Großpetersdorf-Obmann Schneller: „Das war schon geisteskrank“
2. Liga Süd
Vieles neu beim SV Großpetersdorf, denn der über Jahre eingespielte Kader bekam über den Winter eine Frischzellenkur. Der soll den Traditionsverein der Liga halten.
Umgekrempelt. Harald Schneller, hier beim ersten Test, nahm in Großpetersdorf einige Veränderungen am Kader vor.
© BVZ
Die Ziele beim Großpetersdorfer Traditionsverein waren vor der heurigen Spielzeit im vergangenen Sommer groß. Zumindest vorne wollte man mitspielen, was aufgrund einiger Umstände nicht realisierbar war. Nach und nach fielen nämlich prägende Kicker wie Dominik Kracher, Florian Steinbauer oder Thomas Tiefengraber aus und mussten von draußen zusehen, wie sich ihre teils jungen Teamkollegen um Punkte mühten. Das gelang phasenweise sogar echt gut, aber je länger der Herbst dauerte, desto schwieriger wurde es. So beendete man die Hinrunde nur auf Platz 14 und der Vorsprung zum Schlusslicht aus Rudersdorf beträgt nur drei Punkte.
Vom Konkurrenten bediente man sich auch in Sachen Zugänge: Ibrahim Sahin, Flamur Muleci und Stanley Samuelson wechselten ligaintern in die Elektro Unger-Arena. Im Gegenzug verlor man mit Matthias Hetyei, Stefan Hetyei und Robert Hötschl drei Spieler, die sehr lange für den SVG kickten, in Richtung Neuberg. Trotz der Abgänge war Obmann Harald Schneller nach den ersten Einheiten voller Optimismus hinsichtlich des Erreichen des neuen Saisonziels: „Wir freuen uns auf die Rückrunde und sind voller Zuversicht.“ Der Langzeit-Obmann hofft vor allem auf einen Umstand: „Es wäre schön, wenn wir ohne Verletzungen durchkommen könnten. Das war in der Hinrunde schon echt geisteskrank.“ Ein Hoffnungsschimmer ist hierbei Florian Steinbauer, der die Intensität nach und nach steigert und auch Dominik Kracher ist eng an der Mannschaft dran. Zu den Verstärkungen in der Spitze, holte man auch noch einige Kräfte für die Reserve, gab im Umkehrschluss aber auch einige Kicker an umliegende Vereine ab.
Im ersten Testspiel überzeugten die Großpetersdorfer jedenfalls, gewannen gegen Oberschützen mit 5:1. Besonders sehenswert der zweite Treffer, wo Balint Gaal eine Muleci-Flanke mustergültig per Kopf verwertete.