2. Liga Süd: Schlager in Kukmirn und einige Derbys

Vorschau

Winterkönig Kukmirn fordert zum Start den ersten Verfolger aus Eberau. Güssing empfängt Tobaj zum Derby-Kracher und Rotenturm muss nach Olbendorf.

Von Patrick Bauer

Ligaauftakt. Eberau mit Marcel Pomper (l.) will Kukmirn ein Bein stellen.

Ligaauftakt. Eberau mit Marcel Pomper (l.) will Kukmirn ein Bein stellen.

© BVZ

Güssing – Gemeinde Tobaj; Freitag, 19 Uhr.Mit einem Derby-Knaller startet die 2. Liga Süd am Freitag in die Rückrunde. Der SV Güssing trifft auf die Gemeinde Tobaj. Dabei kämpfen die Hausherren mit einigen verletzungsbedingten Ausfällen und auch die 6:0-Niederlage aus dem Hinspiel ist noch nicht ganz aus den Köpfen verschwunden. „Es wird ein harter Fight“, stellte Güssing-Trainer Jakob Burits klar und ergänzte: „Wir müssen eine gewisse Aggressivität auf den Platz bringen, um die Tobajer zu fordern.“ Der Gegner veränderte sich über den Winter nicht nur auf der Trainerposition, sondern wird auch mit zwei neuen Legionären an den Start gehen. Im letzten Test gegen Deutschkreutz (0:1-Niederlage, Anm.) spielte man stark und will das nun beim Derby gleich wieder unter Beweise stellen. „Hier wird der gewinnen, der es unbedingt will. Wir werden alles geben“, ist sich Trainer Alfred Horvath sicher.

Grafenschachen – Großpetersdorf; Freitag, 19 Uhr.Für eine rundum veränderte Großpetersdorfer Mannschaft geht es am Freitagabend in Grafenschachen gleich um richtig viel. „Wirklich prickelnd ist unsere Statistik dort zwar nicht, aber wir wollen zumindest punkten“, gab Großpetersdorfs Obmann Harald Schneller die Marschrichtung vor und fügte an: „Es wäre natürlich gut, wenn wir uns gleich mit einem Sieg in der Tabelle eintragen könnten.“ Die Vorbereitung verlief gut, „der Umbruch gelang“, zeigte sich Schneller zufrieden. Davor ist man bei den Hausherren auch gewarnt. „Sie haben mit Flamur Muleci und Ibrahim Sahin zwei Spieler dazubekommen, die einem immer wehtun können, davor müssen wir gewappnet sein“, weiß Grafenschachens Sektionsleiter Gerald Ringhofer. Die Hausherren müssen Nico Halchwachs, Michael Oberrisser und Martin Melanjac vorgeben – dem SVG fehlen Andras Fisli und Mirko Stefanich.

Stegersbach – Markt Allhau; Freitag, 19.30 Uhr.Stegersbach eröffnet die Rückrunde mit einem traditionsreichen Treffen gegen Markt Allhau. Die Gäste wollen mit einem Sieg an der Spitze dranbleiben, für die Hausherren geht es darum, so schnell wie möglich aus der roten Zone zu kommen. Stefan Berzkovics, Sportlicher Leiter bei den Stegersbachern, meint zum Rückrundenstart: „Wir werden alles versuchen, um dreifach zu punkten. Markt Allhau ist richtig stark, wir freuen uns in erster Linie auf ein packendes Aufeinandertreffen.“ Nicht mitwirken wird bei diesem Unterfangen Nico Benkö, der noch eine Sperre absitzt. Im UFC-Lager war die Vorbereitung laut Pressesprecher Ewald Musser „nicht überragend“, aber zumindest sollten nun alle Kicker matchfit sein. „Eine einfache Partie wird das aber sicher nicht“, weiß Musser. „Stegersbach hat sich toll verstärkt und wird uns alles abverlangen.“

Oberdorf – Mühlgraben; Samstag, 15 Uhr.Der SV Mühlgraben startet mit einem Auswärtsspiel in Oberdorf in die Rückrunde. Dabei mauserten sich die Mühlgrabener im Herbst zu einem echten Topteam – ein Status, den man nun gleich wieder unter Beweis stellen will. Sektionsleiter Helmut Kern blickt dem Spiel gespannt entgegen: „Die Vorbereitung war ein Auf und Ab, jetzt sind wir bereit für den Start. Oberdorf schätze ich stark ein, wobei auch klar ist, dass keiner so richtig weiß, wo er steht.“ Dem pflichtete Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper bei: „Das wird ein intensiver Auftakt, bei dem wir die Zweikämpfe annehmen müssen. Auch wenn es eine enge Partie wird, rechnen wir uns etwas aus“, ist sich Halper sicher.

