Deutschkreutz & Stadt Wetter: Gelebte Freundschaft über Grenzen hinweg
Partner seit 1980
Deutschkreutz und die hessische Gemeinde Wetter feierten eine Verbindung, die aus Geschichte gewachsen ist und durch Kultur belebt wird.
Beim Jubiläumsfest im Vinatrium. Karin Steinwendter (Amtsleiterin Deutschkreutz), Andreas Reumann (Feuerwehr-Kommandant Deutschkreutz-Girm), Jannek Strack (Feuerwehr Wetter), Andreas Kacsits (Bürgermeister Deutschkreutz ), Sven Schmidt (Bürgermeister Wetter), Karl-Heinz Brössel (Stadtkapelle Wetter), Andre Pogatsch (Musikverein Deutschkreutz) und Andrea Stark (Stadtmarketingobfrau Wetter). Foto: zVg
© Gemeinde Deutschkreutz
Die Marktgemeinde Deutschkreutz pflegt seit über vier Jahrzehnten eine lebendige Partnerschaft mit der Stadt Wetter in Hessen, Deutschland. Diese Städtefreundschaft besteht offiziell seit 1980 und wird regelmäßig durch gegenseitige Besuche, kulturelle Veranstaltungen und gemeinsame Feste gepflegt.
So kam es zur Partnerschaft
Der Ursprung der Partnerschaft liegt jedoch schon viele Jahre zuvor zurück, als im Mai 1946 die Bevölkerung von Harkau fast vollständig vertrieben wurde. Viele Familien verschlug es daraufhin nach Wetter, wo sie sich ein neues Leben aufgebaut haben. Hans Kern, ehemaliger Bürgermeister von Wetter, besuchte 1963 erstmals jene Region, aus der die vielen Zwangs-Auswanderer stammten. Da die Einreise über die Grenze nach Ungarn kaum möglich war, verblieb Kern bei seinen Besuchen in Deutschkreutz und baute über mehrere Jahre hinweg eine Verbindung zu dem damaligen Bürgermeister von Deutschkreutz auf.
Diese wurde 1973 nach der Gründung des Musikvereins Deutschkreutz mit der Stadtkapelle Wetter weiter ausgebaut. So besuchte eine Delegation aus Deutschland erstmalig 1976 die Blaufränkischlandgemeinde und nahm an einem Heimatabend teil. Ein Jahr später folgte der erste Gegenbesuch der Deutschkreutzer in Deutschland. Beim Grenzegangfest 1980, welches alle sieben Jahre in Wetter stattfindet, unterschrieb der 1986 verstorbene Bundesrat Anton Berger gemeinsam mit Hans Kern eine offizielle Partnerschaftsurkunde. Rund ein Jahrzehnt später gingen auch die Feuerwehren eine offizielle Partnerschaft ein.
Gelebte Freundschaft wurde gefeiert
Seither pflegen die beiden Gemeinden eine europäische Freundschaft und den kulturellen Austausch. Dieser gipfelte unter anderem im Jahr 2022 in der Teilnahme der Mittelburgenländer am Grenzegangfest in Deutschland sowie dieses Wochenende im Rahmen einer Feierlichkeit zum 45-jährigen Bestehen der Partnerschaft in Deutschkreutz, an der 120 Personen aus Wetter teilgenommen haben – darunter Vertreter der Politik, Feuerwehr und der Stadtkapelle.
Auf dem Programm standen neben Musik und dem Austausch auch spannende Einblicke in die Historie der Partnerschaft von Dr. Adalbert Putz sowie ein Quizduell zwischen den Bürgermeistern, welches freundschaftlich unentschieden ausgegangen ist.
„Es war ein sehr schönes Wochenende, bei dem sich unsere Gäste aus Deutschland sehr wohl gefühlt haben. Es ist immer wieder schön, wenn wir von ihnen besucht werden. Das freundschaftliche Miteinander wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Auch die Teilnahme am Grenzegangfest 2022 wird mir immer gut in Erinnerung bleiben“, resümiert Bürgermeister Andreas Kacsits die Partnerschaft mit Wetter.