2022 heirateten wieder mehr Menschen, weniger ließen sich scheiden

46.415 Eheschließungen

Nachdem die Zahl der Hochzeiten durch Corona zwei Jahre lang zurückgegangen war, stieg sie 2022 österreichweit wieder an. In Niederösterreich wurden um rund 16 Prozent mehr Ehen geschlossen als 2021 - das ist der drittstärkste Anstieg aller Bundesländer. Die Zahl der Scheidungen ging gleichzeitig überall zurück - außer im Burgenland.

Von Von APA / NÖN.at, APA / BVZ.at und NÖN Redaktion

Nach Corona waren die Menschen wieder im Heiratsfieber. 2022 wurden ähnliche viele Ehen geschlossen wie vor der Pandemie.

Nach Corona waren die Menschen wieder im Heiratsfieber. 2022 wurden ähnliche viele Ehen geschlossen wie vor der Pandemie.

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In Niederösterreich läuteten 2022 oft die Hochzeitsglocken. "Nachdem zwei Jahre lang viele private Pläne von coronabedingten Einschränkungen durchkreuzt wurden, haben sich 2022 wieder etwa so viele Paare das Ja-Wort gegeben wie im Vorkrisenjahr 2019", sagt Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Insgesamt gab es im Vorjahr in ganz Österreich 46.415 Eheschließungen. Das sind um 12,9 Prozent mehr als im Jahr 2021, aber nur 0,8 Prozent über dem Wert von 2019, dem letzten Vor-Corona-Jahr. Die 1.585 neubegründeten eingetragenen Partnerschaften waren um 13,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2019 betrug das Plus hier 24,9 Prozent.

Niederösterreich reiht sich in diesen Trend, der alle Bundesländer betrifft, ein. Hier wurden von allen Bundesländern die drittmeisten Ehen geschlossen. Den stärksten Anstieg verbuchte Kärnten (plus 19,2 Prozent), gefolgt vom Burgenland (plus 16,1 Prozent) und Niederösterreich (plus 15,6 Prozent). Auch eingetragene Partnerschaften gab es überall mehr, mit dem deutlichsten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr in Salzburg (plus 27,5 Prozent), gefolgt vom Burgenland (plus 25,8 Prozent), Niederösterreich (plus 17,5 Prozent).

780 gleichgeschlechtliche Paare heirateten im Vorjahr

Die seit 2019 bestehende Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung nahmen im vergangenen Jahr in ganz Österreich 780 Paare wahr, 337 männliche und 443 weibliche. Zugleich gingen 1.481 verschieden-geschlechtliche Paare sowie 104 gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Partnerschaft ein. "Die vorläufigen Daten für 2022 beinhalten auch 30 Umwandlungen von eingetragenen Partner:innenschaften in Ehen", informiert Thomas.

Nur im Burgenland ließen sich mehr Menschen scheiden

Gleichzeitig ließen sich – mit Ausnahme des Burgenlands - weniger Menschen scheiden: In Österreich wurden 13.493 Ehen geschieden und 139 eingetragene Partnerschaften aufgelöst. Im Vergleich zu 2021 ist das ein Minus von sieben Prozent, verglichen mit 2019 ist die Zahl der Scheidungen sogar um 17,3 Prozent zurückgegangen.  Die stärksten Rückgänge verzeichneten Wien (minus zwölf Prozent), Vorarlberg (minus 11,2 Prozent), Tirol (minus 10,4 Prozent) und Oberösterreich (minus 7,7 Prozent). Im Burgenland war der Anstieg der Scheidungen zumindest minimal: 2022 zerbrachen dort um 0,7 Prozent mehr Ehen als im Jahr davor.