AKA Burgenland: Bittere Pillen in der Steiermark

Nachwuchsfußball

U15 und U16 schlitterten jeweils in ein Debakel. Die U18 holte ein dramatisches 3:3-Unentschieden.

Von Martin Plattensteiner

Durchblick. Den hätte U18-Trainer Roman Wallner in der Steiermark fast verloren. Nach einer turbulenten Nachspielzeit gab es ein 3:3-Remis.

Durchblick. Den hätte U18-Trainer Roman Wallner in der Steiermark fast verloren. Nach einer turbulenten Nachspielzeit gab es ein 3:3-Remis.

© Plattini

Nichts zu holen für unsere Fohlen? Ausgerechnet beim Kooperationspartner Sturm Graz gab es für die U15 sowie U16 glasklare Abfuhren.

Die U15 der Grazer war den Burgenländern vor allem in der Athletik haushoch überlegen. Schneller, dynamischer, bissiger, im Zweikampf stärker – so gab es für die Burschen von Trainer Patrik Bani nichts zu holen.

„Wir müssen geduldig bleiben“, geht Bani davon aus, dass seine Mannschaft spätestens im Frühjahr 2027 mit den Gegnern in Bezug auf das Körperliche besser mithalten kann. Was bis zur Tirol-Partie verbessert werden muss? „Näher am Mann stehen, aber nicht hinten reinstellen, sondern mutig und zielstrebig nach vorne spielen“, so Bani. Wie jede Woche wurde auch das Sturm-Match exakt analysiert. „Wir zeigen den Jungs sehr wohl, was gut gelaufen ist und was eben nicht.“

„Jeder kleine Fehler meiner Burschen wurde bestraft“, stellte U16-Trainer David Mathae nach dem 1:6-Debakel fest. „Das Resultat widerspiegelt aber nicht komplett die Leistung der Jungs.“ Die Gegentreffer fielen zu simpel, im Angriffsdrittel wirkten die Youngsters verunsichert und schlossen die Spielaufbauaktionen unsauber ab.

Gegen Tirol ist jetzt Wiedergutmachung angesagt. „Nach Austria und Sturm Graz ist das der nächste, richtig gute Gegner“, weiß Mathae. „Ich weiß, dass die Spieler darauf brennen, die Fehler aus den vergangenen Wochen auszubessern.“

Ein Trefferspektakel lieferte die U18 ab. In der Steiermark lag man durch einen raschen Morwaitz-Treffer vorne. Doch die „Blackies“ drehten bis zur Halbzeit den Spieß um. Dramatisch wurde es in der Schlussphase. Zunächst glich Ben Kiereas aus und sorgte in der dritten Minute der Nachspielzeit sogar für die burgenländische Führung. Den Dreipunkter ließ man aber wieder los, in Minute 94 gelang den Grazern der 3:3-Ausgleich.

„Konsequenter verteidigen“, meinte Trainer Roman Wallner nach der turbulenten Partie. „Manches ist auch eine Kopfsache, wenn man drei Punkte heimspielen will.“ Gegen die Tiroler fordert er wieder hohe Laufbereitschaft und Mut vor dem gegnerischen Tor. Zufrieden war er diesbezüglich vor allem mit Angreifer Ben Kieras. Der Youngster hat mit zwei Toren und einem Assist wieder zu seiner Form gefunden.

U15: Sturm Graz – Burgenland 5:0 (3:0). 1:0 (6.) Schiller, 2:0 (10.) Sonkoly, 3:0 (24.) Osumah, 4:0 (47.) Karner, 5:0 (54.) Weber. Burgenland: Huber (66. Fößl); Skerlan, Brandic, Stadler, Kedl (77. Reiterer); Schapajev, Widder (66. Grimm); Koller (66. Salijaj), Arslan (59. Feymann), Konczer (59. Albert); Yavuzer.

U16: Sturm Graz – Burgenland 6:1 (2:0). 1:0 (20.) Gracic, 2:0 (32.) Gössler, 3:0 (54.) Gracic, 4:0 (57.) Augusti Konstantiniuk, 5:0 (73.) Grasser, 5:1 (78.) Kovacevic, 6:1 (88.) Grasser. Burgenland: Kollar (74. Böhm); Nunhardt, Lamster, Bruckner (74. Strubreiter); Brandstätter, Wurzl (41. Kandera), Graf (74. Mihalits), Krausl (64. Schneider), Kovacevic; Duric, Mwari Konga.

U18: Sturm Graz – Burgenland 3:3 (2:1). 0:1 (7.) Morawitz, 1:1 (15.) Konstantin Konstantiniuk , 2:1 (24.) Kröger, 2:2 (72.) Kieras, 2:3 (90.+3) Kieras, 3:3 (90.+4) Reichmann. Burgenland: Özelt; Hosgören, Hemmers, Wiemer (73. Zefferer), Dursun; Sinanovic, Adler, Zimmermann, Pöttschacher (32. Lechner); Kieras, Morawitz (73. Ungerböck).

Samstag (10/10/12 Uhr): Burgenland – Tirol (U15/U16/U18).