Schlaining-Sensation, Kukmirn-Punkteteilung und ein Traumtor
2. Liga Süd
Der ASK Schlaining landete die Sensation der Runde und holte in Pinkafeld drei Punkte. Kukmirn holte einen Zähler und bleibt unbesiegt, Stegersbach überrollte Neuberg – 5:0. Michael Schendl (Tobaj) traf sehenswert.
Michael Schendl (l.) traf beim 6:0-Kantersieg seiner Mannschaft sehenswert von der Mittellinie zum Endstand.
© BVZ
Ohne große Erwartungen reisten die Schlainingernach Pinkafelder, sorgten dort dann aber für die Überraschung der Runde. Nach 90 Minuten jubelten die Gäste über einen 2:1-Auswärtssieg beim Favoriten. „Dabei waren unsere Vorzeichen gar nicht gut, mit Zoltan Nagy fehlte eine Stütze in der Abwehr“, so der Sportliche Leiter Klaus Arth. Doch sein Team machte die Sache klug. Pinkafeld, das ebenfalls ein paar Stammspieler vorgeben musste, ging zwar in Führung (25.) und war die bessere Mannschaft, mit Fortdauer steigerten sich die Gäste aber. In der Schlussphase dann der Keulenschlag: Zunächst glich Matthias Resner aus, in der Nachspielzeit traf Csanad Hera dann gar noch zum Sieg. „Eine sensationelle Leistung“, jubelte Arth. Pinkafels Neo-Trainer Benjamin Posch war enttäuscht: „Uns ist im eigenen Ballbesitz wenig gelungen, bei den Gegentoren haben wir zu lasch attackiert.“
Im Topspiel der Runde lieferten sich der SV Kukmirn und der SV Mühlgraben einen intensiven Fight, der nach 95 Minuten mit 3:3 endete. Vor der Pause gehörte das Spiel den Kukmirnern, die auch mit 2:1 führten. Doch danach agierte Mühlgraben besser, drehte durch zwei Standards die Partie. In der Schlussphase warf Kukmirn noch einmal alles nach vorne, und das machte sich bezahlt. Mihael Rebernik behauptete sich nach einer Vrtaric-Hereingabe und versenkte das Leder im Netz – Saisontor Nummer 13. „Nach dem 3:2 hätten wir das 4:2 machen müssen, alles in allem sind wir mit dem Punkt aber zufrieden“, so Mühlgrabens Pressesprecher Florian Jud. Kukmirns Sportlicher Leiter Wolfgang Zach: „Das war ein gutes Spiel zweier starker Mannschaften mit einer gerechten Punkteteilung.“
Richtig positiv lief es für den SV Stegersbach. Der Sportliche Leiter Stefan Berzkovics sah einen 5:0-Auswärtssieg seiner Mannschaft in Neuberg. Die Gäste spielten sich vor allem in den zweiten 45 Minuten in einen Rausch und ließen nichts anbrennen. „Wir haben das Spiel komplett dominiert“, sah Berzkovics eine reife Vorstellung seiner Mannschaft. Für Neuberg war es das nächste Debakel, das Obmann Martin Konrad nicht schönreden wollte: „Die erste Halbzeit war noch in Ordnung, aber danach haben wir nahtlos an die Unterschützen-Partie angeschlossen.“
Stichwort Unterschützen: Der SKU feierte den nächsten wichtigen Sieg. Nach dem 5:0-Heimerfolg gegen Neuberg legten die Tölly-Mannen nach und schossen Bad Tatzmannsdorf mit 4:0 ab. In Halbzeit eins dominierte Unterschützen das Geschehen nach Belieben, führte zur Pause mit 2:0. Danach bäumten sich die Bad Tatzmannsdorfer auf, doch die Tore machte weiterhin der SKU, der schlussendlich hochverdient siegte. „Das war vor allem in der ersten Halbzeit ganz, ganz stark von uns“, sah Trainer Patrick Tölly eine spielfreudige Mannschaft. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt in Bad Tatzmannsdorf.“
Zurück auf der Siegerstraße ist der ASV Gemeinde Tobaj. Nach dem 0:4 gegen Grafenschachen forderte Obmann-Stellvertreter Lukas Spirk gegen Rotenturmeine Reaktion seiner Mannschaft, die gab es auf allen Ebenen. Am Ende feierten die Tobajer einen glanzvollen 6:0-Heimsieg. „Wir haben in der vergangenen Woche sehr viel miteinander gesprochen, das hat sich bezahlt gemacht.“ Rotenturms Sektionsleiter Florian Mayer war bedient: „Das war Arbeitsverweigerung von ein paar Spielern, so wird es ganz schwer für uns.“
Durchgesetzt hat sich auch der SV Rechnitz – allerdings glanzlos, wie Obmann Harry Füzi nach dem 1:0-Heimsieg gegen Markt Allhau bestätigte. „Es war kein gutes Spiel, aber wichtig sind die drei Punkte, die wir jetzt endlich wieder einmal geholt haben“, so Füzi. Für das einzige Tor sorgte Peter Gergö, der nach Szanto-Vorlage einschob (71.). Auch die Gäste verzeichneten zwei gute Chancen. „Alles in allem wäre mehr drinnen gewesen, es war eine unglückliche Niederlage“, so Pressesprecher Ewald Musser.
Auch der ASK Oberdorf konnte zuhause mit 1:0 gegen Grafenschachengewinnen und damit den zweiten Sieg in Folge feiern. Das entscheidende Tor resultierte aus einer feinen Kombination: Dominik Farkas flankte auf Ivan Hajdic, der per Kopf auf Marko Stojak ablegte – und der traf zum 1:0 (44.). Die dickeren Möglichkeiten fand aber Grafenschachen vor, doch die Gäste scheiterten immer wieder am überragenden Barnabas Bögöly, der seinen Kasten sauberhielt.
Drei Punkte sammelte der SV Olbendorf in Güssing. Grgo Zivkovic, Julian Strobl und Leon Hofer schossen die Gäste zu einem 3:1-Auswärtssieg. „Wir hatten einige Ausfälle, aber die jungen Burschen sind in die Bresche gesprungen“, freute sich Sektionsleiter Dietmar Graf. Güssings Sportlicher Leiter Hans Saurer: „Wir haben phasenweise gut gespielt, im Endeffekt geht der Sieg für Olbendorf aber in Ordnung.“