Eberau: Lazarett wird immer größer

BURGENLANDLIGA

Eberau ist in dieser Saison vom Pech verfolgt. Mit Adam Horvath verletzte sich der nächste wichtige Spieler am Knie.

Von BVZ Redaktion

Einer der noch fitten: Mark Jagodics (M.).

Einer der noch fitten: Mark Jagodics (M.).

© BVZ

Die akutelle Saison steht für Eberau bisher unter keinem guten Stern. Woche für Woche muss der Tabellendritte der abgelaufenen Saison einen weiteren Verletzten beklagen. Zuerst erwischte es Marcel Pomper, der aufgrund einer geplanten OP alle Spiele im August verpasste. Pomper soll aber bald schon wieder einsteigen.

Bei den weiteren Ausfällen schaut es schlechter aus: Martin Bock riss sich im Cupspiel gegen Jabing das Kreuzband, Stephan Draxler verletzte sich eine Woche später im ersten Ligamatch gegen Klingenbach ebenfalls am Knie. Nach dem zweiten Heimspiel der Saison gegen Bad Sauerbrunn klagte dann Mark Mesko über Knieschmerzen, verpasste zwei Spiele.

Anfang der Woche war die genaue Diagnose noch nicht da, gut sieht es aber nicht aus.. Und in „Leitha“ kam der nächste Verletzte hinzu, Adam Horvath musste nach 41 Minuten vom Platz – mit einer Knieverletzung. Die Eberauer verkauften sich angesichts der Umstände beim Titelfavoriten teuer und verloren erst durch einen späten Treffer von Noel Kustor 0:1 (91.). Die Leistung war also gut, viel schwerer wiegt die nächste Verletzung von Horvath, der in dieser Woche fehlen wird. Alles weitere wird die genaue Diagnose ergeben.

Neben Pomper, Bock, Draxler, Mesko und Horvath sind auch noch Maximilian Mayer, Manuel Skerlak und Elias Stranzl out. Sie leiden an Verletzungen aus der vergangenen Saison. Zumindest Stranzl könnte aber bald schon wieder am Platz stehen. Die aktuelle Situation führt dazu, dass Eberau fast mit dem „letzten Aufgebot“ antritt. Umso beachtlicher sind die Leistungen – vier Punkte in der Liga, die dritte Runde im Cup.

„Unsere Reise ist im Moment nicht bequem“

Aber auch Trainer Christoph Herics nimmt die derzeitige Lage mit. Der Coach meldete sich am Sonntag mit einem Text in den Sozialen Medien zu Wort: „Normalerweise bin ich niemand, der diese Plattform nutzt, um sich hervorzuheben. Aber heute breche ich mit meinem Tabu und möchte meine Mannschaft ins Rampenlicht stellen. Diese Jungs haben in den vergangenen Monaten Unglaubliches geleistet“, erklärt Herics mit dem Blick auf die Kadersituation.

„Wir verlieren Woche für Woche einen Mitspieler verletzt. Allein damit umzugehen, ist mental eine enorme Herausforderung. Was die Jungs dann noch Woche für Woche aus ihren Körpern herausholen, ist für mich außergewöhnlich. Sie fighten als Team und treten leidenschaftlich auf. Unsere Reise ist im Moment nicht bequem, aber meine Jungs halten den Kurs. Diese harte Arbeit wird in der Regel irgendwann wieder belohnt werden“, hofft Herics auf angenehmere Zeiten.

Seit Wochenbeginn richtet sich der Blick aufs nächste Spiel. Am Sonntag (16.30 Uhr) empfängt Eberau Halbturn. Der Gegner kommt nach dem 0:3 gegen Kohfidisch mit Wut im Bauch.