Und schon wieder ein neuer Spitzenreiter in der 2. Liga Süd

Fußball

Der SV Mühlgraben bewies beim Tabellenführer aus Eberau Stärke und gewann dank eines späten Treffers von Ante Ljubicic mit 1:0. Somit sicherte sich die Elf von Leon Imre auch den Platz an der 2. Liga-Sonne.

Von Patrick Bauer

Marco Cividino hielt für Allhau gegen Unterschützen die Null.

Marco Cividino hielt für Allhau gegen Unterschützen die Null.

© BVZ

Eberau - Mühlgraben 0:1.Die Lage an der Spitze der 2. Liga Süd spitzt sich mehr und mehr zu. So waren sehr viele Blicke am Sonntagnachmittag nach Eberau gerichtet, wo der Leader mit dem SV Mühlgraben einen seiner schärfsten Verfolger empfing. Viel passierte in der Anfangsphase nicht, da die Begegnung zwar intensiv, aber chancenarm blieb. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit hatten die Gäste durch Martin Nagy eine erste wirklich gute Möglichkeit auf die Führung, aber der Legionär verzog knapp. In der zweiten Halbzeit präsentierte sich ein ähnliches Bild und der Kampf stand im Vordergrund. Bis knapp zehn Minuten vor dem Ende, als der SVM einen Freistoß zugesprochen bekam und Ante Ljubicic im Nachschuss zur Stelle war. Die Heimischen versuchten dann noch alles, scheiterten aber an Jurica Valentic im Mühlgrabener Tor. So sicherte sich der SVM nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch die Tabellenführung. SVE-Sektionsleiter Andi Gutleben: „Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, sie aber die größeren Chancen. An diesem Tag waren sie das kleine bisschen besser.“ Damit liegen nun gleich fünf Teams innerhalb von nur fünf Zählern, wobei auch Unterschützen und Grafenschachen nicht allzu weit weg sind.

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© Herbert Kolonovics

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Rechnitz - Kukmirn 3:0.Ganz dick im Aufstiegsrennen sind mittlerweile die Rechnitzer dabei. Die Elf von Joachim Parapatits ließ dem Herbstmeister aus Kukmirn dabei nur wenige Möglichkeiten und siegte verdient mit 3:0. „Wir haben super gespielt“, startete SVR-Obmann Harald Füzi seinen Bericht und ergänzte: „Vor allem nach der Pause waren wir klar stärker.“ Eine schön herausgespielte Situation, die Florian Kurtz mit einem Schuss aus dem Rückraum trocken vollendete, brachte den Hausherren die Führung. In weiterer Folge hatten die Gäste ihre beste Phase des Spieles, ohne wirklichen Ertrag daraus zu schlagen. Spätestens mit dem 2:0 von Robin Gollerits nach knapp 60 Minuten war alles entschieden. Den Schlusspunkt setzte der starke Peter Gergö in Minute 80. „Es war eine schlechte Partie uns. Wir kamen nie wirklich in die Zweikämpfe. Wir müssen jetzt schauen, dass wir aus unserem kleinen Tief herauskommen“, sagte Kukmirns Sportlicher Leiter Wolfgang Zach der BVZ.

Olbendorf - Güssing 2:2.Der SV Olbendorf verpasste beim direkten Duell gegen den SV Güssing eine große Chance, den Anschluss an das untere Tabellendrittel zu finden. So lag die Elf von Trainer Rene Mahlknecht nach knapp 70 Minuten und Toren von Ivan Markota und Leon Hofer mit 2:0 in Führung, aber ein Doppelpack von Roman Rasser (73., 93.) sicherte den Gästen doch noch das Remis. „Wir hätten sie schlagen müssen“, haderte auch SVO-Sektionsleiter Dietmar Graf, der seiner Elf aber wenig vorwerfen konnte: „Wir haben gut gespielt, aber es war sehr, sehr schade und wir sind natürlich alle enttäuscht.“ Für die Güssinger war es eine Punkteteilung, mit der man endlich einmal leben konnte. Nach vielen späten Rückschlägen schlug man nun zurück und Trainer Jakob Burits meinte dazu: „Von unserer Seite war es über die 90 Minuten zu wenig und wir sind glücklich zum Remis gekommen. Das einzig Positive an diesem Tag war, dass der Abstand nach unten gleich blieb.“

Rudersdorf - Oberdorf 0:0.Der USV Rudersdorf kämpft weiter um Anschluss und so war die Nullnummer gegen Oberdorf fast schon zu wenig. Es gab dabei durchaus Möglichkeiten, um die Begegnung in Richtung der Elf von Sandor Preisinger zu ziehen, aber Pech und Unvermögen verhinderten einen möglichen Sieg. Letztendlich hatten die Hausherren dann auch noch Glück, denn in der allerletzten Minute wäre der „Lucky-Punch“ für die Oberdorfer noch möglich gewesen, aber Leo Jakopec scheiterte nach einem Sololauf knapp. „Es war eine gerechte Punkteteilung“, erklärte Oberdorfs Sportlicher Leiter Wolfgang Halper und meinte weiter: „Es war kein hohes Niveau, die Platzverhältnisse schlecht und auch die Schiedsrichterleistung war nicht sonderlich gut.“ Bei den Rudersdorfern berichtete der Sportliche Leiter Martin Salber: „Die Chancen wären zwar da gewesen, aber aus zwei Heimspielen nur zwei Zähler zu holen, ist in unserer Situation zu wenig.“

