Pataki sicherte den Eberauern die „Pole Position“

2. Liga Süd

Eberau geht als Tabellenführer in den Saison-Endspurt. Bence Pataki schoss seine Farben zum 1:0-Sieg in Olbendorf. Mühlgraben ließ gegen Neuberg aus. Im unteren Drittel blieben die Punkte weitestgehend aus – harter Kampf vorprogrammiert.

Von Patrick Bauer

Alleiniger Tabellenführer! Max Mayer (r.) und Eberau führen die Liga nach dem 1:0 in Olbendorf an.

Alleiniger Tabellenführer! Max Mayer (r.) und Eberau führen die Liga nach dem 1:0 in Olbendorf an.

© Herbert Kolonovics

Olbendorf - Eberau 0:1.Die Eberauer Elf von Cheftrainer Christoph Herics konnte sich am Samstag einen Vorteil für die letzten drei Spiele ergattern. Dank des 1:0-Auswärtssieg in Olbendorf und der Niederlage des Konkurrenten aus Mühlgraben einen Tag zuvor, geht der SVE mit drei Zählern Vorsprung ins Saisonfinale. Dabei starteten Stephan Draxler und Co. fulminant und früh ging man nach einer herrlichen Kombination, die Bence Pataki gekonnt abschloss, in Führung. Vor allem vor der Pause agierte man wie ein Titelkandidat, scheiterte aber einige Male am blendend aufgelegten Admir Halilovic im SVO-Tor. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Blatt und auch die Hausherren hatten ihre Möglichkeiten. „Da hat dann deren Goalie Sebastian Kracher einige Male gut reagiert“, erzählte Olbendorf-Sektionsleiter Dietmar Graf und fügte an: „Unsere Leistung hat wie schon in Mühlgraben gepasst und ein Punkt war für uns durchaus drin.“ Der Ausgleich gelang dem SVO dann nicht mehr und so wartet nun das „direkte Duell“ in Großpetersdorf. Beim Tabellenführer resümierte Sektionsleiter Andreas Gutleben wie folgt: „Es war ein verdienter Sieg. Einzig unsere Chancenverwertung hätte besser sein müssen.“

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Pataki sicherte den Eberauern die „Pole Position“

© Herbert Kolonovics

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Neuberg - Mühlgraben 1:0.Eine sehr schwierige Spielzeit findet für den SV Neuberg doch noch ihr positives Ende. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen das Mühlgrabener Top-Team und den Ergebnissen der Konkurrenz ist klar, dass die Elf von Interims-Trainer Andreas Konrad auch im kommenden Jahr in der 2. Liga Süd kicken wird. Dabei gab es zwei Schlüssel zum Erfolg: Die gut eingestellte Defensive, die den spielerisch überlegenen Gästen nur wenige Chancen eröffnete und zum anderen Sandro Csencsits, der im Saison-Endspurt den Unterschied ausmachte. Der Edelzangler traf spät zum Erfolg. SVN-Obmann Martin Konrad jubelte: „Es war Glück dabei, aber es war eine beeindruckende Leistung.“ Mühlgraben verpasste die erhofften Punkte im Titelrennen. „Es war das erwartet schwere Spiel, bei dem wir in Führung gehen hätten müssen. Wir spielten dann auf Sieg und wurden bestraft“, erklärte der Pressesprecher Florian Jud.

Rotenturm - Rechnitz 1:1.In einer intensiven Partie trennten sich Rotenturm und Rechnitz unentschieden. In den ersten 45 Minuten war die Partie recht chancenarm, das änderte sich nach der Pause, wo die Gäste aus Rechnitz in Führung gingen. Peter Gergö knallte das Runde ins Eckige (50.) „Alles in allem war es ein Spiel auf hohem Niveau, wo wir es nicht geschafft haben, die Führung über die Zeit zu bringen. Dennoch war es eine starke Leistung“, betonte SVR-Obmann Harry Füzi. Die Rotenturmer kamen dann in der 86. Minute durch Lorant Sebestyen zum Ausgleich. Sektionsleiter Florian Mayer freute sich über den Punktgewinn: „In der Schlussphase sind wir All-in gegangen und wurden dafür doch noch belohnt.“

Stegersbach - Großpetersdorf 0:0.Einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg holte der SV Großpetersdorf bei den starken Stegersbachern. Generell war es ein Spiel mit wenigen Chancen, wobei vor allem für die Gäste galt, die Null zu halten. Die Hausherren hatten zwar mehr Ballbesitz, aber die Elf von Zsolt Gombos war nicht zwingend genug. „Wir haben uns dem Gegner angepasst, waren zu undiszipliniert, hatten wenig Möglichkeiten und am Ende war es keine gute Leistung“, haderte Stegersbachs Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics. Die Großpetersdorfer konnten immer wieder Nadelstiche setzten, aber am Ende blieb es beim torlosen Remis. Harry Schneller war damit durchaus zufrieden „Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft kein Tor bekommen. Mit etwas Glück hätten wir sogar den Lucky punch erzwingen können.“

