Gruppe Mitte: Zwischen Verletzungssorgen, Erfolgen und Comebacks

Aufgegaberlt Gruppe Mitte

Ein Aufgegaberlt-Streifzug durch die Gruppe Mitte: Während Rohrbach in Pöttsching seine Titelambitionen eindrucksvoll untermauerte, durfte Marz nach langer Durststrecke endlich wieder jubeln. Stoob bleibt zu Hause eine Macht, Neudörfl sammelt weiter Unentschieden und in Forchtenstein gibt es einen bitteren Rückschlag. Dazu sorgen zahlreiche Ausfälle, erste Comebacks und spannende Trainerstimmen für Gesprächsstoff auf den Fußballplätzen der Region.

Von Alfred Wagentristl, Von Dominik Falk

Gruppe Mitte: Zwischen Verletzungssorgen, Erfolgen und Comebacks

© Neutal-Coach Dieter Komanovits jubelte trotz großer Personalsorgen über den Auftritt gegen ZSP.

2. Liga Mitte

Heimpleite. Der ASV Pöttsching unterlag dem SV Rohrbach vergangene Freitag zuhause klar mit 5:1. Tormann und Kapitän Mehmet Karaca spricht von einer glasklaren Geschichte: „Rohrbach hat uns in allen Belangen beherrscht und es wird am Ende die Mannschaft sein die aufsteigen wird. Sowohl der Elfmeter fr uns als auch gegen uns waren Fehlentscheidungen, aber nicht ausschlaggebend. Pöttsching, jung besetzt und weiter ohne die fehlenden Stammkräfte Philipp Schmiedl und Marijan Markic fand kaum Zugriff. Zu den Themen Markic und Schmiedl meint der ASV-Kapitän: „Es sieht im Moment eher danach aus, dass keiner der beiden mehr in Pöttsching auflaufen wird.“


Erste Schritte. Manuel Mihalits spulte beim 5:1-Sieg des SV Rohrbach gegen den ASV Pöttsching nach seiner langen Verletzungspause seine ersten Spielminuten in der Kampfmannschaft der „Gansbären“ ab. Auch Defensivmann Dominik Stöger und Stürmer Viktor Vondryska wurden zur Freude von Trainer Hannes Friesenbichler schon am Trainingsplatz gesichtet: „Wir werden aber nicht überstürzen und sie langsam aufbauen. Da gibt es noch ein wenig Trainingsrückstand, das ist klar.“


Erleichterung.
Man konnte die Steine fömlich poltern hören die Marz-Trainer Thomas Urbanek nach dem verdienten 2:0-Sieg über den ASK Weppersdorf vom Herzen gefallen sind: „Natürlich bin ich heilfroh, dass wir uns endlich für eine gute Leistung belohnt haben und vor allem, dass wir zumindest zwei unserer Chancen genutzt haben. Wir hatten war noch eine Vielzahl mehr an Einschussmöglichkeiten, aber hier muss man auch dem gegnerischen Tormann gratulieren, er hat einige Bälle sensationell pariert.“ Weppersdorf hatte nur eine Großchance, die hat beim Stand von 0:0 Marz-Tormann David Kornfehl bravourös pariert.


Einstieg. Beim ASK Marz wird Tobias Kornfehl nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Auch Luis Pichler ist wieder mit von der Partie und kann in Oberloisdorf möglicherweise schon mithelfen. Bei Kornfehl wird es dieses Wochenende noch nicht zu einem Comeback kommen. Trainer Urbanek: „Ich freue mich wenn wir aufstellungstechnisch wieder flexibler werden. In Oberloisdorf hängen die Trauben hoch das wissen wir natürlich, aber ich denke wir haben grundsätzlich das Potenzial auch gegen vermeintlich Stärkere überraschen zu können.“


Letztes Aufgebot. Weppersdorf-Trainer Lorandt Schuller wusste schon unmittelbar vor der wichtigen Partie in Marz um die äußerst angespannte Persnalsituation bescheid und meinte: „Wir spielen mit einigen Spielern die bisher hauptsächlich in der Reservemannschaft Erfahrung gesammelt haben. Sechs Spieler, die potenziell in der Startelf stehen können und meistens auch stehen, fehlen heute.“ Dass dann in Minute 64 auch noch Andreas Krutzler mit Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung ausgefallen ist, war noch ein zusätzlicher Schlag.


Rückschlag.
Ronny Spuller, Forchtensteins junger Wirbelwind an vordester Front, fieberte am Wochenende seinem Comeback entgegen. Der Traner-Sohn sollte in der Reservemannschaft nach acht Wochen wieder seine ersten Spielminuten sammeln. Leider lief es für den ehrgeizigen Forchtensteiner Eigenbauspieler nicht nach Wunsch, Er musste bereits beim Aufwärmen passen. Nicht der zuletzt verletzte Oberschenkel machte Probleme, sondern diesmal leider die andere Seite. Äußerst bitter für den talentierten, Offensivmann der „Burgherren“.


