Gefühlter Sieg für den SV Loipersbach

1. Klasse Mitte

Es gibt Remis, die sich wie Siege anfühlen, und solche, die wie verlorene Punkte schmecken. In Dörfl gab es an einem Sonntag beides.

Von Dominik Falk

SV Loipersbach-Spieler Sandro Sedlatschek erzielte den Anschlusstreffer gegen Dörfl – trotz Kahnbeinbruchs, der ihn voraussichtlich für den Rest der Saison außer Gefecht setzt.

SV Loipersbach-Spieler Sandro Sedlatschek erzielte den Anschlusstreffer gegen Dörfl – trotz Kahnbeinbruchs, der ihn voraussichtlich für den Rest der Saison außer Gefecht setzt.

© Martin Ivansich

Es war ein Spiel mit zwei Gesichtern. „Zwei Halbzeiten, die verschiedener nicht sein konnten“, fasst es Dörfls Kurt Putz zusammen. Die erste halbe Stunde gehörte dem Tabellenführer: Dörfl machte „irrsinnigen Druck“, spielte sich mehrere Doppelchancen heraus und führte trotzdem nur 1:0. Loipersbachs Schlussmann Bernd Kutrowatz parierte, was zu parieren war. Die Gäste kamen angeschlagen. Unter der Woche waren viele Spieler und auch Trainer krank, nur das Abschlusstraining war möglich. Stürmer Marco Hodosi musste zur Pause krank vom Platz. Zwei starke Konter hatte Loipersbach im ersten Durchgang trotzdem: einer ging knapp daneben, den anderen entschärfte Dörfls Torhüter Patrick Pack. Nach der Pause wollte Loipersbach „mutiger und aggressiver“ auftreten, kassierte aber zunächst das 2:0 – wieder über den Flügel, wieder ein Pass in die Mitte. Dörfl sah die Partie danach augenscheinlich als gewonnen, und genau das nutzten die Gäste. In der 80. Minute traf Sandro Sedlatschek zum 2:1, zwischendurch vergab Daniel Berta die Großchance zum 3:1, und in der 89. Minute glich Luca Sedlatschek nach einem Konter aus.

Ein Bruch ist kein Hindernis

Dass der Loipersbacher Sandro Sedlatschek überhaupt bis zum Ende auf dem Platz stand, ist die eigentliche Geschichte: Schon in der ersten Hälfte zog er sich einen Kahnbeinbruch zu, spielte aber weiter und erzielte den Anschlusstreffer. Nun ist klar, dass er voraussichtlich für den Rest der Saison ausfällt. Putz nennt das Remis in Ordnung, Loipersbach habe es sich „ein Stück weit auch verdient“. Weniger gelassen war Dörfl-Trainer Peter Toth: Innenverteidiger Csaba Varga sah in der ersten Hälfte wegen Kritik Gelb und konnte danach nicht mehr voll in die Zweikämpfe gehen.Das hätte im engen Duell vielleicht den Unterschied gemacht. Loipersbach-Trainer Markus Schmidt sah es naturgemäß anders: „Es fühlte sich sogar eher wie ein später Sieg an.“