Alle Spielberichte der Liga: Von Rechnitz bis Rudersdorf
2. Liga Süd
Eberau präsentierte sich gegen Oberdorf fokussiert, gewann klar und stürmte an die Tabellenspitze. Der bisherige Leader aus Kukmirn patzte gegen Großpetersdorf. Wir haben alle Spielberichte:
Knappe Pleite. Die setzte es für Adam Vittman (r.) und Unterschützen in Rechnitz.
© Herbert Kolonovics
Eberau - Oberdorf 3:0. Nach vielen Wochen und Monaten mit dem SV Kukmirn an der 2. Liga-Spitze sind es nun die Eberauer, die den Herbstmeister vom Thron stießen. Dafür nötig war eine konsequente und gute Vorstellung gegen den ASK Oberdorf, der am Sonntagnachmittag keine wirkliche Chance auf Punkte hatte. Vor allem Maxi Mayer war nicht zu halten und der Offensiv-Allrounder erzielte erst die Führung und dann die Entscheidung zum 3:0. Dazwischen traf Jan Peter Herczeg kurz nach dem Seitenwechsel zum 2:0. „Das war eine sehr gute Leistung und das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, freute sich SVE-Sektionsleiter Andi Gutleben und fügte an: „Wir hatten das Geschehen im Griff.“ Was beim 3:3 in der Vorwoche gegen Mühlgraben noch gut funktionierte, passte beim neuen Leader aus Oberdorfer Sicht nicht mehr. Der Sportlicher Leiter Wolfgang Halper dazu: „Das Match lief nur in eine Richtung und wir hatten eigentlich keine Chance. Wir haben es ihnen aber auch leicht gemacht.“
Großpetersdorf - Kukmirn 2:1. Das „Werkl“ beim Herbstmeister aus Kukmirn will 2025 noch nicht so richtig zu laufen beginnen. Konnte die Truppe von Mario Bauer zum Auftakt noch ein Remis gegen Eberau holen, zog man nun bei den über den Winter runderneuerten Großpetersdorfern den Kürzeren. Dabei haderte man auf Gäste-Seite mit einigen stritten Schiedsrichter-Entscheidungen und einem aberkannten Tor zur vermeintlichen Führung. „Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns“, resümierte Kukmirns Sportlicher Leiter Wolfgang Zach und ergänzte: „Wir sind nie wirklich reingekommen und hatten dazu auch noch Pech. Insgesamt haben wir uns auch zu wenig erarbeitet und so reicht es dann eben gegen niemanden.“ Die Hausherren waren taktisch gut eingestellt und Flamur Muleci traf nach knapp 60 Minuten zum 1:0. Die Entscheidung war dann Fabio Jani vergönnt. Der Anschluss kam dann zu spät. SVG-Obmann Harald Schneller: „Es war ein schnelles und intensives Spiel, bei dem wir in Summe die bessere Elf waren. Das war schon echt angenehm.“
Rechnitz - Unterschützen 1:0. Der SV Rechnitz startet perfekt in die Rückrunde und ist nun wieder ganz oben dran. In einem umkämpften Spiel siegten die Hausherren dank eines frühen Tores von Stefan Resetar mit 1:0. Die Gäste, die mit den Platzbedingungen zu kämpfen hatten, ließen zu viele Möglichkeiten ungenutzt liegen. „Wir konnten nicht so spielen, wie wir es gewohnt sind“, analysierte SKU-Trainer Patrick Tölly und schoss nach: „Ein glücklicher Volleyschuss entschied die Begegnung. Das ist bitter für uns, aber wir haben das Tor eben nicht gemacht.“ Das Spiel lebte von seiner Intensität und dem knappen Vorsprung, den die Heimischen dann doch über die Zeit brachten. „Wir haben an unsere starke Vorstellung in Neuberg angeschlossen“, freute sich SVR-Oberhaupt Harald Füzi und ergänzte weiter: „Sie waren ein sehr, sehr starker Gegner und es war ein echtes Top-Spiel. Für uns ist das nun aber ein richtig gelungener Auftakt.“
Rudersdorf - Grafenschachen 2:2. Spät konnte der USV Rudersdorf gegen die top gestarteten Grafenschachener zwar noch punkten, aber wegen der Ergebnisse der umliegenden Konkurrenz könnte das fast zu wenig gewesen sein. „Die Heimspiele sollte man gewinnen“, resümierte auch Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber und meinte weiter: „Das Remis war dann aber wohl der gerechte Ausgang.“ Die Gäste konnten indes nicht ganz an den starken Auftritt zum Auftakt gegen Großpetersdorf anschließen, lagen aber dennoch bis zur 89. Minute nach Treffern von Fabio Pimperl und Stefan Hettlinger in Führung. Die Elf von Thomas Simon brachte es dann aber nicht über die Zeit, auch weil Zsolt Balasz für die Heimischen traf. „Danach hatten wir noch die große Chance auf das 3:2, aber verdient wäre das nicht unbedingt gewesen“, sagte SCG-Sektionsleiter Gerald Ringhofer und schoss nach: „Vor dem Rückrundenstart hätte ich vier Punkte sicher unterschrieben.“
