Freibad Sigleß: Untersuchungen zeigen umfangreichen Sanierungsbedarf

Nach der vorzeitigen Schließung des Freibads liegen nun erste Ergebnisse der technischen Untersuchungen vor. Eine Kamerainspektion brachte zahlreiche Schäden an den Leitungen ans Licht.

Von Richard Vogler

Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, soll nun auch der Zustand des Beckenkörpers genauer untersucht werden.

Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, soll nun auch der Zustand des Beckenkörpers genauer untersucht werden.

© zVg

Das Sigleßer Freibad musste heuer früher als geplant schließen. Grund dafür war ein erheblicher Wasserverlust, dessen Ursache zunächst unklar war. Nun liegen erste Erkenntnisse vor: Eine Ende September durchgeführte Kamerainspektion des Leitungsnetzes deutet darauf hin, dass zahlreiche undichte Verbindungen für die Probleme verantwortlich sind.

In einer Aussendung der SPÖ Sigleß wird erläutert, dass bei der Untersuchung sämtliche Düsenleitungen vom jeweiligen Auslass bis zur Sammelleitung mit einer Spezialkamera befahren und dokumentiert wurden. Dabei zeigte sich, dass bei einem Großteil der Klebeverbindungen die ursprüngliche Festigkeit verloren gegangen ist. Die daraus resultierenden Undichtheiten gelten als Hauptursache für den hohen Wasserverlust während des Pumpenbetriebs.

Umfangreiche Sanierung notwendig

Die Ergebnisse wurden laut Aussendung bereits dem Bauausschuss sowie Gemeinderäten präsentiert. Derzeit werden mehrere Möglichkeiten geprüft, wie die Anlage künftig saniert werden kann.

Eine der diskutierten Varianten ist die Sanierung mittels sogenannter Inliner, bei der bestehende Leitungen von innen mit einem harzgetränkten Schlauch ausgekleidet werden. Aufgrund der zahlreichen Schadstellen sowie der vielen Bögen und T-Stücke im Leitungsnetz wird diese Lösung allerdings als schwierig bewertet.

Als langfristige Alternative steht ein kompletter Austausch der Leitungen im Raum. Darüber hinaus dürfte auch das Becken selbst Sanierungsbedarf aufweisen. Laut den bisherigen Erkenntnissen ist die Betonoberfläche bereits porös. Zudem empfehlen Fachleute, die bestehende Folie samt Schutzvlies zu erneuern.

Zustand des Beckenkörpers soll ebenso noch untersucht werden

Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, soll nun auch der Zustand des Beckenkörpers genauer untersucht werden. Dafür werden Teile der bestehenden Folie entfernt, um den darunterliegenden Beton freizulegen und zu begutachten. Parallel dazu arbeitet ein Planungsbüro an verschiedenen Sanierungsvarianten und Kostenschätzungen.

„Unser Ziel ist es, eine realistische und langfristig sinnvolle Lösung für das Freibad Sigleß zu finden“, betont SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger.