Heiße Partien und Absagen in der achten Runde

2. Liga Süd

Nur fünf Partien konnten in der achten Runde der 2. Liga regulär ausgetragen werden. Die brachten Siege für Pinkafeld, Kukmirn, Olbendorf und Schlaining. Wir haben den Rundencheck.

Von Von Max Wiesler und Tobias Halper

Lukas Faulend (v., gegen Tobajs Karlo Bauman) verpasste mit Stegersbach den nächsten Sieg.

Lukas Faulend (v., gegen Tobajs Karlo Bauman) verpasste mit Stegersbach den nächsten Sieg.

© BVZ

Der tagelange Regen machte der 2. Liga Süd einen Strich durch die Rechnung. Mit Mühlgraben gegen Grafenschachen (zunächst von Freitag auf Samstag verschoben) und Oberdorf gegen Unterschützen wurden gleich zwei Partien vorerst ganz abgesagt. Güssing probiert es gegen Rechnitz morgen, Dienstag (um 20 Uhr), noch einmal. Die Partien, die über die Bühne gingen, hatten aber einiges zu bieten.

Pinkafeldschoss sich beim Debüt von Benjamin Posch gegen Markt Allhau zurück auf die Siegerstraße. Dario Tadic stellte mit einem Doppelpack (19., 33.) die Weichen auf Heimsieg. Nach der Pause wurde es strittig: SCP-Goalie Andreas Diridl räumte Alexandru Liuba unmittelbar vor dem Strafraum ab. Die Gäste hätten gerne Rot gesehen, der Referee zückte aber nur Gelb und somit durfte Diridl weitermachen. „Das war eine klare Rote Karte, vielleicht hätten wir dann noch einmal zurück ins Spiel gefunden“, ärgerte sich Allhaus Pressesprecher Ewald Musser. Stattdessen drückten aber die Pinkafelder auf die Tube. Lukas Zapfel (60.) besorgte die Vorentscheidung und in der 89. Minute machte erneut Zapfel den Deckel drauf. „Wir hatten das Spiel von der ersten Minute an im Griff“, freute sich Pinkafelds Neo-Trainer Posch über ein gelungenes Debüt. „Allerdings haben wir schon noch viel Potenzial nach oben.“ Erfreulich: In der Schlussphase gaben mit Robin Wagner und Daniel Böhm zwei Youngsters ihre KM-Premiere.

Der SV Kukmirn bleibt ebenfalls ganz stark. Am Sonntag feierte der neue Tabellenzweite einen 5:3-Heimsieg gegen Rotenturm. Zunächst jubelten die Gäste über das frühe 1:0 (13.). „Das war ein Produkt einer wirklich disziplinierten Leistung in den ersten 35 Minuten“, freute sich Sektionsleiter Florian Mayer. Doch noch vor dem Pausenpfiff leitete der Favorit die Wende ein und danach drückte Kukmirn voll auf die Tube. Mihael Rebernik (51., 62.) und Jan Marcijus (64.) stellten innerhalb kürzester Zeit auf 4:1. Rotenturm kam zwar noch einmal ran, am 5:3-Heimsieg änderte das aber nichts mehr. Mayer wusste, woran´s lag: „Von Minute 35 bis 60 konnten wir ihrer Offensivpower einfach nicht standhalten. Das war schon richtig, richtig stark - vor allem von ihren Legionären.“ Kukmirns Sportlicher Leiter Wolfgang Zach sprach von einem verdienten Sieg: „Über 90 Minuten geht der definitiv in Ordnung.“

Nicht mit Kukmirn und Pinkafeld mithalten konnte diesmal Stegersbach, das gegen TobajPunkte abgab. Pavel Usakov holte nach herrlicher Kombination zum Keulenschlag aus, traf zum 1:0 (13.). Luka Dragovic hatte die Antwort auf den Füßen (22.). Kurz vor der Pause ging erneut Stegersbach in Führung: Oliver Poandl schlenzte die Kugel ins lange Eck. Vor der Pause erzielte der SVS noch zwei weitere Tore, beide wurden aber wegen Abseits aberkannt - vor allem beim zweiten Treffer war das jedoch kritisch. In der zweiten Halbzeit machte Tobaj mehr fürs Spiel und belohnte sich spät, abermals versenkte Dragovic den Ball im Kasten (86.). „Die kämpferische Leistung im zweiten Durchgang war top, der Punkt geht in Ordnung“, meinte Tobajs Lukas Spirk. „Am Ende müssen wir mit dem Unentschieden leben“, bilanzierte Stegersbachs Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics.

Weiter hinten in der Tabelle holte der ASK Schlaining die nächsten drei Punkte - und das dank einer heroischen zweiten Halbzeit. Csanad Hera (47., 88.), Philip Penzinger (56.) und Petar Jozic (69.) drehten einen 0:1-Rückstand beim SV Neuberg ein 4:1, am Ende siegte der ASK mit 4:2 und sackte den zweiten Sieg in Serie ein. „In der zweiten Halbzeit waren wir drückend überlegen und haben auch die Tore gemacht“, freute sich der Sportliche Leiter Klaus Arth. Neubergs Obmann Martin Konrad war gar nicht gut zu sprechen: „30 Minuten lang war das das Beste, was wir in dieser Saison geboten haben, doch dann leisteten wir uns Undiszipliniertheiten.“ In der Schlussphase flogen mit Robert Hötschl und Manuel Marcec noch zwei Akteure vom Platz.

Im fünften Spiel der Runde jubelte der SV Olbendorf. Nach der bitteren Niederlage gegen Neuberg forderte Sektionsleiter Dietmar Graf ein besseres Auftreten in Bad Tatzmannsdorf, das wirkte. Manuel Csencsics und Thomas Nebl spielten gleich zweimal gut zusammen und sorgten für zwei Tore, nach Csencsics-Hereingabe nickte Nebl zweimal ein. Der dritte Treffer beim 3:2 (0:0)-Auswärtssieg ging aufs Konto von Julian Strobl. „Wir haben in der vergangenen Woche intensiv gearbeitet und waren die bessere Mannschaft, das war voll in Ordnung“, freute sich Graf. Bad Tatzmannsdorfs Trainer Patrick Bürger fluchte: „Wir haben echt blöde Tore bekommen, so etwas darf einfach nicht passieren. Bitter war auch, dass ich Michael Huber (angeschlagen) nach 45 Minuten rausnehmen musste. Wer der drinnen bleibt, verlieren wir nicht.“