Alte Schule macht Platz für neue Wohnprojekte

Neuer Dorfplatz

Mit dem Projekt „Ein Haus geht, ein Ort bleibt“ soll das Areal der ehemaligen Volksschule und des Kindergartens neu gestaltet werden. Geplant sind neun Startwohnungen, ein Pflegekonzept für ältere Menschen und ein neuer Dorfplatz.

Von Nico Pomper

Vor Kurzem wurde von Alfred Kollar, Bettina Balogh, Joachim Radics und Ronald Muhr in Markt Neuhodis das Konzept für den neuen Dorfplatz präsentiert.

Vor Kurzem wurde von Alfred Kollar, Bettina Balogh, Joachim Radics und Ronald Muhr in Markt Neuhodis das Konzept für den neuen Dorfplatz präsentiert.

© Nico Pomper

Das ehemalige Schulgebäude im Ortszentrum von Markt Neuhodis soll einer neuen Nutzung weichen. Unter dem Titel „Ein Haus geht, ein Ort bleibt“ präsentierten die Gemeinde und die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) am 18. Oktober ihre Pläne für das Areal. Statt des sanierungsbedürftigen Gebäudes sollen künftig Wohnraum, Pflegeangebote und ein Treffpunkt für die Bevölkerung entstehen.

Neun Wohnungen für junge Menschen

Im ersten Bauabschnitt sollen neun Startwohnungen mit einer Größe von jeweils 55 bis 60 Quadratmetern entstehen. Sie richten sich vor allem an junge Menschen, die in Markt Neuhodis wohnen bleiben oder sich hier ein neues Zuhause schaffen möchten. Die OSG plant für das Vorhaben eine Investition von rund zwei Millionen Euro. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Nach einer Bauzeit von etwa 14 bis 15 Monaten sollen die Wohnungen übergeben werden können. OSG-Vorstand Alfred Kollar sieht in dem Projekt eine Möglichkeit, vorhandene Infrastruktur zu nutzen und neuen Wohnraum direkt im gewachsenen Ortszentrum zu schaffen.

Pflegeangebot für ältere Generation

Im zweiten Bauabschnitt soll ein Sozialpflegekompetenzzentrum entstehen. Bürgermeister Joachim Radics möchte damit ein neues Betreuungsmodell für ältere Menschen in der Gemeinde ermöglichen. Vorgesehen ist eine Kombination aus Tagesbetreuung und einem betreuten 24-Stunden-Pflegemodell. Dabei sollen sich jeweils drei betreute Personen eine professionelle Pflegekraft teilen. Die Betreuung soll unter Aufsicht des Samariterbundes Schandorf erfolgen. Für die Pflegekräfte sind eigene Wohnungen im Obergeschoss vorgesehen. Sollte eine ambulante Betreuung nicht mehr ausreichen, soll zudem ein Pflegeplatz zur Verfügung stehen. Das Konzept befindet sich noch in der Vorbereitung und soll dem Land Burgenland vorgestellt werden. Ziel ist es, älteren Menschen ein möglichst wohnortnahes Betreuungsangebot zu bieten und gleichzeitig das Ortszentrum zu beleben.

Dorfplatz als Treffpunkt

Den Abschluss der Planungen bildet die Neugestaltung des Dorfplatzes. Der bestehende Baum und der markante Brunnen des Künstlers Rudolf Kedl sollen erhalten bleiben und in die neue Begegnungszone integriert werden. So soll ein Treffpunkt entstehen, der Menschen verschiedener Generationen zusammenbringt. Dass mit dem alten Gebäude auch ein Stück Ortsgeschichte verschwindet, zeigte sich bei der Projektpräsentation. Bei der Grundsteinlegung am 1. Oktober 1969 wurde eine Zeitkapsel hinterlegt, die nun geborgen wurde. Bürgermeister Radics verlas die darin enthaltene Urkunde aus der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Johann Fikes. Sie dokumentiert den Bau einer modernen Schule, für die damals zwei Millionen Schilling vorgesehen waren. Mit dem neuen Vorhaben soll auf dem Areal ein Ort entstehen, an dem das Gemeindeleben weitergeht.

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