Am Dienstag dieser Woche konnten junge Musikschuler etwas von einem ganz Großen lernen: Jerry Meehan, Bassist von Robbie Williams, gab in Mattersburg Workshops.
Daheim in Antau
AnzeigeMattersburg
Der Antauer Hauptplatz.
© zVg
Die Gemeinde Antau: Ein Dorf im Wandel
Antau (kroatisch Otava), eine burgenländische Gemeinde mit rund 840 Einwohnern im Bezirk Mattersburg, zeigt vor, wie dynamisch ein Dorf sein kann. In den vergangenen Jahren hat sich der Ort durch kluge, nachhaltige Investitionen in Bildung, Wohnbau, Infrastruktur und Wirtschaft konsequent weiterentwickelt.
Ein grünes Herz: Das neu gestaltete Ortszentrum
Der entscheidende Grund für die Neugestaltung des Ortszentrums war ein akuter Sanierungsbedarf – die alte Pflasterung des Hauptplatzes war schwer beschädigt und teilweise völlig kaputt, was die Erneuerung unumgänglich machte. Die Gemeinde nutzte diesen Schaden als Chance, um den Platz nicht nur zu sanieren, sondern ihn teilweise neu zu denken und mit barrierefreien Elementen moderner und grüner zu gestalten. Gemeinsam mit der markanten Pfarrkirche, der Volksschule und dem Kindergarten bildet er nun ein wunderschönes, lebendiges Ortszentrum. Dieser Bereich dient den Bürgern als Visitenkarte des Dorfes und als verkehrsberuhigter Treffpunkt im Alltag.
Neue Heimat für die Kleinsten: Kinderkrippe im alten Gemeindeamt
Ein Meilenstein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde pünktlich zum Start des neuen Kindergartenjahres im September dieses Jahres gesetzt. Weil der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder stieg, funktionierte die Gemeinde kurzerhand das alte Gemeindeamt um. In den Sommerferien wurde das Gebäude aufwendig saniert und in eine moderne Kinderkrippe verwandelt. Ergänzend zum etablierten Kindergarten mit seinen zwei Gruppen bietet die neue Krippe eine liebevolle Betreuung für Kinder im Alter von eineinhalb bis drei Jahren. Somit können nun alle Antauer Kinder in der Kinderkrippe oder im Kindergarten einen Platz einnehmen.
Der Antauer Kindergarten.
© zVg
Zusammenhalt im Fokus: Dank an das Ehrenamt trotz knapper Budgets
Hinter all den Bauprojekten steht in Antau eine starke Gemeinschaft, die von der Gemeinde aktiv gepflegt wird. Trotz allgemeiner finanzieller Engpässe, die viele Kommunen belasten, ist der Gemeinde gerade das soziale Miteinander wichtig. Die Gemeinde unterstützt die ortsansässigen Vereine jedes Jahr verlässlich mit finanziellen Mitteln.
„Ich weiß, dass Geld allein kein Dorfleben schafft. Ich spreche allen ehrenamtlichen Funktionären, Trainern und freiwilligen Helfern meinen tiefen Dank aus. Ohne ihre Freizeit und ihr Herzblut wäre das reiche Vereinsleben, das den Ort zusammenschweißt, nicht denkbar“, so Bürgermeister Frank Wiemer, der das Amt 2022 übernahm.
Bezahlbares und ökologisches Wohnen
Antau zieht junge Menschen und Familien an, weil die Gemeinde den Wohnbau aktiv und nachhaltig vorantreibt und mit den Bildungseinrichtungen auch die nötigen Kapazitäten geschaffen hat. In Zusammenarbeit mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) und Casa Immobilien werden mit Baustart im Oktober am Rupaweg weitere Wohneinheiten errichtet.
Moderne Reihen- und Doppelhäuser bzw. Wohnungen setzen konsequent auf umweltfreundliche Erdwärme, Photovoltaik und klimaschonende Bauweisen im hohen Standard.
Wirtschaftskraft: Der neue Businesspark
Ein weiteres wirtschaftliches Ausrufezeichen setzt die Gemeinde mit einem Großprojekt, welches sich schon seit einigen Wochen im Bau befindet: Auf einem 21.700 Quadratmeter großen Areal im bestehenden Gewerbegebiet entsteht mit dem Casa Business Park ein zusätzlicher moderner Gewerbepark für Kleinbetriebe und Logistikunternehmen.
Bei der Errichtung wird streng darauf geachtet, fast ausschließlich Handwerks- und Bauunternehmen aus dem Burgenland einzubinden, um die heimische Wirtschaft direkt zu stärken.
Im Zusammenhang mit dem bereits abgeschlossenen Ausbau des Bahnhofs in Wulkaprodersdorf sieht Bürgermeister Frank Wiemer den neuen Businesspark als Impuls für die ganze Region.
Spatenstich für den Business-Park.
© zVg
Energieeffizienz: Umstellung auf LED-Beleuchtung
Die Gemeinde investiert nicht nur in Gebäude und entwickelt das Gewerbegebiet, sondern auch direkt in den Klimaschutz und die Budgetentlastung.
In einem groß angelegten Projekt wurden sämtliche Straßenlaternen im Ortsgebiet auf kostengünstige, langlebige LED-Leuchtmittel umgerüstet. „Dies senkt die laufenden Stromkosten der Gemeinde drastisch und sorgt gleichzeitig für eine gleichmäßigere, sichere Ausleuchtung der Gehwege in den Abendstunden“, berichtet Bürgermeister Frank Wiemer. Unter seiner Führung bleibt der Kurs fest auf Zukunft, Familienfreundlichkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet.
Antau beweist, dass eine kleine Gemeinde trotz aller finanziellen Engpässe mit klugen Ideen und Mut zu Investitionen Großes für ihre Bürger erreichen kann.
© zVg