Stegersbach - Neuberg 1:1.Den ersten Punkt der Rückrunde konnte der SV Neuberg beim Klassiker in Stegersbach einfahren. Insgesamt war das spätere Ergebnis auch verdient, da sich die Hausherren vor der Pause extrem mühten und erst in der zweiten Halbzeit wirklich am Spiel teilnahmen. Da lagen die im neuen Jahr noch ungeschlagenen Stegersbacher nach einem Treffer von Sebastian Paul (37.) mit 0:1 zurück, wobei die Elf von Zsolt Gombos nach dem Ausgleich von Ivan Hajdic doch noch punkten konnte. „Vor der Pause war es von uns richtig schlecht“, sagte Stegersbachs Sportlicher Leiter Stefan Berzkovics und fügte an: „Danach haben wir besser reingefunden und hätten am Ende sogar noch gewinnen können. Wir nehmen den Punkt aber mit.“ In ähnlicher Weise resümierte Neuberg-Obmann Martin Konrad. Insgesamt hätte sich seine Elf durchaus auch mehr verdient gehabt, aber der erste Zähler 2025 tat gut. „In der ersten Halbzeit war es ein sehr starker Auftritt, ehe der Druck dann immer größer wurde und sie den verdienten Ausgleich schafften. Für unsere Moral war es aber ein ganz wichtiger Zähler.“

Markt Allhau - Unterschützen 0:0.Keinen Sieger fand das Verfolgerduell zwischen dem UFC Markt Allhau und dem SK Unterschützen. Insgesamt resümierten beide Mannschaften auch zufrieden, da der gegenseitige Respekt durchaus groß war. „Sie haben eine sehr kompakte Mannschaft und sind schwer zu bespielen“, meinte Allhau-Pressesprecher Ewald Musser und ergänzte weiter: „So können wir mit dem Zähler leben.“ Dabei hätte es für die Hausherren durchaus auch mehr sein können, aber Oliver Tihanyi vergab spät die größte Möglichkeit der Begegnung. „Da hätte er das 1:0 machen müssen“, haderte Musser, wobei ein Sieg dann wohl nicht unbedingt verdient gewesen wäre. „Für uns war das gegen einen richtig guten Gegner ein gewonnener Punkt“, resümierte auf der Gegenseite SKU-Coach Patrick Tölly.

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© BVZ/Max

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Großpetersdorf - Gemeinde Tobaj 1:0.Der SV Großpetersdorf ist im Jahr 2025 weiter richtig stark unterwegs und konnte sich so von den wirklich bedrohten Plätzen etwas absetzen. Gegen die Gemeinde Tobaj hatte man dabei auch Glück, denn die Gäste vergaben vor allem in den ersten 45 Minuten eine Vielzahl guter Möglichkeiten und ließen so einen möglichen Auswärtssieg liegen. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, haderte Tobaj-Trainer Alfred Horvath und schoss nach: „Vor der Pause hatten wir Möglichkeiten für drei Spiele. So war es eine komplett unnötige Niederlage.“ Nach dem Seitenwechsel steigerten die Hausherren ihr Level und Balint Gaal nutzte eine der wenigen Offensivaktionen zum Tor des Tages. „Aktuell treffen wir viele richtige Entscheidungen“, atmete SVG-Oberhaupt Harald Schneller durch und erklärte weiter: „Vielleicht haben wir jetzt auch ein bisschen das Glück, das uns im Herbst noch gefehlt hat.“

Rotenturm - Grafenschachen 1:1.Der SC Grafenschachen ließ in Rotenturm eine Chance liegen, ganz vorne ranzurücken. Unverdient war die spätere Punkteteilung dabei nicht, denn den Gästen gehörte die erste Halbzeit, während sich die Heimischen dann nach Seitenwechsel steigerten und sich den Zähler verdienten. „Für mich war das Ergebnis auch leistungsgerecht“, erklärte Rotenturm-Sektionsleiter Florian Mayer und ergänzte weiter: „Die sieben Punkte aus den ersten vier Spielen nehmen wir sehr gerne mit. Wir können zufrieden sein.“ Prinzipiell gilt das auch für die Grafenschachener, die in der Korkisch Arena aber nicht an ihr Leistungsmaximum kamen und trotz der Führung von Stefan Hettlinger keine Sicherheit in ihr Spiel brachten. „Wir waren zur Pause zwar nicht unverdient vorne, aber wir konnten den Schwung dann nicht wirklich mitnehmen. Die Intensität hat gefehlt“, erklärte der Sektionsletier der Gäste, Gerald Ringhofer, trocken.

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