Bronze! Tamara Lehner schreibt in Salzburg heimische Kata-Geschichte

KARATE

Die 17-jährige Burgenländerin erkämpfte sich beim Series-A-Finale in Salzburg ihre erste Medaille in der allgemeinen Klasse – und sorgte damit für eine Premiere im österreichischen Karate.

Von BVZ Redaktion

Bronze! Tamara Lehner schreibt in Salzburg heimische Kata-Geschichte

© Karate Insights

„Eine Medaille beim Heimturnier, das wäre ein Traum“, hatte ÖKB-Präsident Georg Rußbacher vor dem Series-A-Finale in der Salzburger Sporthalle Alpenstraße gehofft. Für Tamara Lehner wurde dieser Wunsch bereits am Eröffnungstag Realität. Die 17-jährige Burgenländerin holte Bronze und schrieb gleichzeitig österreichische Karate-Geschichte: Noch nie zuvor hatte es für Österreich bei einem Series-A-Turnier eine Kata-Medaille gegeben.

„Ich freue mich unglaublich über meine erste Medaille in der allgemeinen Klasse. Ich kann es gar nicht glauben“, jubelte Lehner nach ihrem Erfolg. Der Weg dorthin war allerdings alles andere als einfach. Nach fünf intensiven Runden ließ die Nachwuchs-Karateka im Bronze-Match nichts mehr anbrennen und setzte sich gegen die Portugiesin Ana Cruz souverän mit 5:0 durch.

Dabei war für Lehner nach einem Rückschlag in der Pool-Phase noch längst nicht alles verloren. In Runde vier musste sie sich der Japanerin Ria Hori mit 1:4 geschlagen geben. In der Hoffnungsrunde schlug die U16-WM-Dritte jedoch zurück und bezwang die Deutsche Jessica Vlai knapp mit 3:2. Im anschließenden kleinen Finale präsentierte sich die Burgenländerin dann in Topform und machte mit einem klaren 5:0-Sieg ihre historische Medaille perfekt.

Lehner hat allerdings bereits das nächste große Ziel vor Augen. „Das war aber ‚nur‘ eines meiner Ziele. Denn ich will auch bei den Nachwuchs-Weltmeisterschaften in Polen auf das Podest“, betonte die 17-Jährige. Am 14. Oktober startet in Bielsko-Biala das nächste Unterfangen: die Jagd nach einer U18-WM-Medaille.

Wagner ebenfalls in der Hoffnungsrunde

Auch Felix Wagner schaffte es im Kata-Bewerb in die Hoffnungsrunde. Der Vorarlberger feierte insgesamt zwei Siege und beendete den Bewerb auf Rang neun. Für Sarah Flaschberger und Florian Zöchling kam hingegen jeweils in der dritten Kata-Runde das Aus.

Bei den Kumite-Bewerben erreichte Lokalmatador Armin Selimovic in der Klasse über 84 Kilogramm ebenfalls die dritte Runde. Für den U18-EM-Dritten war das Turnier zugleich der letzte große Test vor der Nachwuchs-WM in Polen. In der U21-Weltrangliste hält Selimovic aktuell den neunten Platz.

Die österreichischen Kumite-Hoffnungen steigen erst am Sonntag in das Geschehen ein. Unter anderem sind die frischgebackene Studenten-Europameisterin Hanna Devigili (-68 kg) und die ehemalige Vize-Europameisterin Lejla Topalovic (-61 kg) im Einsatz.

Beim Series-A-Finale in Salzburg sind insgesamt 1276 Athletinnen und Athleten aus 82 Nationen am Start. Für Österreich gab es schon am ersten Tag einen historischen Grund zum Jubeln – dank einer 17-jährigen Burgenländerin.