Bei der Spg. Kaisersdorf/Sankt Martin ist man zurzeit hellauf begeistert. Sowohl am als auch neben dem Platz läuft es mehr als zufriedenstellend.
Der Bad Sauerbrunner Höhenflug ist kein Zufall
Burgenland Energie Landesliga
Unter Trainer Christoph Stifter hat sich Bad Sauerbrunn zu einer der offensivstärksten Mannschaften entwickelt. Das 5:0 gegen Deutschkreutz war der vorläufige Höhepunkt – und brachte den sechsten Sieg im achten Saisonspiel sowie die Tabellenführung. Die aktuelle Leistungen sind die Ergebnisse eines Prozesses, der seit März läuft.
© Martin Ivansich
Nachdem Bad Sauerbrunn im März dieses Jahres ohne Trainer dastand - Andreas Feurer trat nach durchwachsenen Ergebnissen zurück -, setzte sich der Klub mit Christoph Stifter zunächst zusammen. Der legte seine Vision von Fußball dar, sprich ein intensives und offensiv ausgerichtetes Spiel, und betonte: „Davon weiche ich keinen Millimeter ab.“ Der Kurort-Klub stand zu diesem Zeitpunkt nur knapp über dem Strich - also im Klartext: Abstiegskampf. Der Verein war letztlich mutig und verpflichtete den Trainer, der so sehr auf mutiges Spiel setzt.
Zurück zur aktuellen Szenerie: Zehn Minuten Anlaufzeit genügten, dann nahm Bad Sauerbrunn am vergangenen Spieltag gegen Deutschkreutz richtig Fahrt auf. David Gallei eröffnete nach einer sehenswerten Kombination den Torreigen, nach der Pause legten die Kurort-Kicker noch vier Treffer nach. Gallei schnürte einen Doppelpack, Lukas Kornholz traf sehenswert per Distanzschuss, dazu netzten Daniel Mayrhofer und Joker Manuel Baumgartner. Durch die Bank waren es sehenswerte Treffer, die durchaus den neuen Stil der Kurort-Truppe unterstreichen. Das 5:0 war am Ende auch in dieser Höhe verdient. Bad Sauerbrunn erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und hätte das Ergebnis durchaus noch deutlicher gestalten können. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir Energie und Intensität ins Spiel bringen müssen“, erklärte Christoph Stifter - seine Mannschaft setzte die Vorgabe eindrucksvoll um.
Entwicklung unter Stifter wird immer sichtbarer
Das 5:0 war deshalb mehr als nur ein deutlicher Heimsieg. Die Mannschaft zeigt unter Christoph Stifter zunehmend die klare spielerische Handschrift, die der Coach bei seiner Verpflichtung auch ankündigte: Intensität gegen den Ball, hohes Tempo im Spiel nach vorne und die Fähigkeit, Chancen aus unterschiedlichen Situationen heraus zu kreieren.
Vor allem offensiv ist die Entwicklung augenscheinlich. Deshalb meinte auch ein treuer Fan nach dem Spiel: „Das war wahrscheinlich das beste Spiel von uns in der Burgenlandliga überhaupt.“ 23 Treffer hat Bad Sauerbrunn mittlerweile erzielt - und diese verteilen sich auf gleich acht verschiedene Torschützen. Das zeigt, dass die Offensive längst nicht von einem einzelnen Spieler abhängig ist. Noch deutlicher wird die spielerische Breite bei den Vorlagen: Zwölf verschiedene Spieler konnten bereits einen Assist verbuchen. Die Verantwortung verteilt sich damit auf viele Schultern, genau das macht die Kurort-Truppe derzeit so schwer ausrechenbar.
Aber auch defensiv überzeugen die Jungs aus dem Kurort - in den letzten drei Spielen gab es kein Gegentor. Sechs Siege aus den ersten acht Saisonspielen unterstreichen zudem, wie konstant Bad Sauerbrunn derzeit punktet. Der Lohn: die Tabellenführung.
Viel Zeit, sich darauf auszuruhen, bleibt allerdings nicht. Die nächste Aufgabe wartet am Samstag in Neudorf. Dort will Bad Sauerbrunn den Erfolgslauf fortsetzen und erneut voll anschreiben. Das Rezept soll wieder offensive Dominanz sein, deshalb meint Stifter auch: „Wir werden wieder einmal ein Tor bekommen, aber wir wollen unser Spiel mit einer hohen Intensität immer auf den Platz bringen.“
Das 5:0 gegen Deutschkreutz war dabei der bisherige Höhepunkt und unterstrich gleichzeitig die Entwicklung der letzten Monate. Bad Sauerbrunn überzeugt vorne und hinten und ist in dieser Verfassung für jeden Gegner aktuell eine Hürde.