Edelserpentin und NSC teilten sich die Punkte

Burgenland Energie Landesliga

Keinen Sieger fand das Duell Edelserpentin gegen Neusiedl am See. Die Seestädter hatten zwischenzeitlich das 2:0 am Fuß, am Ende hieß es 2:2.

Von Max Wiesler

Maximilian Moro war in Stuben aufgrund einer Sperre nur Zuseher. Der Neusiedl am See Spieler sah ein 2:2 seiner Mannschaft.

Maximilian Moro war in Stuben aufgrund einer Sperre nur Zuseher. Der Neusiedl am See Spieler sah ein 2:2 seiner Mannschaft.

© Christopher Schneeweiß

Edelserpentin - Neusiedl am See 2:2. Zweimal geführt, zahlreiche hochkarätige Chancen vergeben und am Ende beinahe noch verloren: Der SC Neusiedl musste sich bei der SpG Edelserpentin mit einem 2:2 begnügen. Dabei hatten die Seestädter das Geschehen über weite Strecken im Griff und hätten die Partie frühzeitig entscheiden können. Doch die mangelnde Chancenverwertung rächte sich bitter. Dass zumindest ein Punkt mitgenommen wurde, war schließlich Torhüter Alexander Mödlhammer zu verdanken, der trotz einer Verletzung eine starke Leistung ablieferte.

„Wir sind eigentlich enttäuscht, dass wir zwei Punkte verloren haben. Es wäre für uns mehr drinnen gewesen. Aber am Ende müssen wir sogar froh sein, dass wir ein Remis gerettet haben“, brachte Neusiedls Medienbeauftragter Lukas Stranz die Gefühlslage nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

Nach der bitteren 0:4-Heimniederlage gegen Klingenbach präsentierten sich die Neusiedler in Stuben von Beginn an deutlich verbessert. Die Mannschaft fand sofort ins Spiel, übernahm das Kommando und wurde bereits in der zwölften Minute belohnt.

Nach einer Vorlage von Abazi nahm Julian Millner den Ball mit dem Außenrist und beförderte ihn sehenswert ins Netz. Ein herrlicher Treffer zum 1:0!

Auch danach blieben die Gäste die spielbestimmende Mannschaft und ließen bis zur Pause wenig zu. Mit der knappen, aber hochverdienten Führung ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel legten die Neusiedler sogar noch einen Gang zu. Besonders zwischen der 48. und 60. Minute drückten sie dem Spiel ihren Stempel auf. „Da waren wir wirklich stark und überlegen“, berichtet Stranz.

Gleich sechs bis sieben hochkarätige Möglichkeiten erspielten sich die Gäste in dieser Phase. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Einmal rettete auch die Stange für Edelserpentin.

Elfmeter stellt Spielverlauf auf den Kopf

Und so kam es, wie es im Fußball oft kommt: Praktisch mit dem ersten gefährlichen Angriff schlugen die Hausherren zurück. Nach einem Vorstoß über die Seite kam es im Strafraum zu einer leichten Berührung, die der Schiedsrichter als Foul wertete. Patrik Szabo ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Elfmeter in der 61. Minute zum 1:1.

Ein Ausgleich, der den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Doch Neusiedl zeigte Moral und schlug nur sieben Minuten später zurück. Erneut war Abazi der Vorbereiter. Diesmal kam Paul Strommer am Strafraumeck zum Abschluss und zirkelte den Ball herrlich ins Kreuzeck – 2:1 für die Seestädter!

Wieder schien die Partie in Richtung der Seestädter zu laufen. Doch auch diese Führung sollte nicht halten. In der 79. Minute gelang Alexander Martin Koller der neuerliche Ausgleich zum 2:2.

Verletzter Mödlhammer rettet den Punkt

Damit nicht genug: In der Schlussphase hätten die Hausherren das Spiel sogar noch komplett drehen können. Edelserpentin kam zu einer hochkarätigen Möglichkeit auf den Siegtreffer, doch Alexander Mödlhammer war zur Stelle und verhinderte mit einer starken Parade das 2:3.

Besonders bemerkenswert: Der Neusiedler Schlussmann war trotz einer Verletzung an der Hand ins Spiel gegangen. Die Blessur beeinträchtigte ihn zwar, doch Mödlhammer stellte sich in den Dienst der Mannschaft und erwies sich einmal mehr als verlässlicher Rückhalt.

So blieb es beim 2:2, das sich aus Neusiedler Sicht wie zwei verlorene Punkte anfühlte. Angesichts der dramatischen Schlussphase musste man letztlich aber sogar froh sein, nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen.

Statistik

SpG Edelserpentin - Neusiedl am See 2:2 (0:1).
0:1 (12.) Millner, 1:1 (61. Strafstoß) Szabo, 1:2 (68.) Strommer, 2:2 (79.) Koller.
SR: Luef, 150.
Edelserpentin: Reinprecht; Zink, Ungerböck, Strohmeyer (58. Gergely), Halper; Kirnbauer, Forintos, Szabo; Csonka, Koller (80. Horvath), Kappel (70. Dietler).
Neusiedl: Mödlhammer; Avdic, Sonnleitner, Toth, Haider; Millner, Mcgirr; Strommer (85. Fekete), Damasdi (80. Jech), Abazi; Frank.
Reserve: 0:5 (Hamm 2, Tick, Gruidl, Rath).