Sediment, also Schlamm, und nicht verwertbares Schilf fallen bei Arbeiten am Neusiedler See an. Forschung Burgenland, Technische Universität Graz und weitere Partner untersuchen, ob daraus Baustoffe und andere Produkte entstehen können. Ein begehbarer „Schilfraum“ in Winden am See zeigt erste Ergebnisse.
Der grüne Daumen für Zurndorf
Blühendes Österreich
Die Sektion „Grüner Daumen“ des „Verein für mehr Lebensqualität in Zurndorf“ hat in den vergangenen zwei Jahren aus einer Rasenfläche im Ort einen „Natur Anger“ gemacht. Nun sollen mit Unterstützung von „Blühendes Österreich“ weitere Flächen folgen.
Zusammen sorgt der „Grüne Daumen“ für blühende Flächen im Ortsgebiet. Mit dabei: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (5. v.r.)
© Klaus Zwinger
Vor rund zweieinhalb Jahren hat sich eine Sektion des „Verein für mehr Lebensqualität in Zurndorf“ unter dem Namen „Grüner Daumen“ zusammengetan, um Zurndorf ein Stück grüner und auch ein Stück lebenswerter zu machen.
Zusammen mit der Naturgartenplanerin Barbara Thüringer, der Bewegung „Natur im Garten“ und Wolf Stockinger hat man sich daran gemacht, eine von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Rasenfläche zu naturnahen Wiesen umzugestalten.
Die Sektionsleiterin des „Grünen Daumen“, Martina Szabo.
© Klaus Zwinger
„Natur Anger“ wurde erfolgreich angelegt
Der sogenannte „Natur Anger“ beim Wirtschaftsweg bietet neben vielfältigen trockenheitsresistenten Pflanzen mittlerweile unter anderem eine Staudenreihe, eine Benjeshecke, eine Wildblumenwiese mit regionalem Saatgut, eine Sandsteinmauer, einen sogenannten Lichtteich sowie Beete im „New Pannonian Style“ von Wolf Stockinger. Diese fördern nicht nur die Biodiversität im Pflanzen- und Insektenreich, sondern sparen der Gemeinde auch viele Stunden der Mäharbeit. Außerdem wurde mit dem Behinderten-Förderungsverein Zurndorf bereits eine Käferburg umgesetzt.
Tafeln klären über Grünraumpflege auf
Sichtbar gemacht wird der neue Zugang zur Grünraumpflege mit 20 zusätzlichen Tafeln der Landesinitiative „Wildes Eck“. Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner übergab sie am vergangenen Dienstag an die Sektionsleiterin des „Grünen Daumen“ Martina Szabo. Diese sollen die bewusst veränderte Pflege erklären.
„Wenn jemand an einer Wiese vorbeigeht und sich denkt: ’Warum wird das hier nicht gemäht?’ dann soll die Tafel Aufschluss geben. Hier wird nicht auf die Pflege vergessen. Hier lassen wir ganz bewusst mehr Natur zu“, so Haider-Wallner.
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Weitere Projekte bereits in Planung
Auch die nächsten Projekte sind bereits in Planung: 0,36 Hektar in Zurndorf sollen zu Wildblumen- und Kräuterwiesen entwickelt werden. Dafür erhielt die Gruppe über „Blühendes Österreich“ einen Förderbeitrag von mehr als 15.000 Euro.
„Wir wollen mit unserer Arbeit zeigen, wie viel man gemeinsam mit der Gemeinde direkt im Ort für die Natur tun kann – eine Wildblumenwiese, Totholzbereiche oder Flächen, die nicht ständig gemäht werden. So erhalten wir die Artenvielfalt für zukünftige Generationen, machen Zurndorf klimafit und stärken die Dorfgemeinschaft – für mehr Lebensqualität in Zurndorf“, so Szabo. Auf Teilen der Gemeinderasenflächen sollen künftig „Wilde Ecken“ entstehen. Diese werden nur noch ein- bis zweimal im Jahr gemäht, das Mähgut wird abtransportiert, um die Artenvielfalt zu erhalten. So entstehen Lebensräume, die Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Gleichzeitig sinkt der laufende Pflegeaufwand.