Sehr erfreut.
Neutal-Coach Dieter Komanovits war ob der Leistung gegen den SV 7023 ZSP sehr entspannt: „Wir waren personell am letzten Drucker, aber der Gegner war an diesem Tag scheinbar der richtige. Sie waren vielleicht drei Mal in unserem Strafraum. Das erste Meisterschaftstor von Elias Dominkovitsch war auch der Dosenöffner. Dass auch unser Geburtstagskind Michael „Jimmy“ Trummer, er feierte seinen 32. Geburtstag, getroffen hat, ist natürlich auch sehr erfreulich. Mit Rene Sturm, Jahe Berbati, Sebastian Berlakovich, Michael Reiszner, Armin Kocsis, Mathias Schreiner und Jan Reisenhofer fehlt zurzeit mehr als die halbe Mannschaft.“

Gerechtes Remis. Stefan Artner, Trainer des SV Oberloisdorf, freute sich nach dem 1:1-Unentschieden über den Punktegwinn in Draßburg: „Es waren wenig Chancen auf beide Seiten. Leider gerieten wir durch ein sehr unglückliches Eigentor, eigentlich aus dem Nichts, in Rückstand. Wir mussten sieben Kaderspieler aus verschiedensten Gründen vorgeben. Unser erst 15-jähriges talent Niklas Rehrl feierte ein gelungenes Startelf-Debüt. Jetzt geht es am Samstag zuhause gegen marz. Ich hoffe, dass der eine oder andere zuletzt erkrankte Spieler zurückkehrt. Aber wir haben mit dieser Mannschaft in Draßburg einen Punkt geholt, das wird schon passen.“


Serie. Der SC Neudörfl ist mittlerweile seit vier Runden ungeschlagen. „Zwar sind es ‚nur‘ vier Unentschieden gewesen, aber die Abläufe funktionieren immer besser. Gegen die nach zehn Spieltagen immer noch ungeschlagenen Lockenhauser wird es morgen, Freitag, zwar eine schwere Prüfung für unsere Burschen, aber wir können durchaus überraschen“, so Trainer Markus Valenka.

Rassig. David Witteveen, Trainer des ASK Horitschon, atmete nach dem knappen 1:0-Sieg gegen die Spg. LOK erleichtert auf: „Es war eine rassige, extrem kampfbetonte Partie. Vor der Pause waren wir zu statisch, haben das aber in der Pause korrigiert. Wir sind verdient mit 1:0 in Führung gegangen und haben es letztlich doch souverän zu Ende gespielt. Der Gegner hatte eine einzige Chance und wir doch vier echte Sitzer.Ein knapper aber verdienter Sieg. Am Samstag in Weppersdorf wird Goalgetter Endrit Mucolli aufgrund einer Sperre ausfallen, das schmerzt natürlich ebenso wie der Ausfall von Niklas Lehner. Die gute Nachricht ist aber, dass Martin Haller mittlerweile wieder voll einsatzfähig ist.“

1. Klasse Mitte

Heimmacht. Mit Tempo, Zug über außen und einem Traumtor ließ der ASK Stoob der SPG Rabnitztal beim 3:1 wenig Chancen. Nach 25 Minuten hätte es laut Trainer Arnold Landauer schon 1:0 stehen müssen, in der 36. Minute traf Balint Szabo. Nach der Pause machte Tobias Trimmel über außen viel Betrieb, Mario Horvath erhöhte nach einem Pass in die Mitte mit einem Abschluss in den Knick auf 2:0. Rabnitztal kämpfte sich nach einem Konter nochmal heran, doch das 3:1 in der 90. Minute sicherte den fünften Heimsieg im fünften Heimspiel.

Dosenöffner. Beim 5:1 des SC Unterfrauenhaid in Tschurndorf war es ein schwerer Tormannfehler, der die Partie öffnete: Ein Schuss aus 20 Metern mitten aufs Tor brachte die Führung. Tschurndorf blieb engagiert, glich aus und war in der ersten Hälfte laut Trainer Jürgen Eidler ebenbürtig. Erst das 2:1 knapp vor der Pause und das 3:1 nach dem Wechsel brachen den Gegner. „Davor muss man Tschurndorf gut halten, sie waren stark und haben voll dagegengehalten“, sagt Eidler.


Lucky Punch. Der UFC Mannersdorf hätte das Spiel gegen Antau laut Trainer Reinhard Schock in den ersten 20 Minuten entscheiden müssen: Drei Großchancen blieben ungenutzt. Danach wurde Antau stärker, Mannersdorf ging in der 60. Minute trotzdem 1:0 in Führung. In der 90. Minute gelang Antau der Ausgleich. Den Gästen fehlten fünf Spieler, vorzuwerfen sei dem Team nichts, so Schock. Herausragend war Antaus Torhüter Straussberger, der laut Schock einen „Sahnetag“ hatte.

Kontern statt kicken. Auf diesem Platz sei an Fußballspielen nicht zu denken gewesen, sagt SPG Nikitsch/Kroatisch Minihof-Trainer Daniel Pratl über das 2:0 in Unterpullendorf. Seine Elf zog sich zurück und setzte auf Konter. Chancen gab es auf beiden Seiten, in der ersten Hälfte blieb die Führung aus, in der Zweiten war die SPG deutlich effektiver. Das Ergebnis war ein verdienter Sieg.

Gruppe Mitte: Zwischen Verletzungssorgen, Erfolgen und Comebacks

© Marz belohnte sich mit einem verdienten 2:0 gegen Weppersdorf. Trainer Thomas Urbanek freute sich besonders über die Chancenauswertung und die starke Leistung seines Teams.

Gruppe Mitte: Zwischen Verletzungssorgen, Erfolgen und Comebacks

© Trotz guter Leistung verlor die SpG LOK knapp gegen Horitschon. Trainer Peter Strodl beklagte die zahlreichen Ausfälle und die vergebene Chance auf Punkte.