Mühlgraben - Gemeinde Tobaj 5:1. Super in die Rückrunde fand der SV Mühlgraben, der dem Punktgewinn in Oberdorf nun einen furiosen Auftritt gegen die Gemeinde Tobaj folgen ließ. Die Gäste hatten mit einigen Ausfällen zu kämpfen, was die starke Leistung der Hausherren nicht schmälern soll. Vor allem vor der Pause war der SVM-Angriffswirbel kaum zu stoppen und Bendegüz Szinay (10.) und ein Doppelpack von Martin Nagy (32., 36.) stellten die Weichen früh auf Heimsieg. Mit dem Anschluss von David Leitner kurz nach der Pause keimte bei den Tobajern zwar noch einmal kurz Hoffnung auf, aber weil man das zweite Tor nicht nachlegen konnte, war spätestens mit dem 4:1 von Szinay alles entschieden. Spät setzte Nagy dann den Schlusspunkt. „Wir waren an diesem Tag die bessere Mannschaft“, so SVM-Funktionär Helmut Kern, der anfügte: „Wir schauen weiter nur von Spiel zu Spiel.“ Ähnlich resümierte auch Tobaj-Coach Alfred Horvath: „Wenn man im Mühlgrabener Hexenkessel nicht richtig mitfightet, hat man auch keine Chance. Es war für sie verdient.“
Stegersbach - Güssing 3:1. Der SV Stegersbach konnte am Freitagabend sein Auftakt-Remis gegen Markt Allhau veredeln und gegen den SV Güssing einen verdienten Heimerfolg feiern. So ließ man sich auch vom frühen 0:1 des Ex-SVS-Kickers Lukas Haas nicht beirren und der starke Oli Poandl traf schnell zum Ausgleich. In weiterer Folge hatten die Heimischen spielerische Vorteile und die besseren Chancen, wobei man dank der Güssinger Nadelstiche einige Male auch defensiv gefordert wurde. Es dauerte bis in die Schlussphase, ehe Nico Benkö das vielumjubelte 2:1 erzielen konnte – Ivan Hajdic machte in Minute 86 den Deckel endgültig drauf. „Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und einen verdienten und wichten Sieg eingefahren“, freute sich Stegersbachs Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics, während GSV-Trainer Jakob Burits wie folgt resümierte: „Schade, da mehr für uns drin gewesen wäre, aber unsere aktuellen Ausfälle sind ganz einfach zu viel.“
Markt Allhau - Olbendorf 2:2. Das Top-Team aus Markt Allhau kommt 2025 noch nicht so richtig auf Touren. So musste man sich in der Rückrunde zum zweiten Mal mit einem Remis begnügen und zumindest mit dem fußballerischen Auftritt war man nicht wirklich zufrieden. „Die Olbendorfer haben sich den Punkt eigentlich mehr als verdient“, sagte auch Allhau-Pressesprecher Ewald Musser und schoss nach: „Wir sind vor allem in der zweiten Halbzeit nicht ins Spiel gekommen.“ Die Hausherren mussten dabei schnell das 0:1 durch Marc Handel Mazetti hinnehmen, aber ein Traumtor von Julian Psihoda besiegelte erst den Ausgleich und der Linksfuß brachte die Elf von Florian Hotwagner kurz vor dem Seitenwechsel gar in Führung. Die Gäste legten es defensiv an, setzten aber immer wieder Nadelstiche und ein Freistoß von Thomas Holper in der Nachspielzeit sicherte doch noch den Punktgewinn. „Es war eine gute Leistung und das Remis geht auch in Ordnung“, meinte SVO-Sektionsleiter Dietmar Graf und ergänzte weiter: „Ich bin stolz, wie wir aufgetreten sind.“
Rotenturm - Neuberg 3:1. Der Rotenturmer Lauf geht weiter und weiter. Statt Abstiegskampf klopft man nach dem Heimsieg gegen Neuberg sogar oben an, auch wenn Sektionsleiter Florian Mayer davon nichts wissen möchte: „Wir wollen jetzt erst einmal die 30 Punkte holen, auch wenn wir natürlich, dass es schon echt gut aussieht.“ In einer umkämpften Partie hatten die Hausherren immer leicht die Oberhand und erzielten noch vor der Pause durch Asmir Selimovic und Elias Kopfer die entscheidenden Tore. Die Gäste kamen in der zweiten Halbzeit zwar besser rein, aber zu mehr als den Anschluss von Dominik Weber reichte es nicht mehr. Eine tolle Einzelaktion von Jan Takacs entschied die Begegnung dann endgültig. Mayer: „Ein absolut verdienter Sieg. Es ist Wahnsinn, was das Team Woche für Woche abliefert.“ Beim SVN ist der Katzenjammer nach zwei Niederlagen natürlich groß. Obmann Martin Konrad: „Es war eine Partie zum Vergessen. Die Verunsicherung war riesig und mit Angst kann man nicht Fußball spielen.“