AKA Burgenland: U15 und U16 zerlegen die Tiroler Altersgenossen

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Zwei glasklare Siege der U15 und U16-Teams. U18 verliert in der Nachspielzeit.

Von Martin Plattensteiner

U16-Trainer David Mathae musste am Samstag nicht lange skeptisch blicken. Sein Team überrollte die Tiroler mit 6:1.

U16-Trainer David Mathae musste am Samstag nicht lange skeptisch blicken. Sein Team überrollte die Tiroler mit 6:1.

© Plattini

Fast hätte es für die Burgenländer zu einer vollen und fetten Ausbeute gereicht. Neun Punkte aus drei Partien, das hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. U15 und U16 siegten klar, schossen sich quasi den Frust aus der Fußballerseele, der sich in den vergangenen Runden angesetzt hatte. Die U18 lag bis zur Schlussviertelstunde gegen die Tiroler 1:0 vorne, kassierte den Ausgleich und musste in der Nachspielzeit das entscheidende Gegentor zur 1:2-Heimniederlage einstecken.

„Endlich konnten wir uns für den Aufwand belohnen“, atmete U15-Trainer Patrik Bani nach dem schließlich deutlichen 3:0-Erfolg über die Altersgenossen aus Tirol durch. In den vergangenen Wochen wurde seinen Burschen immer wieder die körperliche Unterlegenheit und damit fehlende Kompromissbereitschaft sowie Dynamik vorgezeigt. Doch man ließ sich vom Spielerischen her nicht beirren, das Vorhaben trug nun erstmals Früchte, der Lohn waren die ersten Punkte nach sechs Auftaktniederlagen am Stück.

Den positiven Schwung wolle man nun mitnehmen, spätestens im Frühjahr – wenn körperliche Defizite behoben sind – so performen, dass man immer wieder zahlenmäßig anschreiben kann. Nach dem vorgezogenen Wolfsberg-Spiel (Mittwoch) empfängt man in der Woche darauf Rapid. „Da werden wir sehen, ob wir schon soweit sind, um einen sogenannten Großen mehr als nur zu ärgern“, so Bani.

Ausrufezeichen der U16-Mannschaft

Mit einem 6:1-Kantersieg setzten die U16-Jungs ein ordentliches Ausrufezeichen. „Das war eine richtig gute Leistung“, jubelte Trainer David Mathae. „Wir waren von Beginn weg an aktiv, legten richtig stark los. Nach 20 Minuten hätte es schon höher als 2:0 stehen können.“ Der Coach sprach von einem „runden Spieltag“, lobte die Stabilität der Defensive sowie die Ausbeute der Offensivspieler, wo sich Nik Kovacevic mit einem lupenreinen Hattrick in der zweiten Halbzeit auszeichnen konnte.

Mit dem Saisonverlauf ist Mathae zufrieden: „Wir erkennen, dass die Schere zwischen meiner Mannschaft und den großen Klubs wie Austria, Rapid, Salzburg oder Sturm Graz nicht mehr so weit auseinander geht. Da waren wir in vielen Phasen mit auf Augenhöhe unterwegs.“

U18-Trainer Roman Wallner musste bald nach dem Anpfiff seine Aufstellung umbauen. Denn Rechtsverteidiger Mert Hosgören hatte nach einer Torchancenverhinderung die Rote Karte gesehen. Das Projekt, etwas tiefer zu stehen und die Gäste kommen zu lassen, lief diszipliniert ab und brachte im zweiten Spielabschnitt sogar den Führungstreffer durch Yigit Dursun. Die Gäste warfen alles nach vorne, drehten den Spieß um. So standen die Burgenländer, trozt einer starken Leistung, mit leeren Händen da.

„Jetzt werden wir sehen, ob die Youngsters das im Kopf gut verarbeiten“, erklärt der Trainer vor dem Saisonfinale. In Kärnten soll angeschrieben werden, gegen Rapid (einer der Ex-Brötchengeber von Wallner als Profifußballer) will man mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sein.