Sediment, also Schlamm, und nicht verwertbares Schilf fallen bei Arbeiten am Neusiedler See an. Forschung Burgenland, Technische Universität Graz und weitere Partner untersuchen, ob daraus Baustoffe und andere Produkte entstehen können. Ein begehbarer „Schilfraum“ in Winden am See zeigt erste Ergebnisse.
Gattendorf: 100.000 Euro für Projekt „Netzwerk Trittsteinbiotope“
Rohrlusswiesen
Die Rohrlusswiesen in Gattendorf zählen zu den 20 Flächen des Projekts „Netzwerk Trittsteinbiotope“. Bei einer Exkursion informierte sich Landeshauptmannstellvertreterin Haider-Wallner vor Ort. Das Land Burgenland investiert 100.000 Euro in das Vorhaben.
Dr. Adrian Szodl, Andreas Thüringer, Projektleiter Dr. Klaus Michalek, Johannes Schulz, Carmen Götz, Renate Darazs, LH-Stv.in Anja Haider-Wallner, Markus Schalling, Robert Kovacs, Heinz Szöky, Thomas Ranits und Hannes Gutmann besuchten im Rahmen des Netzwerks Trittsteinbiotope die Rohrlusswiesen in Gattendorf.
© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Die Rohrlusswiesen in Gattendorf sind eines der Trittsteinbiotope im Projekt „Netzwerk Trittsteinbiotope im Burgenland“. Bei einer Exkursion am Freitagnachmittag besuchte Landeshauptmannstellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner gemeinsam mit rund 40 Bürgerinnen und Bürgern aus den umliegenden Gemeinden das Gebiet.
LH-Stv.in Anja Haider-Wallner besuchte im Rahmen des „Netzwerks Trittsteinbiotope“ die Rohrlusswiesen in Gattendorf.
© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Die drei Hektar großen Feuchtwiesen in der Leithaniederung sind grundwasserbeeinflusst und beherbergen eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Lungen-Enzian und Sumpf-Knabenkraut kommen im Burgenland nur noch an wenigen Standorten vor. Das Gebiet gilt zudem als Vogelparadies: Immer wieder werden hier Große Brachvögel, Kiebitze, Kaiseradler und Sumpfohreulen beobachtet.
„Naturschutz braucht beides: ökologisch wertvolle Flächen und Menschen, die sich für diese Flächen einsetzen. Mit dem Projekt wollen wir deshalb nicht nur die einzelnen Lebensräume besser erforschen und pflegen, sondern auch Menschen vor Ort für ihren Schutz gewinnen“, betont Haider-Wallner.
© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
100.000 Euro Förderung vom Land Burgenland
Das Land Burgenland stellt für das Projekt 100.000 Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Burgenland werden 20 Flächen aus dem Biotopschutzprogramm naturschutzfachlich kartiert, Vegetationstypen sowie Pflanzen-, Insekten- und Vogelarten erhoben und die Pflegekonzepte weiterentwickelt. Das Projekt läuft bis Ende 2026.
Trittsteinbiotope wie jenes in Gattendorf sind wichtige Bausteine der landesweiten Lebensraumvernetzung und ermöglichen Wanderbewegungen von Tieren und Pflanzen. In einer zerschnittenen Landschaft sichert der Verbund naturnaher Flächen den Fortbestand von Populationen, auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen.
„Wir haben im Burgenland viele kleine Naturflächen, die für den Erhalt unserer Artenvielfalt eine wichtige Rolle spielen. Unser Ziel ist, diese Flächen fachlich gut zu betreuen, miteinander zu vernetzen und gleichzeitig die Menschen vor Ort einzubinden. Denn langfristiger Naturschutz funktioniert am besten, wenn er auch von der Bevölkerung mitgetragen wird“, so Haider-Wallner.
© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Bewusstsein in den Gemeinden stärken
Ein zentraler Bestandteil ist die Bewusstseinsbildung vor Ort: Der Naturschutzbund knüpfte Kontakte zu den Gemeinden und bot Exkursionen an. Künftig sollen vor allem Jugendliche und andere Interessierte gewonnen werden, die ihn ehrenamtlich bei der Betreuung der Gebiete unterstützen.
„Wenn daraus Engagement entsteht und Menschen bereit sind, bei der Betreuung mitzuhelfen, wird aus einem Netzwerk von Flächen auch ein Netzwerk von Menschen“, so Projektleiter Klaus Michalek.