Blaulicht in Unterrabnitz: Kinder fit für den Notfall

Sicher im Ernstfall

Mit der neuen Aktion „Hallo 144“ nimmt der Samariterbund Burgenland den Jüngsten spielerisch die Angst vor dem Rettungswagen.

Von Dieter Dank

Sicherheit, die Spaß macht. Gemeinsam mit den Betreuern des Samariterbundes Burgenland erkundeten die aufgeweckten Kinder in Unterrabnitz die Welt des Rettungsdienstes und hielten stolz ihre Urkunden und Infohefte in die Kamera.

Sicherheit, die Spaß macht. Gemeinsam mit den Betreuern des Samariterbundes Burgenland erkundeten die aufgeweckten Kinder in Unterrabnitz die Welt des Rettungsdienstes und hielten stolz ihre Urkunden und Infohefte in die Kamera.

© Dieter Dank

Kindergarten- und Volksschulkinder lernen direkt vor Ort, wie Erste Hilfe funktioniert, worauf es beim Notruf ankommt und wie sie sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen. Ein lehrreicher Vormittag, der Mut macht und zeigt: Helfen und sich schützen ist kinderleicht.

Keine Angst vor dem Rettungswagen

Ein echtes Rettungsauto von innen sehen, die Trage testen und das Folgetonhorn hören: Das Präventionsprojekt sorgt für leuchtende Kinderaugen und baut Berührungsängste ab. Aus einer sonst vielleicht beängstigenden Situation wird so ein vertrautes und positives Erlebnis. „Ein Unfall kann schnell passieren – beim Sport, mit dem Fahrrad oder auf dem Schulweg. Muss später tatsächlich die Rettung kommen, ist den Kindern die Situation nicht mehr völlig fremd“, erklärt Gerald Fitz, Geschäftsführer des Samariterbundes Burgenland, Geschäftsbereich Rettungswesen.

Im Ernstfall richtig handeln

Die Kinder lernen in Rollenspielen, wie sie die Notrufnummer 144 wählen und der Leitstelle die wichtigsten Informationen durchgeben. Während die Kleinsten das Pflasterkleben üben, erproben die Volksschulkinder bereits die stabile Seitenlage – denn jede Hilfe zählt. „Die wichtigste Botschaft lautet: Jedes Kind kann helfen – manchmal beginnt Hilfe schon mit einem einzigen Anruf“, betont Fitz.

Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Passend zum Herbstbeginn zeigt das Team den Kids auch, wie sie auf dem Schulweg gut sichtbar bleiben. Mit Tipps zu Reflektoren und Helm wird der tägliche Weg zu Schule und Kindergarten ein großes Stück sicherer. Wenn Kinder wissen, was sie im Ernstfall erwartet und wie sie selbst helfen können, gibt ihnen das enorme Sicherheit, erklären die beiden Projektleiter Florian Bencic und David Jagoschütz. Bei der Entwicklung wurden daher bewusst auch die Erfahrungen und Rückmeldungen von Pädagoginnen und Pädagogen berücksichtigt.