Sediment, also Schlamm, und nicht verwertbares Schilf fallen bei Arbeiten am Neusiedler See an. Forschung Burgenland, Technische Universität Graz und weitere Partner untersuchen, ob daraus Baustoffe und andere Produkte entstehen können. Ein begehbarer „Schilfraum“ in Winden am See zeigt erste Ergebnisse.
Apetlon fängt an aufzublühen
Blühendes Österreich
Am vergangenen Freitag wurde der Spatenstich für das Projekt „Apetlon blüht auf“ gesetzt. Die ehemalige Rasenfläche vor dem Hufnaglhaus wird künftig zu einer blühenden Naturwiese.
Harald Schau, Sylvia Hirschvogel, Bürgermeisterin Silvia Pitzl, Ronald Würflinger, Amtsleiter Markus Preiner, Karin Weinhandl und Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner.
© Klaus Zwinger
Das Hufnaglhaus in Apetlon ist bereits seit Jahrhunderten ein Blickfang für Anwohner und Touristen gleichermaßen. Künftig wird es neben der Architektur noch einen weiteren Grund zum Staunen geben. Denn nachdem die Gemeinde für ihr vorgeschlagenes Projekt „Apetlon blüht auf“ von der gemeinnützigen Billa-Privatstiftung „Blühendes Österreich“ 15.000 Euro zugesprochen bekommen hat, geht es nun ans Werk. Am vergangenen Freitag wurden im Zuge des Spatenstichs erste Pflanzen gesetzt. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, wobei auch Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner und Projektbegleiter Harald Schau anwesend waren.
Die Initiatorinnen des Gemeindeprojekts Sylvia Hirschvogel und Karin Weinhandl mit Bürgermeisterin Silvia Pitzl.
© Klaus Zwinger
Blühflächen mit nachhaltiger Wirkung
Anstelle artenarmer, pflegeintensiver Rasen sollen in der Zukunft regionaltypische Wildblumen, Stauden und Sträucher vor dem Hufnaglhaus wachsen. Diese fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern entlasten auch die Gemeindearbeiter, da sie wesentlich seltener gemäht werden müssen. Damit sollen die Gemeindeflächen sowohl naturschutzfachlich als auch optisch aufgewertet werden. Gleichzeitig sollen die Volksschulkinder beim Anlegen der Naturwiese miteinbezogen werden und in weiterer Folge auch ein Naturlehrpfad eingerichtet werden.
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Eine Inspiration für Gärten im ganzen Dorf
Die umgestalteten Flächen sollen zudem als Inspiration für Gärten im Dorf und als Vorbild für Nachbargemeinden dienen. „Blühendes Österreich“ unterstützt Apetlon bei der Beschaffung von Wildstauden, regionalem Saatgut und Sträuchern, bei der Umstellung der Bewirtschaftung, der naturschutzfachlichen Begleitung sowie beim Lehrpfad.
Die Flächen sollen als sogenannte Trittsteinbiotope die heimische Insektenwelt versorgen, die wiederum die Grundlage für die Vogelvielfalt im Nationalpark bildet. Die Bauhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die Gemeindeverwaltung und Expertinnen und Experten des Nationalparks arbeiten dafür zusammen.