Kukmirn - Güssing 3:1.Der SV Kukmirn feierte im Derby gegen Güssing den dritten Sieg in Serie. Die Hausherren erwischten einen perfekten Start und gingen nach acht Minuten durch Marko Stojak in Führung. Nach der Halbzeit entschied einen Doppelpack von Mihael Rebernik (60., 72.) das Derby. „Es war eine starke Leistung von uns und der Sieg war nie gefährdet“, erklärte Kukmirns Obmann- Stellvertreter Michael Karner. Die Gäste kamen durch Roman Rasser (90.) noch zum Ehrentreffer, mehr war nicht drin, weshalb Trainer Jakob Burits mit der Leistung nicht zufrieden war. „Es war von uns zu wenig. Kukmirn hat sechs Unterschiedsspieler drin, die an diesem Tag ihre Qualität gezeigt haben, am Ende ist der Sieg definitiv verdient.“

Unterschützen - Gemeinde Tobaj 3:3.In einem wahren Torspektakel trennten sich der SK Unterschützen und die Gemeinde Tobaj mit 3:3. Marco Helmig schoss die Hausherren per Doppelpack (7., 25.), mit 2:0 in Führung. Auf der anderen Seite gelang das auch Robin Bleyer (28., 48.), der die Gäste zurück ins Spiel brachte. In der 62. Minute konnte Tobaj das Spiel sogar drehen. Torschütze war Könner Luka Dragovic. Unterschützen konterte aber noch: In Minute 82 war es Adam Vittman, der in einer packenden Partie den Endstand herstellte. „Es war ein Hin und Her. Meine Mannschaft hat nach dem Rückstand Moral bewiesen. Am Ende ist das Ergebnis auch gerecht“, bilanzierte ASV-Trainer Alfred Horvath. „Wir gingen ersatzgeschwächt in das Spiel, aber das merkte man nicht, denn es war gegen einen starken Gegner auch eine starke Leistung von uns“, sprach SKU-Coach Patrick Tölly seiner Truppe Lob aus. Auch er bilanzierte wie folgt: „Am Ende ist das Ergebnis gerecht.“

Grafenschachen - Oberdorf 3:1.Noch keine endgültige Entwarnung im Abstiegskampf der 2. Liga Süd kann der ASK Oberdorf geben, auch wenn es aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz ganz gut mit dem Klassenerhalt aussieht. In Grafenschachen, die sich nun selbst allen Eventualitäten entledigten, starteten die Gäste mit dem 1:0 von Sandro Holpfer optimal, um dann von richtig starken Hausherren herausgefordert zu werden, die ihrerseits schnell durch Klemens Höller ausglichen und in weiterer Folge einige Hochkaräter auf die Führung ausließen. Die kam dann in Minute 51 als Lukas Rudolf netzte. Final entschied Matthias Wenzl die Begegnung. „Sie hatten eigentlich Chancen für zwei oder drei Spiele. Unser Goalie hat aber gehalten, was möglich war“, meinte Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper. Grafenschachens Obmann-Stellvertreter Rainer Pöll ergänzte: „Wir sind auf jeden Fall der verdiente Sieger. Es war ein top Spiel von uns, bei dem wir lediglich das ein oder andere Tor mehr erzielen hätten müssen.“

Markt Allhau - Rudersdorf 0:2.Trotz einiger personeller Ausfälle schaffte der USV Rudersdorf mit dem Auswärtssieg beim Top-Team aus Markt Allhau eine kleine Überraschung. Die lässt die Hoffnungen auf den Klassenerhalt zumindest weiterleben, auch wenn man aus den letzten drei Spielen auch drei Siege brauchen wird. Die Elf von Spielertrainer Danijel Vincelj startete am Freitagabend richtig gut in die Begegnung und nützte die Hausherren-Unzulänglichkeiten eiskalt aus. So gelang Gabriel Antin nach 20 Minuten das 1:0 und in weiterer Folge hätte man bis zum Pausenpfiff auch erhöhen können. „Es war eine komische Partie“, analysierte Allhau-Pressesprecher Ewald Musser und ergänzte: „In der ersten Halbzeit sah es so aus, als ob wir gegen den Abstieg spielen würden, ehe es dann besser wurde.“ Da fanden die Heimischen aber in Oliver Sommer im USV-Tor ihren Meister. Der Goalie verhinderte den möglichen Ausgleich und spät erzielte abermals Antin die Entscheidung. „Für mich ist der Sieg nicht unverdient, auch wenn sie nach der Pause die bessere Mannschaft waren. Jetzt lebt die kleine Chance wieder“, atmtete Rudersdorfs Sportlicher Leiter Martin Salber auf.