Vor einem Jahr hat das Land Rechtsanwalt Matthias Burger bei der Wohnbaugesellschaft „Neue Eisenstädter“ eingesetzt, um die Geschäfte zu beaufsichtigen. Auch nach dem U-Ausschuss bleibt er in der Funktion, noch bis zum Oktober 2027.
Jetzt ist es fix: Hans Niessl will Bundespräsident werden
Antritt angekündigt
Hans Niessl will es wissen: Der frühere Landeshauptmann und aktuelle Sport-Austria-Präsident geht ins Rennen um die Bundespräsidentschaft: Der Unterstützungsverein ist gegründet, jetzt läuft die Vorbereitung für den Wahlkampf 2028.
Alt-Landeshauptmann Hans Niessl. Auch schon im BVZ-Interview im Juni sprach er von seinen Plänen für die Präsidentschaftswahl.
© Gregor Hafner
Der Unterstützungsverein, den der Alt-Landeshauptmann im BVZ-Interview im Juni angekündigt hatte, ist fixiert, und mit ihm das Antreten zur Bundespräsidentenwahl („nur“ 6.000 Unterstützungs-Unterschriften werden gebraucht). Die Vereinsgründung sei nötig, um Spenden für die Kampagne sammeln zu können, erklärte Niessl, der, wie erwartet, als überparteilicher Kandidat ins Rennen gehen wird. Die Strukturen für eine bundesweite Kampagne befinden sich ebenfalls im Aufbau.
Die Plattform des ehemaligen Landeschefs und heutigen Sport-Austria-Präsidenten sei beim Thema Sicherheit rechts, beim Thema Wirtschaft in der Mitte und gesellschaftspolitisch links positioniert, „um damit breite Bevölkerungskreise anzusprechen“. Der Unterstützungsverein wurde nun gegründet, ein Vertreter darin sei Unternehmer Andreas Binder. Weitere Präsidiumsmitglieder sollen kommende Woche vorgestellt werden. Inhaltlich werde er sich in den nächsten Wochen und Monaten punktuell zu Wort melden, sagt Niessl, etwa zu den Themen Wehrpflicht, Neutralität oder Wirtschaft und Arbeitsplätze.
Hans Niessl und sein Begleiter, Hund „Keks“.
© Gregor Hafner
Die Bundespräsidentenwahl findet zwar erst 2028 statt, seinen frühen Start erklärt Niessl mit der längeren Vorlaufzeit, um die Strukturen für die bundesweite Kampagne aufzubauen. Als Kandidat einer Partei hätte man einen ganzen Apparat im Hintergrund, aber: „Wenn man überparteilich antritt, hat man das Ganze nicht.“ Die Vorlaufzeit will er nun nutzen, um seine Standpunkte zu kommunizieren.
Dass er die für das Antreten notwendigen 6.000 Unterstützungserklärungen zusammenbekommt, ist für Niessl klar. Viele Bürgermeister hätten zugesagt, ihm dabei helfen zu wollen. Als überparteilichen Kandidaten könne ihn die SPÖ auch unterstützen, „oder einen eigenen Kandidaten aufstellen“, meinte der Ex-Landesparteichef weiters.
