Fix: In Güssing wird auch in der neuen Saison Fußball gespielt
2. Liga Süd
Der Sportverein Güssing steckt sportlich in der Krise – jetzt meldet sich der Obmann zu Wort und setzt Gerüchten über eine mögliche Spielbetriebs-Einstellung ein Ende.
Krise – Güssings Fußballer (hier in Raiffeisen-Sondertrikots) haben es nicht leicht, von Vorstandsseite gibt es jetzt ein klares Bekenntnis zum Verein.
© privat/Mustafa Musawi
Der Sportverein Güssing erlebt ein turbulentes Jahr, so viel ist klar. Im Sommer startete man mit einem frischen Team in die Saison, doch von Beginn an stellte sich der Erfolg nicht ein. Stattdessen standen Trainerentlassungen und Niederlagen an der Tagesordnung. Nach 23 Spielen steht der Klub mit 15 Punkten am Tabellenende der 2. Liga Süd, die Realität ab der kommenden Saison heißt wohl 1. Klasse.
Am Wochenende meldete sich nun Obmann Alois Mondschein via Facebook zu Wort. Die Gerüchte in den letzten Wochen gingen sogar so weit, dass der Klub im Sommer den Spielbetrieb einstellt. Mondschein schiebt dem einen Riegel vor: „Der Güssinger Sportverein wird, allen Unkenrufen zum Trotz, den Spielbetrieb im Sommer nicht einstellen.“ Auf BVZ-Nachfrage holte der Obmann aus: „Wir haben eine sehr schwierige Situation – nicht nur sportlich, sondern auch strukturell, das muss jedem bewusst sein. Die aktuelle Situation ist eine Folge von vielen Entwicklungen, die in den letzten Jahren im Verein passiert sind. Aber deshalb werden wir nicht aufgeben“, so Mondschein, auch wenn es ab Sommer statt wie vor ein paar Jahren Burgenlandliga wohl 1. Klasse heißt. „Ich wünsche mir den Abstieg nicht, aber wir müssen in beide Richtungen planen“, erklärt Mondschein. Das Ziel des Obmannes ist klar: „Egal in welcher Liga wir spielen, wir möchten im nächsten Jahr mit einer jungen Mannschaft und Spielern aus der Umgebung antreten. In Güssing gibt es so viele Talente, die ihre Chance in der Kampfmannschaft bekommen sollen und mit Herz für den Verein spielen. Zudem möchte ich ohne Legionäre spielen, ich weiß: Das ist in der heutigen Zeit schwierig, aber das ist mein Ziel.“
Vor allem aber will Mondschein das „strukturelle Problem“ in den Griff bekommen: „Güssing ist ein Traditionsverein, es hat niemand etwas davon, wenn es hier keinen Fußball mehr gibt. Ich weiß, was im Verein geändert gehört, aber ich brauche Leute, die mir dabei helfen. Deshalb lade ich jeden ein, mitzuhelfen. Gemeinsam können wir viel bewegen.“
Auf den GSV warten bis zum Sommer noch sieben schwierige Spiele, in denen man den Abstieg verhindern kann. Aber so oder so: Im Sommer wird – so lautet der Plan von Vorstandsseite – der „Restart“-Knopf gedrückt.