Unterschützen – Rudersdorf; Samstag, 15 Uhr. Rudersdorf drehte über den Winter an einigen Stellschrauben und fährt zum Start nach Unterschützen. Im Herbst erwischte man einen brillanten Tag und schoss den SKU mit 5:1 vom Platz. Ob das noch einmal passiert, wollte die BVZ vom Unterschützener Trainer Patrick Tölly wissen und der sagte klipp und klar: „Ich glaube nicht, auch weil wir als Mannschaft gereifter sind und unsere Entwicklung vom Herbst weg wirklich stark war. Wir müssen unser Ding durchziehen“, wollte Tölly zum Gegner keine Einschätzung abgeben. Anders als beim SKU, der auf Platz 6 steht, ist die Lage beim USV – dort braucht man dringend Punkte und das am besten schnell. „Ab Samstag müssen wir funktionieren“, weiß der Sportliche Leiter Martin Salber.

Olbendorf – Rotenturm; Samstag, 15 Uhr.Auf den SV Olbendorf wartet zum Liga-Start nicht nur ein kleines Nachbarschaftstreffen, sondern auch ein richtungsweisendes Heimspiel. Mit neuem Trainer und neuen Legionären möchte der SVO die rote Zone schnell verlassen. Sektionsleiter Dietmar Graf weiß: „Für uns ist das gleich eine wichtige Partie. Es wird schwierig, aber wir möchten anschreiben.“ Der ASK Rotenturm will im Gegenzug seine Form aus dem Herbst bestätigen. „Ich erwarte ein enges Spiel. Aber eines ist klar: Drei Punkte wären für uns enorm wichtig“, so Sektionsleiter Florian Mayer.

Neuberg – Rechnitz; Samstag, 15.30 Uhr.Nach einer durchwachsenen Hinrunde möchte der SV Neuberg mit neuen Kickern und einem neuen Trainer zurück in die Erfolgsspur. Dafür wäre ein Heimsieg gegen Rechnitz hilfreich, um den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld intakt zu halten. Obmann Martin Konrad warnt aber vor dem Angstgegner: „Rechnitz liegt uns nicht so wirklich. Ich hoffe, dass wir das abschütteln können und die Hürde packen. Ein guter Start wäre toll.“ Den wünscht man sich auch in Rechnitz. Obmann Harald Füzi stellt klar: „Wir wollen gewinnen und auswärts gleich einmal die ersten drei Punkte holen.“ Bei einem etwaigen Sieg würde Rechnitz Neuberg auf acht Punkte distanzieren. „Das wäre optimal“, weiß Füzi.

Kukmirn – Eberau; Sonntag, 15 Uhr. Den Abschluss der ersten Runde bildet ein echter Schlager: Herbstmeister Kukmirn trifft auf den ersten Verfolger aus Eberau. Wirklich viel veränderte sich bei beiden Mannschaften nicht und so ist die Marschroute klar: Man darf auf zwei eingespielte Topteams hoffen, die die Richtung für ein hochklassiges Frühjahr rasch vorgeben wollen. Eberaus Sektionsleiter Andreas Gutleben schiebt die Favoritenrolle dem Gegner zu: „Es hat sich bei beiden Vereinen wenig verändert. Und so kann man schon davon ausgehen, dass die Kukmirner ähnlich stark wie noch in der Rückrunde sind.“ Kukmirn konnte tatsächlich die komplette kroatische Achse halten. Mit Marko Stojak, Mihael Rebernik und Co. verlängerten die Schlüsselspieler.