmals in den Maschen zappelte. Ivan Hajdic traf zum 1:0. Von diesem Schock erholten sich die Heimischen nicht mehr und Lukas Faulend traf nur fünf Minuten später zur Entscheidung. „Wir wollten defensiv stabil stehen und das ging auch über weite Strecken gut. Am Ende wurden wir aber mit den zwei Gegentreffern bestraft“, haderte Olbendorfs Sektionsleiter Dietmar Graf. Bei den Stegersbachern war die Freude über den Erfolg groß, auch wenn der Sportliche Leiter Stefan Berzkovics einige kritische Töne spuckte: „Mit unserer Teamleistung können wir nicht zufrieden sein. Dennoch freuen wir uns über drei sehr wichtige Punkte und den Derbysieg.“

Unterschützen - Rotenturm 1:0.Seine erste Niederlage der Rückrunde musste der ASK Rotenturm beim schwierigen Gang nach Unterschützen hinnehmen. In einem insgesamt chancenarmen Aufeinandertreffen hatten die Hausherren eine knappe Stunde die Kontrolle und investierten auch mehr fürs Spiel. Die Belohnung war das 1:0 von Adam Vittman in Minute 56. In weiterer Folge wurden die Gäste stärker, auch wenn die ganz großen Ausgleichsmöglichkeiten ausblieben. „Alles in allem war es für mich eine X-Partie“, erklärte Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer und meinte weiter: „Ausgerechnet in der Phase, wo wir besser reinkamen, haben wir aus abseitsverdächtiger Position das 0:1 kassiert. Wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt.“ Ganz konform mit dieser Einschätzung ging SKU-Coach Patrick Tölly nicht: „Für mich war unser Sieg durchaus verdient. Sie haben erst nach knapp 70 Minuten wirklich mitgespielt.“ Tölly wusste um die Wichtigkeit der Sieges: „Diese drei Punkte sind ganz gut für uns.“

Grafenschachen - Rechnitz 1:0.Weiter ungeschlagen in diesem Frühjahr bleibt der SC Grafenschachen, der am Samstagabend auch die harte Rechnitzer Hürde nahm und sich zum einen nach unten endgültig absicherte und zum anderen auch wieder Anschluss nach oben fand. Das Tor des Tages erzielte Matthias Wenzl, der noch vor der Pause die drei Punkte sicherstellte. „Es war die erwartet enge Begegnung“, startete SCG-Sektionsleiter Gerald Ringhofer seinen Bericht und fügte an: „Vor der Pause haben wir mehr fürs Spiel investiert und lagen nicht unverdient mit 1:0 vorne. In der zweiten Halbzeit waren sie am Drücker und es entschieden Kleinigkeiten. Wir haben es aber drübergebracht.“ Bei den Rechnitzern war man mit dem Auftreten seiner kickenden Zunft zufrieden, auch wenn es erstmals nicht für Punkte reichen sollte. Obmann Harald Füzi: „Ein Remis wäre gerechter gewesen, aber unsere Leistung war in Ordnung. Wir präsentierten uns jedenfalls ebenbürtig.“

Oberdorf - Großpetersdorf 2:4.Mit dem zweiten Sieg in Folge konnte der SV Großpetersdorf den Abstand zur roten Zone vergrößern und sich etwas Luft verschaffen. Dabei profitierte man von einigen Fehlern der Hausherren, die insgesamt richtig gut spielten, eine Vielzahl an Möglichkeiten aber ausließen und letztendlich mit leeren Händen dastanden. „Es war eine Begegnung der vergebenen Chancen. Wir hatten drei hundert- und fünf tausendprozentige Chancen“, jammerte Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper, dessen Elf zudem noch vom Punkt vergab. „Zumindest die Spielweise stimmt uns optimistisch, auch wenn das Ergebnis extrem bitter für uns ist.“ Zum Mann des Tages avancierte SVG-Angreifer Balint Gaal, der die Oberdorfer Unzulänglichkeiten ausnutzte und gleich dreifach traf. „In Oberdorf zu gewinnen, ist nicht selbstverständlich, die haben schon eine top Mannschaft. Dementsprechend haben wir uns richtig über den Sieg gefreut“, jubelte Harry Schneller.

Güssing - Mühlgraben 2:2.Der SV Güssing kommt einfach nicht vom Fleck. Mit seinem achten Remis in dieser Saison bleibt man weiter in der bedrohten Zone und zum wiederholten Male kassierte man in der Nachspielzeit einen Ausgleichstreffer. Gegen die stark gestarteten Mühlgrabener war es Hutter, der den Gästen noch einen Punkt sicherte. Dieser war prinzipiell nicht unverdient, auch wenn die Hausherren den Dreier gerne genommen hätten. „Unterm Strich passt das Ergbenis, aber für uns ist das sehr bitter“, analysierte Güssings Coach Jakob Burits und meinte weiter: „Die vielen Gegentore in der Schlussphase ziehen sich einfach durch. Es sind leider Kleinigkeiten, die ein gewisses Muster haben.“ Beim SVM nahm man den Zähler indes mit. So lag man vor der Pause nach einem Szinay-Treffer vorne und war auch die bessere Mannschaft, ehe man nach Seitenwechsel zwei unnötige Tore kassierte. Für Sektionsleiter Helmut Kern war es ein eigenartiges Spiel: „Zur Pause hätte niemand damit gerechnet, dass wir diese Partie verlieren könnten. So waren es doch und sicher zwei verschenkte Punkte“.

Kukmirn – Rudersdorf abgesagt.-